Die Bremsen Bibel (Teil 2)

Bremskraftverstärker und Geberzylinder

Bremskraftverstärker sollen die Energie des Motors oder einer anderen Kraftquelle (z.B. Batterie) nutzen, um die Bremskraft von Fuß oder Hand zu verstärken. Wenn die Kraft von Fuß und Bein schon gar nicht so gering ist, kann der Verzögerungseffekt mit fremder Kraft noch erheblich  verstärkt werden. Die vier am meisten verwendeten Bauweisen eines Bremskraftverstärker setzen Vakuum, Luft- oder Gasdruck, Hydraulik oder Elektrohydraulik ein. In den meisten Autos sind Bremskraftverstärker mit Vakuumtechnologie verbaut. Dabei wird mit Druck auf das Bremspedal über eine Spindel oder Stange ein Vakuumventil mit Verbindung zum Geberzylinder geöffnet. Der üblicherweise durch den Ansaugstutzen/- krümmer erzeugte Unterdruck saugt  eine Membran (Deckenscheibe) an. Hydraulische Systeme verwenden meist die Kraft aus dem System der Servolenkung, um Druck auf den Geberzylinder auszuüben. Elektrohydraulische Systeme haben einen eigenen Motor, mit dem der hydraulische Druck erzeugt wird. Der Hauptvorteil dieser Systeme ist die Tatsache, dass die Bremskraftverstärkung anders als bei den anderen Bauweisen auch dann noch funktioniert, wenn der Fahrzeugmotor ausfällt. Solange eine Spannung durch die Batterie anliegt, kann die Bremskraftverstärkung genutzt werden.

Aufbau des Geberzylinders

Geberzylinder sind aus diversen Feinmechanikbauteilen, Federn, O-Ringen und Gummidichtungen mit wenig Toleranz aufgebaut. Die Darstellung des Zweikreis-Geberzylinders ist etwas vereinfacht.

Bremskraftverstärker (Geberzylinder)

Noch ein letztes Wort zum Geberzylinder: Diese sind bei älteren Fahrzeugen als Ersatzteil sehr teuer. Gerade bei Fahrzeugen die ca. 20 Jahre alt waren, überstieg der Preis des zu ersetzenden Geberzylinders leicht den Restwert des Gebrauchtwagens. Seit Mitte der 90er sind aber die Preise aktueller Fahrzeuge auch durch Druck der verschiedenen Online-Anbieter mit Ersatzteilen gefallen und liegen meist bei unter 200 EUR. Daher wäre es bei diesem Preis wenig sinnvoll, einen undichten Bremskraftverstärker zu reparieren anstatt ihn zu ersetzen.

Warum zwei Bremskreisläufe?

In der oben dargestellten Schemazeichnung des Geberzylinders sieht man zwei Kolben und zwei Bremskreisläufe. Das ist bei heutigen Fahrzeugen das übliche Design und sorgt für eine Redundanz im Bremssystem. Die Idee dahinter ist, dass zwei Bremsen – jeweils eine vorn und eine hinten – in einem Kreislauf miteinander verbunden sind. Bei vier Bremsen sind das also zwei Kreisläufe. Aber warum? Nun, stellen wir uns vor, aus irgendeinem Grund hätten wir eine undichte Stelle im Bremskreislauf, zum Beispiel vorne-links. Wären alle vier Bremsen an einem Kreislauf und der Geberzylinder würde Druck in dem System aufbauen, träte Bremsflüssigkeit aus und am Nehmerzylinder käme der Druck nie an. Das Bremsen wäre dann ein eher plötzlicher Moment, wenn das vordere Ende unseres Fahrzeugs mit dem Hinteren des Vorausfahrenden eine Einheit formt. Durch die zwei Bremskreisläufe haben wir aber immer noch einen Rest Bremskraft. Das ist immer noch besser als gar nichts.

Zweikreis-Bremssystem

Ein paar Worte zur Handbremse

An dieser Stelle sei erwähnt, dass Handbremsen oder Feststellbremsen zwar gut geeignet sind, um beeindruckende Drifts und Slides hinzulegen, sich aber wenig eignen, um ein Fahrzeug zu verlangsamen. Selbstverständlich führen sie zu einer Verzögerung des Vortriebs, aber gewiss nicht mit signifikanter Leistung. Handbremsen sind nur über einen Bowdenzug aktiviert und die einzige aktivierende Kraft kommt aus Deinem Arm. Darüber hinaus wirken sie üblicherweise nur an den Rädern der Hinterachse; bei Trommelbremsen auf einen der Bremskolben, bei Scheibenbremsen üblicherweise auf ein zweites paar Bremsklötze im Bremssattel. Diese müssen aber nie ersetzt werden, da sie nur bei Stillstand des Fahrzeuges betätigt werden und daher kaum abnutzen. Ihre geringe Größe ist ein weiterer Grund, warum die Bremskraft der Handbremse eher unterirdisch ist.

Wann soll die Handbremse benutzt werden und wann nicht?

Typischerweise wird die Handbremse betätigt, wenn Du geparkt hast oder nach Anhalten an einer Ampel oder vor den Anfahren an einer Steigung. Der Grund ist einfach: Ohne Deinen Willen soll das Fahrzeug nicht wieder losrollen, nachdem Du angehalten hast. An der Ampel vermindert eine angezogene Handbremse einen eventuellen Schaden bei den Vorausfahrenden, falls Dir jemand ins Heck rauscht. Auch bei Fahrzeugen mit Automatikschaltung ist der P-Gang nie so kräftig wie die Feststellbremse, mal ganz davon abgesehen, dass dadurch Kupplung und Getriebe belastet werden. In manchen Mercedes- und US-Fahrzeugen ist die Handbremse gar keine, sondern eine zweite Fußfeststellbremse, die über einen meist zweiten Hebel wieder gelöst werden können.

Wer die Handbremse bei einer Geschwindigkeit über 30 km/h betätigt, wird dafür sorgen, dass das Heck ausbricht. Das ist großartig für kleinere Stunttricks, schlecht um zwischen zwei Fahrspuren im Berufsverkehr anzuhalten. Auch sollte man die Handbremse nach Möglichkeit nicht bei Temperaturen unter dem Gefrierpunkt benutzen. Man riskiert dabei, dass die Züge oder die Kolben der Feststellbremse fest frieren. Es soll Leute geben, die sich für den Darwin Award nominieren wollten und begannen, die festgefrorene Bremse mit offener Flamme zu lösen. Das ist eine schlechte Idee, da man sich meist in unmittelbarer Nähe zu Kraftstofftank- und Leitung befindet. Stattdessen sollte man auf ebenem Gelände parken und die Automatik-Gangschaltung auf P, die Handschaltung auf R stellen.

Regionale Unterschiede

Aus irgendeinem Grund werden Feststellbremsen in Europa mit wesentlich mehr Spannung ausgeliefert als in den USA. Bei amerikanischen Autos wird man mit Ausnahme des Warnlichts für die Handbremse (P) im Cockpit beim Anfahren wenig von ihrer Existenz bemerken, bis Du schließlich am Geruch erkennst, dass sie Dir gerade weg gebrannt ist.


Dieser Text ist an Personen gerichtet, die sich selbst um Pflege und Wartung ihres Fahrzeugs kümmern (wollen). Auf dieser Seite wird privates Wissen vermittelt. Der Autor, der Übersetzer und der technische Anbieter dieser Seiten sind nicht verantwortlich für Sach- oder Personenschäden, die direkt oder indirekt durch das praxisnahe Umsetzen dieses Textes entstehen. Wer sich selbst oder sein Auto verletzt, findet bitte einen anderen Schuldigen. Dies ist die einzige rechtlich autorisierte Übersetzung der Car Bible von Chris Longhurst in deutscher Sprache.

Die Bremsen Bibel (Teil 1)

Bremsen – was soll das?

Die schnelle Antwort: Sie verlangsamen dein Tempo (Wow, diese Zeile ist verdächtig für die Nominierung zum Wortspiel-Award)

Die ausführliche Antwort: Bremsen sind darauf ausgerichtet, um ein Fahrzeug zu verlangsamen, aber möglicherweise nicht so wie man denken könnte. Ein weit verbreiteter Irrtum ist anzunehmen, dass Bremsen gegen eine Trommel oder eine Scheibe drücken, und dass der Druck dafür verantwortlich sei, das Fahrzeug zu verlangsamen. Nun ja, das ist nur ein Teil Gleichung. Tatsächlich wandeln Bremsen die Energieform. Wenn sich ein Fahrzeug bewegt, sprechen wir von kinetischer Energie. Beim Bremsen wird die kinetische Energie in thermische Energie umgewandelt. Die Kühlung führt die Wärme ab und das Fahrzeug verliert an kinetischer Energie bis zum Stillstand. Dies beruht auf dem ersten Hauptsatz der Thermodynamik auch bekannt als Energieerhaltungssatz. Während alle Energieformen unter gewissen Bedingungen vollständig in thermische Energie umgewandelt werden können, gilt das in umgekehrter Richtung nicht.

Wer Motorrad oder Autos im Rennsport fährt, kennt den Verlust der Bremskraft, wenn die Wärmeentwicklung zu groß wird. Der eine oder andere kennt vielleicht auch die Warnungen bei starkem Gefälle, die Motorbremse zu verwenden. Denn sind die Teile einer Bremse erst einmal heiß gelaufen, können sie nicht mehr den benötigten Teil der kinetischen Energie umwandeln. Unter starker Hitze neigt das Material zur Vaporisation, bildet ein heißes Gas, das versucht, zwischen Bremsbelag und Bremsscheibe zu entweichen. Ähnlich wie Reifen bei Aquaplaning findet kein Kontakt der beiden Komponenten statt und somit unterbleibt die Reibung. Voila. Bremsverlust.

Die übliche Lösung wäre, jetzt weniger zu Bremsen und im Idealfall anzuhalten, bis die Bremsen abgekühlt sind. Außerdem ist der oben beschriebene Verlust der Bremsleistung eher bei älteren Fahrzeugen anzutreffen. Bei moderneren gelochten und innen belüfteten Bremsen, können die Bremsbeläge wesentlich heißer werden. Dann wird aber irgendwann die Bremsflüssigkeit sehr heiß und wirft Blasen, weil sie kocht. Da Gas aber wesentlich komprimierbarer ist als Bremsflüssigkeit, kann man den Fuß gar nicht tief genug auf das Bremspedal stützen. Voila. Schon wieder Bremsverlust.

BremsscheibentypenIch spare mir an dieser Stelle die sehr ausführliche Behandlung von verschiedenen Bremsscheibentypen, Bremsbelagtypen und Bremsentypen in der Übersetzung. Wer daran im Detail interessiert ist, findet eine Abhandlung in englischer Sprache in Chris Loghursts Brake Bible . Stattdessen gehe ich direkt über zur


Übertragung der Bremskraft

Alles gut und schön mit den Bremsen, aber diese müssen ja auch irgendwie ausgelöst werden.

Seilzug- oder Bowdenzugbremse

Dies ist die einfachste verfügbare Bremse. Ein Seilzug ist am einen Ende mit einem Hebel verbunden und sobald man mit dem Fuß oder der Hand diesen Hebel betätigt, wird auf der anderen Seite des Zuges ein Hebel ausgelöst, der zwei Teile einer Bremszange zusammen drückt. Üblicherweise ist diese Art einer Bremse bei Fahrrädern zu finden.

Bremsstange

Einen kleinen Schritt weiter sind wir bei der Bremsstange, wie sie meist bei älteren Motorrädern und einigen Oldtimern anzutreffen ist. Diese Bremse erlaubt uns, die Bremskraft über diverse Hebel zu verstärken. Typischerweise wirkt die Bremskraft dann auf Trommelbremsen. Der Nachteil ist, dass dieser Bremsentyp Scharniere und Drehgelenke benötigt, um die genaue Position der einzelnen Teile der Bremse zu fixieren.

Hydraulische Einkreisbremse

Noch einen Schritt und wir sind bei den heute üblichen Bremssystemen angekommen. Verschwunden waren die Bowdenzüge und Stangen und stattdessen ersetzt durch ein System von  Geberzylinder, Nehmerzylinder, Kolben, Flüssigkeitsbehälter und Hydrauliköl. Diese werden durch eine Bremsleitung verbunden und mit nicht komprimierbarem Hydrauliköl gefüllt (siehe Abbildung unten). Wenn die Bremse betätigt wird, drückt dies einen kleinen Teil der Bremsflüssigkeit in den Geberzylinder. Weil die Flüssigkeit aber nicht verdichtet wird, kann der Druck über die Bremsleitung umgehend zum Nehmerzylinder weiter geleitet werden, wo der Bremskolben herausgedrückt wird. Wegen dieser Konstruktion kann Wärme von den Bremsen wieder in die Bremsflüssigkeit abgeleitet werden.

Hydraulische Zweikreisbremse

Dieses kompliziertere System ist zumeist bei High-End Autos oder modernen Motorrädern – besonders bei BMW – zu finden. Es arbeitet mit zwei getrennten Hydraulikkreisläufen. Einer ist der Steuerungskreislauf und dieser wird mit dem Fuß oder der Hand betätigt. Der zweite wird nur über eine Computersensorik gesteuert und löst das eigentliche Bremsen aus. Wenn der Fahrer das Bremspedal betätigt, wird ein Signal über den Steuerungskreislauf an die Bremseinheit gegeben. Dort wird gemessen, mit welcher Stärke das Bremspedal betätigt wurde. Über ein Servopumpensystem wird dies dann an den Bremskreislauf weiter gegeben. Dabei kann die Kraft erheblich verstärkt werden und zudem kann der Computer eingreifen, wenn jemand etwas sehr sinnloses – wie zum Beispiel eine Vollbremsung bei über 180 km/h – auslöst. Stattdessen wird das ABS oder andere Bremsassistenten ermöglichen, weiterhin die Kontrolle über das Fahrzeug zu behalten. Der Vorteil des Zweikreisbremssystems ist, dass der Steuerungskreis nicht der Wärmeableitung ausgesetzt ist. Nachteilig ist die doppelte Wartung von zwei getrennten Hydraulikkreisläufen.

Brake-by-wire

Das fortschrittlichste heute auf dem Markt verfügbare Bremssystem ist brake-by-wire. Diese direkt aus dem Rennsport übertragene Technik ist in einigen Teilen sehr ähnlich zur oben beschriebenen hydraulischen Zweikreisbremse. Nur ist hier das Steuerungssystem nicht mehr hydraulisch, sondern elektronisch aufgebaut. Das Bremspedal ist mit einem sehr empfindlicher Regelwiderstand verbunden. Hierüber wird an den Steuerungscomputer ein unterschiedlich starkes Signal weiter geleitet. Ab dem Steuerungscomputer funktioniert das Bremssystem wie schon für den zweiten Kreis oben beschrieben.

Der Vorteil dieses Systems ist, dass man das Bremspedal eigentlich überall verbauen kann. Um dem Fahrer auch das Gefühl zu geben, dass er wirklich einen Bremswiderstand hat, haben die meisten Systeme eine Feedback-Schleife eingebaut, die künstlich einen bestimmten fühlbaren Gegendruck aufbaut. Tatsächlich ist aber keine physische Verbindung zum tatsächlichen Bremskreislauf vorhanden.


Dieser Text ist an Personen gerichtet, die sich selbst um Pflege und Wartung ihres Fahrzeugs kümmern (wollen). Auf dieser Seite wird privates Wissen vermittelt. Der Autor, der Übersetzer und der technische Anbieter dieser Seiten sind nicht verantwortlich für Sach- oder Personenschäden, die direkt oder indirekt durch das praxisnahe Umsetzen dieses Textes entstehen. Wer sich selbst oder sein Auto verletzt, findet bitte einen anderen Schuldigen. Dies ist die einzige rechtlich autorisierte Übersetzung der Car Bible von Chris Longhurst in deutscher Sprache.

Wie finde ich eine gute Werkstatt?

Jeder Autofahrer muss sein Fahrzeug früher oder später einmal in eine Werksstatt fahren. Sei es, weil man einen konkreten Schaden hat oder auch nur weil die regelmäßige Inspektion oder Plakettenprüfung ansteht und man sich selbst die Hände nicht schmutzig machen möchte. Bei älteren Fahrzeugen hilft die Vertragswerkstatt meist nicht wirklich. Erstens stehen diese im Ruf, vergleichsweise teuer zu arbeiten, zweitens ist das Wissen um Fahrzeuge mit einem Alter von 20, 30 oder mehr Jahren bei Vertragswerkstätten der Automobilhersteller recht limitiert.

Glück hat, wer seine Werkstatt schon gefunden hat und dort zufrieden ist. Herzliche Gratulation! Die anderen müssen jetzt weiter lesen.

Im Blogbeitrag von Autoteileplaza werden recht eigenartige Kriterien genannt, eine gute Werstatt zu finden: Offene Türen, saubere Böden, Erinnerungen an Pflichttermine, …

Hey, vielleicht erkenne ich einen guten Mechaniker auch daran, dass er kein Tattoo auf dem Arm hat, oder was? In dem Buch Zen, oder die Kunst ein Motorrad zu warten wird behauptet, eine gute Werkstatt erkennt man daran, dass dort kein Radio spielt. Denn wo ein Radio spielt, müssten sich die Leute von ungeliebter Arbeit ablenken. Diese Argumentation ist ebenso krank. Das ist also keine Vorgehensweise. Wie also dann?

Gut beraten ist, wer Freunde hat, die sich auskennen, oder die zumindest vor den schwarzen Schafen der Brache warnen können. Und ansonsten haben wir heute das Internet! Ja, liebe Blogger von Autoteileplaza, soll man gar nicht glauben, aber in spezialisierten Foren und Gruppen bei Facebook wird schnell geholfen. Wer nicht so lange auf eine Antwort warten mag, kann bei Qype oder Autoplenum oder ähnlichen Seiten nach Erfahrungsberichten in der Region suchen.

Bei dieser Gelegenheit möchte ich ausdrücklich vor der Sattlerei Roberts in Köln, Neusser Straße warnen: Die Arbeiten dauern unverhältnismäßig lange, sind keineswegs so günstig, wie man anfangs glaubt und bei näherem Hinsehen ist die Arbeit Pfusch. Und das, obwohl der Meister immer persönlich zu sprechen ist, alles genau erklärt und der Laden nicht schmutzig wirkt.

Die Motorölbibel (Teil 1)

Wieviel ist Dir der Motor in Deinem Auto wert? Denke darüber nach, denn die Lebenserwartung dieser Maschine hängt zu einem nicht zu unterschätzden Teil von der Qualität des Öls ab, das eingefüllt wird. Seit Mitte der 80er hat eine enorme technische Entwicklung in Bezug auf das Motorenöl stattgefunden. Dazu beigetragen haben die Bedürfnisse, die durch moderne Motorenentwicklung nötig wurden mit 16 Ventil-Motoren, Turboladern und dergeleichen. Damit waren die Zeiten, in denen ein Öl für alle ausreichte endgültig vorbei.

Und was macht das Öl jetzt genau?

Hauptsächlich soll das Öl verhindern, dass Metallteile im Motor nicht ungeschützt aneinander Reiben. Hierdurch würden sich Riefen, Verformungen und sonstige Schäden ergeben und der Motor wäre schnell kaputt. Darüber hinaus soll das Öl Wärme aus dem Motor ableiten. Nicht zuletzt hilft das Öl die ganzen häßlichen Nebenprodukte der Verbrennung (wie Silikonoxide und Säuren) zu binden. Zum Schluss verhindert ein Ölüberzug, dass die Metallteile im Motor der Luft ungeschützt ausgesetzt sind und diese sonst eventuell rosten würden. Das alles macht das Öl unter erheblichem Druck- und Temperatureinfluss.

Wie verstehe ich die W Nummern auf den Produkten – zum Beispiel 15W40?

Einfache Öle werden zu dünnflüssig, wenn sie den Temperaturen moderner Motoren ausgesetzt werden. Hier kommen die Mehrbereichsöle ins Spiel. Dabei gibt die Nummer vor dem W an, welche Viskosität das Öl im kalten Zustand hat. Die Zahl hinter dem W gibt die Viskosität in erhitztem Zustand an. Also verhält sich beispielweise ein 5W40 Öl im kalten Zustand wie jedes andere 5er Öl. Erst bei Hitze zeigen sich die Unterschiede. Je kleiner die „Winter“-Nummer (daher kommt nämlich das W) ist, desto schneller verteilt sich das Öl beim Motorenstart in kalten Klimaten.

Eine schnelle Übersicht der Öle

Vollsynthetisch Charakteristik
0W-30
0W-40
5W-40
Kann den Treibstoffverbrauch reduzieren
Verbessert die Leistung des Motors
Sorgt für gute Kaltstarteigenschaften und schnelle Verteilung in kalten Klimaten
Zieht Nebenprodukte schnell vom Motor weg
Halbsynthetisch
5W-30
10W-40
15W-40
Besserer Motorschutz als bei rein mineralischen Ölen
Guter Schutz des Motors nach etwa 10 Minuten Warmlaufphase
Schützt etwa drei mal besser vor Motorenverschleiß als mineralische Öle
Der Ölwecheselintervall wird verlängert, dadurch weniger Ölwechsel im gleichen Zeitraum
Mineralisch
10W-40
15W-40
Grundschutz für verschiedene Motoren
Häufige Ölwechsel sind erforderlich

Der schwarze Tod und Ölschlamm

In den 80ern erlagen einige Motoren dem schwarzen Tod. Dies wurde hervorgerufen durch die verwendeten herkömmlichen Öle, aber zugleich besser und schneller befahbare Straßen mit leistungsstärkeren Motoren und geringere technische Toleranzen. Hierdurch wurde das Öl im Betrieb wesentlich höher erhitzt und in der Folge zu einem teerähnlichen Kleber umgewandelt, der nicht mehr die Anforderungen an Motorenöl erfüllte. Davon waren viele Autos betroffen, aber die von Ford und Opel (GM) am statistisch häufigsten. Obwohl ich davon abrate, kann man das experimentell nachstellen, indem man Öl in einer Pfanne extrem erhitzt. Entweder hat man dann das schwarze Zeug zur weiteren Untersuchung in der Pfanne oder die Küche steht dummerweise in Flammen. Wie auch immer, der schwarze Tod war Voraussetzung, damit die Industie bessere Öle entwickelte.

Ölschlamm tritt entgegen weit verbreiteter Meinung nicht nur bei defekter Zylinderkopfdichtung oder ähnlichem auf. Vielmehr kann das Zeug, das in seiner Konsistenz schwarzbraunem Yoghurt ähnelt, durch Zersetzungsprozesse der synthetischen und mineralischen Bestandteile im Öl unter Hitze und Druck entstehen. Hauptursache sind meist überzogene Ölwechselintervalle und zu starke Motorbelastung. Aber es gibt auch einen Verbraucherreport aus dem Jahr 2005, nach dem verschiedene Fahrzeuge von Audi, Chrysler, Saab, Toyota und Volkswagen Ölschlammbildung zeigten, obwohl die Wartung regelmäßig erfolgte.

Wie sieht Ölschlamm aus? Das Beispiel unten zeigt einen BMW Motor, der rund 30.000km ohne Ölwechsel im Stop-and-Go Stadtverkehr mit vielen Kaltstarts gefahren wurde und danach für etwa ein Jahr abgestellt wurde ohne zuvor einen Ölwechsel zu machen.

Ölschlamm

Darstellung von Ölschlamm (links normal, rechts Ölschlamm)

Was tun gegen Ölschlamm? Auf diese Frage gibt es keine ganz eindeutige Antwort. Manche raten zu einer Motorspülung. Allerdings könnten hierdurch zähe Teile im Öl dorthin gelangen, wo sie durch Verstopfung irgendwelcher Kanäle noch zerstörerischer sind. Und die Verwendung von Additiven ist vielleicht auch nicht der richtige Weg, denn es wurde berichtet, dass gerade die Additive erst den Ölschlamm verursachten. Wahrscheinlich ist sofortiges Abschalten und anschließende Revision des Motors und aller betroffenen Leitungen mit Totalzerlegung, Einzelreinigung und Neuzusammenbau die einzige aber auch aufwändigste Lösung.

Lebensalter von Motorenöl im Regal

Wie lange hält sich (ursprünglich) neues Motorenöl im Lager? Grundsätzlich schon ein paar Jahre. Öle altern hauptsächlich durch Druck- und Temperaturunterschiede. Wenn die Behälter ungeöffnet sind und somit weder Luft noch Feuchtigkeit eindringen konnten, die Öle immer zwischen 10°C und 25°C gelagert wurden und direkte Sonneneinstrahlung vermieden wurde, kann man auch 5 Jahre altes Öl verwenden. Dennoch unterscheiden sich die Produkte und man sollte auf der Verpackung nach Herstellerangaben suchen.

Was passiert wenn ich frisches vollsynthetisches Öl in meinen alten Motor kippe?

Diese Frage könnte von Leuten stammen, die zum Beispiel einen Gebrauchtwagen gekauft haben und nun die Historie mit frischem Öl neu beginnen wollen. Wenn der Motor und die Dichtungen alle in Ordnung waren, passiert erst einmal gar nichts. Vor allem werden die alten Dichtungen nicht porös oder schrumpfen oder sowas. Moderne synthetische Öle sind vollkompatibel in ihren Eigenschaften zu Mineralölen.

Dennoch sollte man ein paar Vorbereitungen treffen. Da Mineralöle Zusatzstoffe und Kleinstpartikel nicht oder anders vom Motor transportieren, kann man zuerst eine Motorspülung durchführen. Man sollte auch immer nur zu höherwertigem Öl wechseln. Niemals sollte nach jahrelanger Verwendung von halbsynthetischem Öl auf mineralisches gewechselt werden, da auch die Reibungseigenschaften andere sind.

Es gibt keine wissenschaftlichen Erkenntnisse, dass das Mischen von synthetischen und mineralischen Ölen schädlich wäre.  Allerdings nimmt das Gemisch immer nur die Eigenschaften des jeweils geringerwertigen Öls an.

Motorspülung

Das Öl für eine Motorspülung ist sehr, sehr dünnflüssig. Typischerweise ist dies ein 0W/20 Öl. Mit Ausnahme von ganz wenigen neuen Hybridfahrzeugen sollte man niemals mit diesem Öl fahren, weil es nicht auf Last ausgelegt ist. Obwohl man eine Motorspülung nur dann benötigt, wenn zuvor eine falsche Flüssigkeit eingefüllt wurde, hier die Vorgehensweise:

  1. Altes Öl ablassen, aber alte Ölfilter noch nicht entfernen
  2. Spülöl einfüllen und den Motor ohne Last 20 Minuten laufen lassen
  3. Spülöl ablassen und über das ganze Zeug wundern, dass da auch noch raus kommt
  4. Neuen Filter einsetzen, normales Öl einfüllen, fertig

Dieser Text ist an Personen gerichtet, die sich selbst um Pflege und Wartung ihres Fahrzeugs kümmern (wollen). Auf dieser Seite wird privates Wissen vermittelt. Der Autor, der Übersetzer und der technische Anbieter dieser Seiten sind nicht verantwortlich für Sach- oder Personenschäden, die direkt oder indirekt durch das praxisnahe Umsetzen dieses Textes entstehen. Wer sich selbst oder sein Auto verletzt, findet bitte einen anderen Schuldigen. Dies ist die einzige rechtlich autorisierte Übersetzung der Car Bible von Chris Longhurst in deutscher Sprache.

 

Grundlagen der Fahrzeugwartung

Auf den Seiten der Yountimer Garage werden immer wieder detaillierte Informationen über Reparaturen, Verfahrens- und Arbeitsweisen rund ums Fahrzeug und dabei speziell für Oldtimer und Youngtimer zu finden sein. In diesem Beitrag werden die absoluten Grundlagen zur regelmäßigen Wartung zusammen getragen. Wenn Du nicht finden kannst, wonach Du suchst, versuche es mal mit der Stichwortsuche auf der rechten Seite. Wenn das immer noch nicht zu einem Ergebnis geführt hat oder wenn Du einen Vorschlag zu dem Text hast, nutze einfach das Kontaktformular.

Reifen

Rotiere Deine Reifen!

Alle 8000km sollten die Reifen unabhängig von ihrer Abnutzung durchgetauscht werden. Am einfachsten geschieht dies beim Wechsel von Sommer- und Winterreifen. Dabei werden zum Ausgleich der Abnutzung die Positionen der vorderen und hinteren Reifen gewechselt. Zur großen Überraschung einiger Leute geschieht dies aber nicht im oder gegen den Uhrzeigersinn. Die Reifenabnutzung steht im Zusammenhang mit der Position, die der am Fahrzeug montierte Reifen hat. Durch die Rotation der Position wird nur eine gleichmäßigere Abnutzung sicher gestellt. Wer allerdings nicht das Geld für neue Gummis aufbringen möchte, der sollte sein Auto lieber stehen lassen, als davon auszugehen, dass allein der Tausch von Vorder- gegen Hinterräder wieder Profil auf alte Reifen brächte.

Wie man die Räder tauscht, hängt davon ab, ob man ein front-, heck- oder allradgetriebenes Fahrzeug bewegt und ob die Gummis bidirektionale oder unidirektionale Profilierung haben. Bei einem unidirektionalen Profil kann der Reifen nur bei Drehung in eine Richtung optimale Fahreigenschaften leisten. Man erkennt diese Reifen meist an einem Pfeil, der die Laufrichtung des Rades kennzeichnet. Unidirektionale Reifen werden daher jeweils auf einer Seite vorn und hinten getauscht. Näheres erklären die Abbildungen unten.

Frontantrieb, bidirektional Heckantrieb, bidirektional Allrad, bidirektional unidirektional

Entferne regelmäßig den Bremsstaub

Bremsstaub enthält alle möglichen schäußlichen Substanzen. Wenn dieser zu lange in Verbindung mit Straßendreck und Feuchtigkeit reagiert, kann sich die durch starkes Bremsen erhitzte Substanz in die Gummireifen einbacken. Das Abwaschen von Bremsstaub mit kaltem Wasser und Schwamm sorgt dafür, dass sich gar nicht erst genug Material zum einbacken sammeln kann.

Überprüfe den Reifendruck

Wer den Reifendruck wöchentlich oder bei jeder Tankfüllung überprüft, handelt vorbildlich. Falscher Reifendruck beeinflusst Kraftstoffverbrauch, Fahreigenschaften und -komfort.

Überprüfe die Profiltiefe

Breite und profillose Reifen (Slicks) haben im Motorsport bestimmt ihre Berechtigung, aber dies gilt nicht für den täglichen Straßenverkehr. Inzwischen haben die meisten Reifenhersteller 2mm Verschleißmarken im Profil. An diesen kann man erkennen, ob das Profil die Verschleißgrenze erreicht hat. Vier neue Räder mögen auf den ersten Blick eine ganze Stange Geld kosten, sind aber in den meisen Fällen billiger als ein Unfall.

Motor

Die Riemen

Üblicherweise recht weit vorn im Motorraum findet man meist eine ganze Serie von Zahnriemen, Keilriemen und Treibriemen aus Gummi, die sich über verschiedene Räder drehen und dabei alles mögliche von Lichtmaschine über Ventilator bis hin zur Klimanalage antreiben. Das Material Gummi hat die dumme Eigenschaft zu altern und dies ganz besondern unter den schlechten klimatischen Bedingungen wie man sie im Motorraum findet. Je nach Hersteller und Verwendung müssen die einzelnen Riemen nach jeweils 40.000 bis 100.000 km gewechselt werden. Genauere Angaben gibt hierzu die Betriebsanleitung des Fahrzeugs.

Überprüfung des Ölstandes

Prüfen des Ölstandes. Anklicken für Großansicht.

Das kann nun wirklich jeder! Bei den meisten Ölstandverweigerern herrscht eher Angst vor Dreck als Unwissenheit. Dabei ist die Überprüfung des Motoröls schnell gemacht. Wenn der Ölstand zu hoch oder zu niedrig ist, kann dies Schäden für den Motor bedeuten. Um den Ölstand zu messen, muss das Fahrzeug auf ebenem Grund abgestellt sein. Es ist ratsam zu warten, bis sich der Motor nach der Fahrt etwas abgekühlt hat.  Dann wird der Prüfstab herausgezogen und erst einmal gereinigt. Danach wird er wieder eingeschoben, bis der obere Rand bündig mit Peilrohr abschließt. Nach einem kurzen Moment wird der Prüfstab wieder herausgezogen.  Liegt der Ölstand zwischen den beiden beiden Markierungen für Minimum und Maximum (oder H und L) ist alles gut. Sollte Öl fehlen, kann man etwas nachfüllen. Auf den Bildern sieht man den Motor eines Honda, bei dem die Markierungen auf dem Stab durch zwei Punkte dargestellt werden.

Kühlflüssigkeit überprüfen

Auch das kann jeder! Da jeder Motor etwas anders aufgebaut ist, schaut man im Zweifel im Handbuch nach, wo der Kühlflüssigkeitsbehälter angebracht ist. Üblicherweise handelt es sich um einen weißen, halbtranparenten Behälter, der rechts oder links im Motorraum fest genietet oder geschraubt ist.
Man wartet, bis der Motor vollständig erkaltet ist und sucht außen auf Behälter nach den den Minimum- und Maximummarkierungen. Die Flüssigkeit muss sich genau zwischen den beiden Markierungen befinden.
Entferne niemals den Verschluss des Kühlers, um den Kühlflüssigkeitsstand zu prüfen. Ein resterhitztes Kühlsystem kann immer noch unter Druck stehen und durch Wasserdampf Verbrennungen verursachen.

Elektrik

Trennen und Anschließen der Batterie

Immer wenn am Fahrzeug arbeiten statt finden, die das elektrische system betreffen, sollte vorher die Betterie abgeklemmt werden. Dazu wird zuerst die Verbindung zum negativen Pol (Masse) gelöst. Mit Kabelbinder oder ähnlichem wird das Kabel dann nach hinten gebunden, um es nicht versehentlich wieder zurück rutschen zu lassen, womit der Stromkreis wieder geschlossen wäre. Soll die Batterie ausgebaut werden, macht man das gleiche auch mit der Verbindung zum positiven Pol. 
Warum erst negativ und dann positiv? Wenn Du den Pluspol zuerst löst, ist die Minusseite immer noch mit allen metallischen Teilen des Fahrzeugs verbunden. Durch nur geringe Unachtsamkeit wie z.B. ein fallendes Werkzeug kann sich schnell ein Kurzschluss bilden.

Um die Batterie wieder anzuschließen wird zuerst der Pluspol und dann der Minuspol aus dem gleichen Grund verbunden. Beim Anschluss der Masse wird meist ein kleiner Funken überspringen.  Keine Angst, das ist ganz normal. Zum Abschluss sollten noch die Schutzkappen über die Batteriepole geogen werden. Fertig.

Überprüfung der Pole

Die meisten modernen Fahrzeuge haben ein 12 Volt elektrisches System mit Masse am Minuspol. Wenn die Batteriepole oder Kontakte nicht sauber sind, kann der Stromfluss gestört sein. Zur Reinigung werden wie oben beschrieben die Polkappen frei gelegt. Danach kannst Du mit einer kleinen sauberen Drahtbürste die Batteriepole einzeln polieren und das gleiche mit den Kontakten machen. Wer es perfekt will, trägt dann noch Batteriefett auf die Kontaktstellen auf. Danach wird die Batterie wie oben beschrieben angeschlossen.

Licht

Die Kontroll-Leuchte oder ein Blinklicht blinkt schneller als das andere

Wenn eine Seite schneller blinkt als die andere, ist eine der Blinkleuchten defekt. Beim Fachhändler – oder wenn es denn unbedingt sein muss auch im Baumarkt – wird man die richtige Lampe finden und kann sie dann ersetzen. Wie das geht, steht im Handbuch. Das ist für jedes Fahrzeug unterschiedlich und es würde zu weit führen, dies hier genauer zu beschreiben.

Berühre den Glaskörper nicht mit den Fingern

Die meisten Scheinwerferbirnen sind mit Edelgasen (Halogen) gefüllt und besitzen einen speziellen Überzug auf dem Glas. Schweiß, Öl und Dreck auf den Fingern könnten in feinen Spuren auf dem Glas zurück bleiben und wenn man das Licht einschaltet, wird die Birne sehr heiß. Die Fingerabdrücke werden aber noch heißer und die entstehenden Spannungen können das Glas zerspringen lassen. Man kann dies verhindern, indem man einen speziellen Glashalter verwendet oder die Birne nur an der Metallfassung berührt oder saubere Handschuhe beim Wechsel anzieht.



Dieser Text ist an Personen gerichtet, die sich selbst um Pflege und Wartung ihres Fahrzeugs kümmern (wollen). Auf dieser Seite wird privates Wissen vermittelt. Der Autor, der Übersetzer und der technische Anbieter dieser Seiten sind nicht verantwortlich für Sach- oder Personenschäden, die direkt oder indirekt durch das praxisnahe Umsetzen dieses Textes entstehen. Wer sich selbst oder sein Auto verletzt, findet bitte einen anderen Schuldigen. Dies ist die einzige rechtlich autorisierte Übersetzung der Car Bible von Chris Longhurst in deutscher Sprache.

Youngtimer Garage Köln

Obwohl ich bemüht bin, täglich einen Beitrag zu schreiben, war es gestern still Im Blog. Das hat einen Grund:

Diese Seite nennt sich deshalb  „Youngtimer Garage“, weil sie das mediale Anhängsel zu einer echten Youngtimer Garage ist.

Tatsächlich handelt es sich hierbei um einen ca. 350qm großen Hallenkomplex zuzüglich Außenstellplätze in Köln Weidenpesch. Hier werden ab Frühjahr 2011 diverse Youngtimer Fahrzeuge von Privatpersonen abgestellt, gewartet, verbessert, gepflegt und ggf. auch mal verkauft. Durch Austausch unter Gleichgesinnten und das eine oder andere kleine Event wird sich hier sicher in naher Zukunft ein weiterer Hot-Spot der Kölner Oldtimer und Youngtimer Scene bilden.

Gestern wurde nicht gebloggt, gestern wurde der Kaufvertrag der Halle beim Notar unterschrieben.

Als nächstes muss ich in der Schrauberhalle mit meinen eigenen Fahrzeugen einziehen, diverse kleine Umbaumaßnahmen erfolgen lassen – denn hier und da muss wohl eine Trennwand weichen, eine Hebebühne installieren, 400V Anschlüsse an Stellen verlegen, wo sie jetzt noch nicht sind und spätestens dann dürfen auch andere Youngtimer-Besitzer ihren Schrauberplatz beziehen.

Einzelne Interessenten sind mir schon jetzt bekannt. Grundsätzlich ist jeder willkommen, der sich – egal ob länger oder nur für begrenzte Zeit – um sein Fahrzeug kümmern will, sofern es mindestens 20 Jahre alt ist. Weitere Informationen und Bilder folgen in Kürze.

Anfragen zur Schraubergemeinschaft für Youngtimer und Oldtimer nehme ich über das Kontaktformular entgegen. Weitere Informationen gibt es oben rechts mit Klick auf Werkstatt- und Stellplätze zu vermieten.

Empfehlung: Motorschrauber

Motorschrauber

Logo vom Motorschrauber (c)

Heute möchte ich einen anderen Blog zur Lektüre empfehlen. Leider ist es kein aktiver oder endloser Blog, sondern ein inzwischen abgeschlossenes Tagebuch. Mit viel Humor und Selbstironie beschreibt Andreas Oswald Pollheimer hier die Restaurierung seiner Ape vom Kauf bis zur Fertigstellung. Danach war sein Projekt im Jahr 2009 beendet und der Blog auch. Dennoch immer noch lesenswert, denn jeder Schrauber kennt diese oder ähnliche Erlebnisse und nimmt die Geschichten gern mit einem Schmunzeln zur Kenntnis.

Auf zum Motorschrauber.