Pinstriping

Lust auf Farbe und Individualität?

Wem Airbrush zu 80er und 90er ist und wem Beklebungen zu billig erscheinen, wer auf echte Handarbeit mit sanftem Übergang zur Kunst steht und wer zudem auch noch möglicherweise einen Hot Rod oder Custom Car sein Eigen nennt, kommt am Pinstriping nicht vorbei. Eddie Torres zeigt in dem Video, was mit einem Pinsel und ruhig geführter Hand möglich ist. Gutes Pinstriping ist eben weit mehr als nur eine dünne Doppellinie zu ziehen.

Der Begriff Pinstriping leitet sich vom englischen Wort für Nadelstreifen ab und war in den 50er Jahren in den USA eher den Prolls vorbehalten. Inzwischen erlebt dieses Retro-Handwerk auch bei uns wieder ein Revival. Im Gegensatz zum sehr glatten Airbrush, lebt Pinstriping davon, dass eben nicht alles ganz perfekt ist und die aufgetragenen Lines gern eine Erhebung auf dem Lack erzeugen. Dennoch sind es hierzulande zumeist Airbrusher, die nebem ihrer Luftdüse auch mal gekonnt den Pinsel schwingen und ihre Dienste anbieten. Das Angebot ist gar nicht so klein und die Kosten sind überschaubar. Man sollte sich aber Fotos von bisherigen Arbeiten zeigen lassen, ob der persönliche Stil des Pinstripers gefällt.

Wer es selbst versuchen möchte, kann auch einen Kurs besuchen. Diese werden meistens tageweise zwischen 90 und 130 Euro angeboten. Das benötigte Material bekommt man günstig bei ebay: Pinsel um 10 Euro, die Dose Lack ab 15 Euro.

VW – Die dunkle Seite der Macht

Das Original (Volkswagen AG)

 

Die Fälschung (Greenpeace)

Nachtrag: Das Studio von Star-Wars-Erfinder George Lucas sieht seine Urheberrechte durch das Video von Greenpeace verletzt. Darum wurde der Clip bei Youtube gelöscht. Dabei geht es weniger um die verwendeten Charaktere als vielmehr um die unterlegte Musik. YouTube hat nun auf Antrag von Lucasfilm mal eben den gesamten Greenpeace Kanal deaktiviert. Die Kampagne samt Video ist aber weiterhin noch hier zu sehen: http://www.vwdarkside.com/

Im Gegensatz zu meinen alten Autos wird das Hosting der Youngtimer Garage übrigens nicht verbleit, sondern dank Goneo GoGreen mit Ökostrom betrieben. Und auch die Schrauberhalle der Youngtimer Garage in Köln wird mit gutem, sauberem Strom von Entega versorgt. Dennoch: Erst wenn das letzte Altmetall verrostet und die letzte Tankstelle geschlossen ist, werdet Ihr merken, dass man bei Greenpeace nachts kein Bier kaufen kann.

Wolle Auto verkaufe?

Wer kennt sie nicht, die kleinen lustigen Kärtchen, die ein eifriger Händler für Exportfahrzeuge mal wieder zwischen Seitenscheibe und Dichtung geklemmt hat?
Der Blog Wolle Auto verkaufe nimmt sich ganz diesem Thema an und stellt mit bissigen Kommentaren die schönsten Exemplare vor.

Eingescannte Autokärtchen dürfen (mit Rückseite) an abwracker@googlemail.com geschickt werden.

Statische Aufladung im Auto

Wir beginnen diesen Artikel mit einer aktuellen Anekdote aus belauscht.de:

 

München. In einer Autowerkstatt.

Eine Frau, Mitte 40, diskutiert mit dem Chefmechaniker. Offenbar hat sie mehrmals beim Aussteigen aus ihrem Auto einen Stromschlag erhalten. Nun wurde dem Auto auf ihren Wunsch hin ein Erdungskabel hinzugefügt, welches deutlich zu sehen ist.

Frau: “Nein, Herr Graf, so kann ich doch nicht rumfahren! Wie sieht denn das aus?!”
Mechaniker: “Ja das tut mir leid, aber das muss so sein, sonst kann der Strom ja nicht in die Erde abgeleitet werden.”
Frau: “Nein, also nein! Und dann auch noch als Frau! Was sollen denn da die Leute denken? Da spricht mich ja jeder drauf an!”

Sie überlegt kurz, dann: “Und wenn man das oben festklebt, dann sieht’s ja keiner… Können Sie das festkleben?”
Mechaniker: “Nein, tut mir leid, das Kabel muss am Boden schleifen, sonst erfüllt es seinen Zweck nicht.”
Frau (überlegt nochmal): “Und wenn ich’s einfach in den Kofferraum lege…?”

Und jetzt noch einmal in schlau:

Die statische Aufladung im Auto entsteht in Abhängigkeit von Luftfeuchtigkeit, Kleidung und Bepolsterung.  Während des Fahrens reibt die Kleidung an den Polstern des Fahrzeugs und baut dadurch eine statische Ladung auf. Wenn man dann beim Aussteigen nicht aufpasst, wird der Überschuss an Ladung über die Karosserie mit einem kleinen Blitz abgeleitet.

Man kann diesen Effekt wesentlich entschärfen, indem man beim Aussteigen zuerst Kontakt mit dem Blech der Tür (also nicht mit dem Türgriff aus Kunststoff) aufnimmt und dann erst einen Fuß auf den Boden stellt. Deshalb bringt das Gummiseil oder der Kupferdraht unter dem Auto auch wenig bis gar nichts, weil sich ja üblicherweise nicht das Auto, sondern der Fahrer statisch auflädt. Alternativ könnte man Kleidung mit wenig Woll- oder Kunstfaseranteil tragen und sich zudem auf Lederpolster setzen. Nackt fahren wäre auch eine Möglichkeit, um die Aufladung zu vermeiden oder extrem zu reduzieren. In Abhängigkeit von eurem sonstigen Auftreten sowie Auslegung der Anklage verstößt letzteres aber eventuell gegen §183 StGB (öffentliches Ärgernis) oder §118 OWiG (Belästigung der Allgemeinheit).

Vergleich der Oldtimer Magazine

Wer sich heute in der Tankstelle oder im Kiosk vor das Zeitungsregal stellt, wird mindestens über eine Regalbreite Automagazine sehen. Nur Fernsehzeitschriften mit Blondine und blauem Hintergrund und selbstverständlich typische Frauenzeitschriften gibt es noch häufiger. Unter den Automagazinen nimmt das Thema Oldtimer immer breiteren Raum ein. Kein Wunder, die modernen Fahrmaschinen sind für den normalen Leser technisch viel zu komplex und aufgrund eines Wandels der Werte emotional auch nicht mehr fassbar. Sprich: Das eigene Auto wird im Alltag genutzt, geschätzt aber nicht mehr geliebt. In der Folge sinkt das Interesse am Thema.

Da wir uns hier aber auch nicht mit modernen rundgelutschten Hybridboliden mit Start-Stopp-Automatik befassen, sondern mit altem Eisen, möchte ich im Folgenen die wichtigsten Vertreter der deutschen Printmagazine für Youngtimer und Oldtimer vergleichen.

 

Titel Oldtimer Markt Oldtimer Praxis British Classic Cars
Weblink http://www.oldtimer-markt.de/ http://www.oldtimer-markt.de/ http://www.classic-verlag.de
Erscheinungsweise monatlich monatlich 2 monatlich
Preis

3,20 €

2,10 €

3,90 €
Oldtimer *** *** ***
Youngtimer

**

** *
Motorräder

*

*
US-Cars

*

*
britische Klassiker

*

* ***
asiatische Klassiker

*

*
Kleinanzeigen

***

** **
Bemerkung Von vielen als das beste Blatt für klassische Fahrzeuge genannt und zudem mit dem umfassensten Kleinanzeigenteil (50% des gesamten Heftes). Behandelt Themen sehr ausführlich und kompetent über teilweise mehr als 5 Seiten. Auch Zweiräder und Exoten finden Beachtung. Erscheint im 14 tägigen Wechsel mit der Oldtimer Praxis. Sehr ähnlich zum Oldtimer Markt aber wie der Titel schon erwarten lässt, geht es weniger um’s Handeln als vielmehr um’s Hand anlegen. Besonders zu empfehlen sind die Themensonderhefte aus dem gleichen Verlag. Der Preis hierfür ist dann zwar zweistellig vor dem Komma, aber jeden Euro wert. Ein spezialisiertes Heft mit geringer Auflage. Meist nur im gut sortierten Handel oder am Bahnhof- und Flughafenkiosk zu finden. Da die Leserschaft spezialisiert ist, lohnt sich ein Inserat im Anzeigenteil eher als im Massenblatt. Die Artikel decken die Bandbreite von Traumauto über Restaurierung und Techniktipps bis zum britischen Youngtimer ab.
Titel Motor Klassik Youngtimer Youngtimer Scene
Weblink http://www.motor-klassik.de/ http://www.motor-klassik.de/ http://youngtimerscene.de/
Erscheinungsweise monatlich 2 monatlich 6 Ausgaben im Jahr
Preis

4,80 €

3,00 €

3,90 €
Oldtimer *** *
Youngtimer * *** ***
Motorräder
US-Cars *
britische Klassiker * *
asiatische Klassiker * *
Kleinanzeigen * * *
Bemerkung Das Heft behandelt meist sogenannte Traumklassiker zu teilweise unerschwinglichen Preisen. Der typische Leser lässt eher Schrauben und kann sich dies auch leisten. Maybach, E-Type und Adenauer finden hier ihre Interessenten im Tweed Anzug vor imposanter Kulisse mit Schloss im Hintergrund. Die „Szene“ fährt zur Veterana oder Alpen Rally nach St. Moritz. Autos aus den 70er und 80er Jahren. Vereinzelt frühe 90er. Der inhaltliche Schwerpunkt liegt bei Brot und Butter Fahrzeugen. Der Verlag versucht hier offensichtlich eine Abgrenzung zur meist betuchteren Klientel der ‚echten‘ Oldtimer im Heft Motor Klassik und spricht das Hobby des Einsteigers an. Daher auch gerne Kaufhilfen und Anfängertipps im Angebot. Das Heft fühlt sich im Glossycover erst einmal recht hochwertig an. Der Anzeigenteil ist für private Angebote kostenlos, aber dennoch im Unfang sehr überschaubar. Zumeist werden europäische Autos im Alter um die 30 Jahre vorgestellt. Den Hauptteil machen die Reports mit großenformatigen Bildern aus, ein paar Veranstaltungshinweise und Produktvorstellungen runden den Inhalt ab. Keine aktiven Schraubertipps.
Titel Auto Bild Klassik Motor Maniacs Auto Classic
Weblink http://www.autobild.de/klassik/ http://www.motor-maniacs.de/ http://www.autoclassic.de
Erscheinungsweise monatlich 2 monatlich 2 monatlich
Preis

3,90 €

5,00 €

4,20 €

Oldtimer ** * **
Youngtimer *** *** **
Motorräder
US-Cars * ***
britische Klassiker * * *
asiatische Klassiker
Kleinanzeigen ** * *
Bemerkung Die Volkszeitung zum Volkswagen. Versucht alle Bereiche des alten Autos abzudecken, wobei die Verteilung der Artikel auch ziemlich genau den Zulassungszahlen in Deutschland entspricht: Viel Mercedes, VW, Ford, Opel. Wenn Oldtimer-Markt in dem Segment der „Spiegel“ ist, dann ist das Blatt aus dem Springer-Verlag der „Focus“: Schnelle Lektüre im Wartezimmer zum Ablenken. Der völlige Gegensatz zu Motor Klassik: Weniger Blitziblinki Oldtimer von Bugatti werden zu sehen sein als vielmehr der Old-School Hot Rod oder ein mattschwarzer Cadillac Eldorado. Der typische Fahrer trägt Jeans und T-Shirt über dem Oberarmtattoo. Journalistisch mit einigen Schwächen, aber mit Abstand das coolste Magazin im Zeitschriftenregal. Das schwächste und meiner Meinung nach überflüssigste Heft im Vergleich. Inhaltlich irgendwo zwischen Youngtimer und Autobild Klassik. Mit keinem Mehrwert für den etwas höheren Preis gegenüber der Konkurrenz.

 

Als Sticker noch Aufkleber hießen

In den 70er und 80er Jahren wurde es üblich, nicht nur Warnhinweise oder Urlaubserinnerungen, sondern auch plakative Werbung oder politische Meinung am Fahrzeug zu tragen. Das sicherte – ebenso wie das zugehörige Fahrzeug – durch einfaches Abziehen und Aufpappen schnell die Zugehörigkeit zu einer bestimmten mobilen Gruppe. Die Aufkleber wurden natürlich gern auch mal über eine nicht mehr ganz optimale Lackstelle am Heck geklebt oder sonst einfach am Scheibenrand positioniert. Bei manch einem Fahrer brach plötzlich die Sammelleidenschaft aus und man erkannte vor lauter Aufklebern die Fahrzeugfarbe kaum noch. Letzteres galt besonders für Wohnmobile.

Fast reflexartig denkt man bei den Stichworten 70er Jahre und Aufkleber sofort an die Prilblume, aber deren Trägermaterial war aus Papier sowie die Farben nicht UV-beständig und somit nicht für den Außeneinsatz geeignet.
Manches Motiv hat sich bis heute gehalten wie zum Beispiel der Sylt-Aufkleber (früher gern auf Golf GTI kombiniert mit paarungswilligen Rabbits) oder das unvermeidliche Baby-an-Board. Andere Motive waren fast ausgestorben und erleben jetzt aus aktuellem Anlass ein ungeahntes Revival wie Atomkraft? Nein Danke.
Einige Autos wie R4 oder 2CV-Ente eigneten sich aus Sicht der Besitzer eher zum Bekleben als andere.

In den späten 80er Jahren und danach prangte quer über die Heckscheibe des Opel der Kenwood Aufkleber: Die damals einfachste und billigste Form des Hinterhof-Tunings. Nach der Jahrtausenwende wurde dies durch Tribals auf tiefer gelegtem Audi abgelöst. Ich hätte hier auch gern entsprechende Motive aus der DDR präsentiert, aber dort waren besonders die licht- und wetterbeständigen Klebebildchen wohl Mangelware.

Rockstars und ihre alten Autos

Gestern noch hatte ich über die Verbindung von Oldtimern, Youngtimern und die jeweilige Musik der Zeit geschrieben. Heute lese ich in der FTD von Nick Mason. Der Mann ist nun schon etwas älter, war aber in seiner besten Zeit der Drummer von Pink Floyd. Nick Mason arbeitet nun als Investmentberater für IGA-Fonds. Die wiederum pumpen 150 Mio US$ in alte Autos. Nein, nicht solche wie Deines und meines, sondern diese hochglanzpolierten Überautos jenseits jeder Schmerzgrenze.  Der Markt für hochpreisige Oldtimer boomt liest man immer wieder und der IGA-Fond lebt davon, in drei Jahren 20 bis 40 Fahrzeuge den Besitzer wechseln zu lassen. Mal ehrlich Jungs, ihr seid kein Fond, ihr seid Gebrauchtwagenhändler. Aber auf recht hohem Niveau.

Überhaupt scheinen sich einige Rocker im Ruhestand den alten Autos zu widmen. Christian Lorenz ist Keyboarder bei Rammstein. Er betreibt gemeinsam mit Dirk Salomon die Oldtimer-Vermietung „Classicdepot“ im Berliner Meilenwerk. Das weiß ich so genau, weil sein ehemaliger XJ12 derzeit in meiner Werkstatt wiederbelebt wird.

Auch für einen weiteren Drummer sind Autos sind ein zweites Standbein: Trini Trimpop war Trommler bei den Toten Hosen. In seinem Fuhrpark stehen der Manta aus dem „Manta, Manta„-Film, der Opel aus „Und tschüß…“ und der Kommodore aus dem Azzuro-Video, dazu einen Mercedes und ein Mini – er verleiht diese Fahrzeuge an Filmproduktionsfirmen. Trini weiß noch nichts von seinem Glück, aber die Werkstatt unter seiner Wohnung ist in wenigen Tagen meine Youngtimer Garage. Bis zum bitteren Ende… Das war für mich nicht wirklich kaufentscheidend, ist aber eine nette Anekdote am Rande.