Statische Aufladung im Auto

Wir beginnen diesen Artikel mit einer aktuellen Anekdote aus belauscht.de:

 

München. In einer Autowerkstatt.

Eine Frau, Mitte 40, diskutiert mit dem Chefmechaniker. Offenbar hat sie mehrmals beim Aussteigen aus ihrem Auto einen Stromschlag erhalten. Nun wurde dem Auto auf ihren Wunsch hin ein Erdungskabel hinzugefügt, welches deutlich zu sehen ist.

Frau: “Nein, Herr Graf, so kann ich doch nicht rumfahren! Wie sieht denn das aus?!”
Mechaniker: “Ja das tut mir leid, aber das muss so sein, sonst kann der Strom ja nicht in die Erde abgeleitet werden.”
Frau: “Nein, also nein! Und dann auch noch als Frau! Was sollen denn da die Leute denken? Da spricht mich ja jeder drauf an!”

Sie überlegt kurz, dann: “Und wenn man das oben festklebt, dann sieht’s ja keiner… Können Sie das festkleben?”
Mechaniker: “Nein, tut mir leid, das Kabel muss am Boden schleifen, sonst erfüllt es seinen Zweck nicht.”
Frau (überlegt nochmal): “Und wenn ich’s einfach in den Kofferraum lege…?”

Und jetzt noch einmal in schlau:

Die statische Aufladung im Auto entsteht in Abhängigkeit von Luftfeuchtigkeit, Kleidung und Bepolsterung.  Während des Fahrens reibt die Kleidung an den Polstern des Fahrzeugs und baut dadurch eine statische Ladung auf. Wenn man dann beim Aussteigen nicht aufpasst, wird der Überschuss an Ladung über die Karosserie mit einem kleinen Blitz abgeleitet.

Man kann diesen Effekt wesentlich entschärfen, indem man beim Aussteigen zuerst Kontakt mit dem Blech der Tür (also nicht mit dem Türgriff aus Kunststoff) aufnimmt und dann erst einen Fuß auf den Boden stellt. Deshalb bringt das Gummiseil oder der Kupferdraht unter dem Auto auch wenig bis gar nichts, weil sich ja üblicherweise nicht das Auto, sondern der Fahrer statisch auflädt. Alternativ könnte man Kleidung mit wenig Woll- oder Kunstfaseranteil tragen und sich zudem auf Lederpolster setzen. Nackt fahren wäre auch eine Möglichkeit, um die Aufladung zu vermeiden oder extrem zu reduzieren. In Abhängigkeit von eurem sonstigen Auftreten sowie Auslegung der Anklage verstößt letzteres aber eventuell gegen §183 StGB (öffentliches Ärgernis) oder §118 OWiG (Belästigung der Allgemeinheit).

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One Response to “Statische Aufladung im Auto”

  1. Hannah sagt:

    ich glaub ein §183 wird in Deutschland nicht angewendet werden müssen. Es ist doch viel zu kühl hier. 🙂

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