Arbeiten am Jaguar Teil 5

Crack, Kaperfahrt zum Katzenkiller und Jahresende

Drei der vielen kleinen Kisten für ausgebaute Anbauteile

Drei der vielen kleinen Kisten für ausgebaute Anbauteile

Wie schon im vierten Beitrag zum Jaguar angekündigt, wird der XJ weiter für die Lackierung vorbereitet. Dazu gehört das Entfernen von Anbauteilen wie Außenrückspiegeln, Blinkern, beim Jaguar auch viel Chrom, usw.
Auch die Windschutzscheibe muss raus. Nein, muss sie eigentlich nicht. Es würde für die Lackierung vollkommen genügen, die Gummidichtungen und die Chromverkleidung zu entfernen und den Rest sauber Abzukleben. Das geht tatsächlich, denn nur optisch ist der Jaguar wie ein Fahrzeug der 60er konstruiert. Damals wären Keder, Spreizgummilippen und zur Verkleidung eine Chromleiste üblich gewesen. Der XJ stammt aber aus den 80ern und da hat man Scheiben üblicherweise verklebt. So auch hier – die Chromleiste ist nur aufgesetzte Deko. Man kann die Scheibe also mit oder ohne den Zierrat heraustrennen. Wenn man will oder wenn man muss… Ich musste, denn ich werde ja noch den Dachhimmel neu einsetzen, weil der alte herunter hing.

Die Scheibe ist hin. Wäre vielleicht vermeidbar gewesen...?

Die Scheibe ist hin. Wäre vielleicht vermeidbar gewesen…?

Das ist eine typische XJ-Krankheit und zum Einsetzen des Himmels muss die Front- oder Heckscheibe raus. Die abgebauten Teile habe ich aussagekräftig beschriftet in einzelne Kartons verpackt, so dass das Zusammensetzen später kein zu schwieriges Puzzlespiel wird.

Crack! Entweder habe ich mich zu ungeschickt angestellt und habe in einem zu steilen Winkel geschnitten oder die Scheibe hatte Spannungen oder der Kleber war zu hart. Vielleicht auch eine Kombination aus allen drei Ursachen, jedenfalls war die Scheibe nun hin. Das passiert beim Ausbau gar nicht so selten, weshalb die Wechsel-Profis bei alten Scheiben auch keine Garantie für ihr Handeln geben. Ersatz musste nun her! Und einige andere Teile benötigte ich auch noch. Diese gibt es in ausreichender Menge beim Katzenkiller in Frankfurt. Es handelt sich um einen auf Jaguare spezialisierten Verwerter. Auf dem kleinen Hof der beiden Jungs stehen dicht gedrängt rund 10 Fahrzeuge vom Typ XJ, XJS und XJC in unterschiedlichem (End-)Zustand. Und auch eine kleine Halle mit schon bereits ausgebauten Teilen im Regal gibt es hier.

Neue alte Teile als Ergebnis meiner Kaperfahrt nach Frankfurt

Neue alte Teile als Ergebnis meiner Kaperfahrt nach Frankfurt

Die Qualität der ausgebauten Gebrauchtteile ist akzeptabel gut und der Preis ein gutes Stück unter dem, was man für Teile bei Limora ausgibt. Bei Letzteren erhalte ich zwar Neuware, aber dies sind oft Reproteile aus Fernost und man kann jetzt länger darüber diskutieren, ob gebrauchte Originalteile aus England oder neue aus Thailand besser sind. Ich erstand zwei Blinker für die Stoßstange vorn, zwei Tankabdeckungen oder untere Kotflügel hinten (davon eine neu und bislang unverbaut aus Lagerbeständen), eine Luftfilterabdeckung (da war meine vom Lack besser, hatte aber leider nur noch eine Halterung) und eben eine neue gebrauchte Winschutzscheibe mit allem Chrom und Lametta. Ich werde nun die Luftfilterabdeckung Sandstrahlen und neu Lackieren. Auch die Winschutzscheibe muss ich noch von alten Kleberresten befreien, bevor sie wieder eingebaut wird. Aber davon erzähle ich beim nächsten mal im nächsten Jahr.

Die arme grüne Katze hat nun keine Scheibe mehr, keine Motothaube und auch keinen Dachhimmel aus Stoff. Kommt alles im nächsten Jahr zurück.

Die arme grüne Katze hat nun keine Scheibe mehr, keine Motorhaube und auch keinen Dachhimmel aus Stoff. Kommt alles im nächsten Jahr zurück.

Wer auch Teile für gealterte Jaguare benötigt, wendet sich an:
Auto Radtke, Wächtersbacher Str. 84, 60386 Frankfurt, Email: katzenkiller1@arcor.de
oder geht eben doch zu Limora, die jetzt in immer mehr Städten Geschäfte aufmachen.

 

Dies war mein letzter Beitrag für 2012. Im nächsten Jahr geht es weiter mit dem Jaguar (Lackierung und Zusammenbau), dem Audi (Motorhaube und Querlenker), dem Land Rover (Türen) und vielleicht sogar schon mit dem MG. Frohes Neues 2013!

Arbeiten am Jaguar Teil 4

Wie schon im vorangegangenen Teil beschrieben, hatte ich Lochfraß im Kofferaum. Jetzt kann man eine Restaurierung auch so betreiben wie Sven Wedemeyer in seinem Spencer (MGB). Er lässt ganze Kofferraumwannen heraustrennen und dann neue einschweißen. Das ist ganz schön kostspielig, aber auch eine sehr saubere Lösung. Ich wähle den günstigeren Weg, weil ich erstens beim Jaguar auch nicht die ganz perfekte Restaurierung anstrebe und zweitens für ein paar kleine Löcher einen Flicken für angebrachter halte.

Zur Erinnerung noch einmal das Ausgangsbild. Im Jaguar laufen unter der Abdeckung die Verbindungen der beiden Tanks zur Benzinpumpe. Das macht das Heraustrennen des rostigen Knäckebrotblechs spannend.

Wenn das Blech draußen ist – in diesem Fall ensteht ein trapezförmiges Loch – wird die Form auf Pappe übertragen und dies als Schablone für ein genau passendes Reparaturblech benutzt. Je nachdem wie komplex die Form ist, nutze ich hierfür einen Trennschleifer mit sehr dünner Scheibe oder einen Plasmaschneider. In jedem Fall ist es wichtig, ein gutes Stück ins gesunde Blech zu schneiden, damit der Rost nicht gleich wieder von vorn beginnt. Rost im Blech ist wie Karies im Zahn!

Das passende neue Stahlblech der Stärke 0,8mm wird erst einmal provisorisch mit dem Schweißgerät festgepunktet.

Anschließend habe ich mehrere Einzelpunkte gesetzt und an der unteren Seite eine durchgehende Naht mit vergleichsweise viel Materialauftrag gezogen. Beides anschließend mit einer Schruppscheibe beigeschliffen. Das Ergebnis sieht auf dem Foto wüster aus als in der Realität.

Als Rostvorbeugung wurde dann eine Schicht Zink aus der Spraydose aufgetragen. Anschließend habe ich noch bestehende Unebenheiten mit Füllspachtel geglättet, nach dem erneuten Planschleifen noch eine Schicht Zinkspray, da es wohl leider unvermeidbar ist, das blanke Blech an einigen Stellen wieder zu sehen. Das Foto unten zeigt den Zwischenschritt vor dem Spachteln.

Ganz zum Schluss noch eine dünne Lage Filler (feiner Sprühspachtel) als Vorbereitung für die Lackierung. Sobald dieser getrocknet ist, müssen mit ganz feinem Schleifpapier die abgeklebten Kanten nach plan geschliffen werden. Alles in allem ist das Einsetzten des kleinen Bleches auch ganz schön aufwändig und dauert mit den verschiedenen Zwischenschritten mehrere Tage. Kein Wunder, dass ein professionell kalkulierender Karosseriebauer heutzutage lieber schnell eine fertige Kofferraumwanne einsetzt.

Ich allerdings kalkuliere keine Fahrzeug-Standkosten in meiner eigenen Werkstatt und habe am Wochenende auch keinen Stundenlohn oberhalb von 60 Euro. Die anteiligen Materialkosten lagen diesmal unter 10 Euro – vorausgesetzt Geräte und Material sind schon vorhanden. In den Trocknungsphasen kann ich den Jaguar vom Chrom befreien. Auch dies ist eine Vorbereitung zur Lackierung. Doch davon erzähle ich in Teil 5.

 

Garantie beim Gebrauchtwagenkauf

Garantie – Sachmängelhaftung – Privatverkauf – Verkauf durch Händler – 1 Jahr – 2 Jahre

Eine Klärung der häufigsten Irrtümer

Garantie und Sachmängelhaftung

Nur die Sachmängelhaftung oder Gewährleistung schreibt der Gesetzgeber vor, eine Garantie hingegen ist eine freiwillige Leistung mit erweiterten Leistungen. Der Verkäufer sichert mit einer Gewährleistung zu, dass ein Produkt zwei Jahre mängelfrei ist oder er die Reparaturkosten übernimmt. In den ersten sechs Monaten gilt die Umkehr der Beweispflicht: Der Verkäufer muss beweisen, dass ein bestimmter Fehler beim Verkauf noch nicht bestand. Nach Ablauf der sechs Monate muss dies der Käufer nachweisen. Bei allen gebrauchten Dingen kann die Dauer der Sachmängelhaftung auf ein Jahr verkürzt werden. Wenn ein Fahrzeug noch in der Gewährleistung des Herstellers steht (zum Beispiel bei Jahreswagen), verschiebt sich die Haftungspflicht anteilig auf diesen. Die Sachmängelhaftung sieht eine kostenlose Nachbesserung durch den Händler beim Auftreten von Fahrzeugmängeln vor. Verbrauchsmaterial und Verschleißgegenstände (Öl, Reifen, Bremsen, Wischerblätter, …) sind von der Sachmängelhaftung und von der Garantie ausgenommen. Manchmal sind auch bestimmte Baugruppen ausgenommen oder es wird bei Reparaturen eine Selbstbeteiligung fällig. Es ist zulässig, die Garantieansprüche an bestimmte Bedingungen (zum Beispiel regelmäßige Wartung in einem bestimmten Betrieb) zu knüpfen. Letzteres ist besonders clever, da sich der Händler auf diese Weise die Kosten für die Garantie vom Käufer nach ein paar Monaten wieder zurück holt und gleichzeitig hat der Kunde das Gefühl, vollkommen umsorgt zu sein.

 

„Ich kaufe nur beim Händler, denn nur der gibt Garantie“

Bereits seit 2002 sind gewerbliche Autohändler in Deutschland verpflichtet, Mängel am Fahrzeug kostenlos nachzubessern. Hier greift die gesetzliche Sachmängelhaftung (siehe oben).

Vorsicht Privatverkäufer: Wer kein Händler ist, kann/muss im Kaufvertrag die Sachmängelhaftung explizit ausschließen. Fehlt eine entspreche Vereinbarung, hat der Käufer sehr gute Karten und kann 2 Jahre lang die Beseitigung von nach dem Kauf aufgetretenen Mängeln verlangen. Der Kauf unter Haftungsauschluss von Privatpersonen birgt ein höheres Risiko, daher sind die Preise hier meist auch niedriger. Ausgenommen von dem Haftungsauschluss sind vom Verkäufer bewusst verschwiegene Mängel oder Manipulationen. Darüber hinaus kann man aber auch als Privatperson die Haftung für Sachmängel übernehmen oder sogar freiwillig eine private Gebrauchtwagengarantie anbieten. Ein solches Angebot stellt zum Beispiel die German Assistance zur Verfügung. Auf deren Seiten kann man sich auch gleich online über die individuellen Kosten informieren; für einen 9 Jahre alten Mittelklassewagen mit 150.000km zahlt man rund 100€ für 6 Monate. Wenn zum Beispiel ein potentieller Käufer den Preis mit dem Argument „Du bist kein Händler“ um glatte 1000 Euro drücken möchte, könnte der private Verkäufer schnell mit der Garantie kontern.

Wie schon oben erwähnt, sind gewerbliche Händler verpflichtet, die Sachmängelhaftung zu übernehmen. Einige bieten darüber hinaus auch eine Garantie an. Um die Kosten und Risiken hierfür kalkulierbar zu halten, arbeiten die meisten mit Versicherungen zusammen. Solche Angebote sind nur für gewerbliche Fahrzeuganbieter mit einem größeren Umsatz möglich und reichen von einfachen Grundtarifen bis zur werbewirksamen 1000 Tage oder freiwilligen 5 Jahresgarantie. Den Händler kostet eine solche Garantie je nach Umfang 150 bis 250 Euro, die er natürlich auf den Kaufpreis aufschlägt.

 

Verkauf ohne Garantie geht auch

Mit zunehmendem Alter steigt die Wahrscheinlichkeit eines Defektes beim Gebrauchtwagen. Das würde die Versicherungen unattraktiv teuer machen. Mir ist kein Anbieter bekannt, der einen Reparaturkostenschutz für 15 Jahre oder ältere Autos anbietet. Youngtimer und Oldtimer werden daher auch von gewerblichen Händlern üblicherweise unter Ausschluss der Garantie angeboten. Bei perfekter Restaurierung und sonstiger Arbeiten kann sich der Verkäufer noch überlegen, die Sachmängelhaftung selbst zu übernehmen. Ansonsten wird ein altes Auto in brauchbarem Zustand auch gern als Ersatzteilträger, Basterauto oder nur für Exportzwecke deklariert. Damit kann sich der Händler nämlich um die gesetzlichen Vorgaben drücken. Unseriös finde ich die Masche, dass ein Händler angeblich nur als Vermittler zwischen zwei Privatpersonen auftritt. Insbesondere wenn der Wagen zuvor auf den Internetseiten des Händlers ohne den Hinweis „Verkauf im Auftrag von Privat“ angeboten wurde, in dessen Verkaufsräumen besichtigt wurde und der Kaufvertrag beim Händler ohne Anwesenheit des angeblichen Privatverkäufers vom Händler unterschrieben wird, liegt Betrug vor. Dann hat Händler ein Vermittlungsgeschäft nur vorgetäuscht um die Gewährleistung zu umgehen. Es wird aber schwierig zu beweisen sein, ob sich zum Zeitpunkt des Verkaufes die Ware auch im Eigentum des Händlers befand.

 

 

 

Schrauberplätze für 2013 gesucht?

Achtung! Dieser Beitrag ist veraltet. Bitte nutze diesen hier für weitere Einträge.

 

Das Jahr 2012 geht zuende und damit hat auch irgendwie der alte Beitrag „Schrauberplätze gesucht“ ausgedient.

Ich mache an dieser Stelle konsequenterweise einen neuen auf.

Bitte hinterlasst einen Kommentar und beschreibt in Kurzform:

  • Was sucht ihr (Quadratmeter, Gegend, maximaler Preis)
  • Was habt ihr (ein Auto, zwei Roller, fünf Hühner, …)
  • Was bietet ihr (habe Schweißgerät, zwei linke Hände, Kompressor, …)
  • Sonstiges (Schlaghosen und grelle Nylonpullunder bevorzugt, US-Car Fetischist, …)
  • Kontaktemail, Homepage, etc.

Ich kann Euch auf Wunsch organisatorisch bei der Suche begleiten, aber zusammenfinden müsst Ihr Euch selbst.

Letzte Woche gab es ein Treffen mit einigen Interessierten in einer Gaststätte Weidenpesch. Ich konnte ein paar sinnvolle Hinweise geben und die Leute haben sich dann auf eine 90qm Halle in Köln-Niehl konzentriert. Ich gehe mal davon aus, dass diese Plätze jetzt auch alle belegt sind. Nichtsdestotrotz geht die Suche für viele von Euch weiter.

Mein Tipp: Für einen guten Schrauberplatz benötigt Ihr ca. 20qm pro Fahrzeug. Wer nur parken will, findet meist kleinere und günstigere Angebote in einer Tiefgarage. Wasser, Strom, Licht, Heizung sollten vorhanden sein und zu hohe Luftfeuchtigkeit schadet nicht nur den alten Autos sondern auch dem Werkzeug. Siehe auch diesen Beitrag von 2011.

Mal sehen, was kommt. Ich werde 2013 vielleicht häufiger über andere Stellplätze und Oldtimerselbstschrauber im Raum Köln berichten.

 

Kühlerwechsel beim Seat Leon (Teil 2)

Dies ist der zweite Teil, der Beschreibung zum Vorgehen beim Kühlerwechsel des Seat Leon 1.9 TDI. Der erste Teil beschäftigt sich mit der Demontage der Frontschürze und ist auch für den vorn baugleichen Seat Toledo verwendbar. Ab hier kümmere ich mich nur noch um den Kühler an sich. Damit ist diese Anleitung auch noch für VW Golf und Audi A3 gleicher Bauart zu benutzen.

Im Grunde ist das Vorgehen ab hier recht einfach und in unter einer Stunde durchführbar. Spätestens jetzt, besser schon vor Demontage der Frontschürze ist das Kühlwasser abzulassen. Dazu ist der Ausgleichsbehälter oben zu öffnen und unten am Kühler auf der Fahrerseite der Auslass zu öffnen.

Danach den Kühler der Klimaanlage und ein wenig Kunststoffverkleidung vorn vom Wasserkühler lösen und hinten den Doppelventilator abnehmen. Hierzu sind drei Steckverbindungen der Elektrik auseinanderzuziehen und die Kühlwasserzu- und abläufe zu lösen. Danach kann man den Ventilator nach oben herausheben.

Diese drei Stecker sind zu lösen, bevor der Kühlerlüfter herausgenommen wird. Beim Abziehen der Kühlwasserschläuche ist mir gut erkennbar Restwasser über die Kabel gelaufen. In diesem Fall nicht besonders schlimm, aber auch nicht elegant. Man sollte ein Trockentuch bereit halten.

Der Kühler selbst ist nun nur noch mit fünf Schrauben (zwei an jeder Seite und eine unterhalb) befestigt und kann abgenommen werden, sobald diese gelöst sind. Insgesamt habe ich – vergleiche Teil 1 und Teil 2 – sehr viele Schrauben, Muttern und Klemmen gelöst. Ich stecke diese üblicherweise in Pappe und kann sie dabei gleich sinnvoll beschriften. Das erleichtert den Zusammenbau ungemein.

Die Menge aller Schrauben, die bisher entfernt wurden. Einige sind so verrostet, dass ich sie durch neue ersetzen werde.

Der Einbau des Erstzteils erfolgt in umgekehrter Reihenfolge der Demontage. Zuvor muss noch der Temperatursensor vom alten in den neuen Kühler transplantiert werden. Wenn alle Teile wieder zusammengesetzt sind, nicht vergessen, das Kühlwasser gemäß Herstellerspezifikation neu einzufüllen. Fertig!

Hier noch eine Ansicht des ausgebauten alten Kühlers. Man kann sehr gut die korrodierten Undichtigkeiten am Rand erkennen. Rot markiert der Temperatursensor, der vom alten in das Ersatzteil umgesetzt wird.

 

Kühlerwechsel beim Seat Leon (Teil 1)

Im Rahmen der zuletzt durchgeführten Inspektion (Link hier) beim Seat musste ich leider auch feststellen, dass der Wasserkühler nicht mehr dicht ist. Irgendwo auf der rechten Seite kommt Wasser raus. Ärgerlich zwar, aber um genau soetwas rechtzeitig festzustellen, ist eine gründliche Inspektion auch da.

Der Wechsel des Kühlers ist nicht besonders schwierig, aber man muss dafür die gesamte Frontschürze mit Beleuchtung und den Schlossträger lösen. Und besonders die Frontschürze hat es in sich! Vier bis fünf Stunden kann man allein für die Demontagearbeiten (und eventuell Reinigungsarbeiten an Stellen wo man sonst nicht so schnell hinkommt) einrechnen. Und das auch nur unter Voraussetzung, dass Schrauber weiß, wo die versteckten Schrauben sitzen.

Unter den frei und kostenlos verfügbaren Schrauberanleitungen ist die im Seat Forum (Link zum Download hier) mit Abstand die beste. Sie behandelt aber nur die Stoßstange oder Frontschürze. Ich rate beim Nachmachen dringend, diese Anleitung zu Verwenden. Und weil darin immer noch nicht alles erklärt wird, ergänze ich noch ein paar Hinweise in Bildern.

Die Befestigungen am Schlossträger sind nur kleine Kunststoffsplinte. Wenn man genau hinsieht, kann man feststellen, dass sie seitlich am Kopf jeweils eine Einkerbung haben. Mit einem passenden, feinen Schraubendreher kann man sie damit sehr einfach anheben. Danach den Rest mit einer Zange vorsichtig senkrecht herausziehen. Das ist unkompliziert, aber ich befürchte bei diesen Kunststoffteilen immer, dass sie irgendwo gegengesichert sind und abbrechen können.

 

Zwischen Nebelscheinwerfer (sofern vorhanden) und unterem Kühlergrill ist diese Abschleppklappe. Sie ist nur gesteckt und kann mit einem Kunststoffhebel vorsichtig ringsum gelöst und so herausgehebelt werden. Dahinter sind Schrauben. Wie und wo diese zu lösen sind, steht in der Anleitung aus dem Seat Leon Forum.

 

Schon ziemlich fies versteckt sind zwei Schrauben (eine rechts, eine links), die unter den Gummischutzleisten des Stoßfängers verborgen sind. Die Leiste ist mit einem Kunststoffhebel vorsichtig von hinten nach vorn zu lösen. Sie muss aber nicht ganz entfernt werden.

 

Aber die mit Abstand gemeinste und versteckteste Befestigung der Frontschürze finden wir hier mit rotem Pfeil markiert. Man muss die Kunststoffverkleidung des Innenkotflügels entfernen, um von dort nach vorn zu sehen. Dies ist die rechte Seite mit dem Ladeluftkühler unten im Bild.
Ich wollte nur noch einmal zeigen, wo diese Schrauben sind. Der Rest ist in der schon mehrfach erwähnten Anleitung bestens erklärt.

 

Mit diesen ergänzenden Hinweisen sollte jetzt fast jeder in der Lage sein, die Frontschürze zu entfernen und den Kühler zu befreien. Ich sage bewusst fast jeder, denn diese Arbeit dauert doch erheblich länger als erwartet. Dafür kann man hierbei durch Selbstschrauben auch am meisten sparen, denn die Ersatzteile sind vergleichsweise günstig – die Lohnkosten machen den Wechsel in einer Werkstatt teuer. Neben Standardwerkzeug werden benötigt: Torx T25, T27, T30 und Schraubenschlüssel oder Stecknüsse der Größen 8, 10 und 13.

Nackig sieht der Leon dann so aus. Jetzt können die Teile mit dem Straßenschmutz der vergangenen Jahre erst einmal gründlich gereinigt werden. Und wie es weitergeht, steht im nächsten Beitrag.

Neues von den anderen Schraubern und Schreibern

Was machen eigentlich die anderen Schrauber und Blogger so? In der Abteilung Links und Lesenswertes habe ich bereits zusammengetragen, was ich regelmäßig verfolge. Daran hat sich nicht viel geändert. Bis auf — Fanfare und Tusch — den Motorschrauber. Seit 2007 schon dabei, das Design des Blogs auch schon etwas angestaubt, hat er 2009 eine Schaffenspause eingelegt. Und so habe ich gar nicht mitbekommen, dass hier seit Mai 2012 wieder neue Postings veröffentlich werden. Unbedingt lesenswert. Hier hatte ich bereits schon einmal auf die damals noch pausierende Existenz hingewiesen.

Im Youngtimer Blog geht es weit weniger um’s Schrauben als um alte Autos unterhalb der Oldtimerschwelle und das zugehörige Lebensgefühl. Es gibt Youngtimergeschichten und Youngtimermarken und „es [ist] eine Bauchsache, welches Auto die verschwunden genug erscheint. Das ganze soll ja auch irgendwie Spaß machen, oder?“

Dann habe ich noch Adrians Motorblog gefunden. Adrian schraubt an allem und wenn es etwas ausgefallenes ist, dann schreibt er auch darüber. Die meisten Beiträge in seinem Blog mit dem Rad ab behandeln den Bond Bug und einen Reliant Rialto.

Bei Autos von Gestern bin ich noch unschlüssig, was ich davon halten soll. In jedem Fall wird hier über alte Autos geschrieben. Bilder gibt es auch genug. Aber dennoch ist zu mir der Funke noch nicht übergesprungen.

Der Youngtimer Blog – was schon wieder? der war doch da oben schon. nein, es ist ein anderer, der sich auch so nennt. – ist erst seit Kurzem dabei. Keine Bilder dafür „Lockere Texte über alte Autos für alle Freunde der stilvollen Fortbewegung auf vier Rädern.“ Naja, ist vielleicht ein bischen hoch gegriffen. Es werden in unregelmäßigem Abstand jüngere Autos von damals vorgestellt.

Junge Klassiker – der Name könnte aus einem alten Mercedesregal für W123 Ersatzteile stammen. Die Autoren behaupten, die Domain schon zu Zeiten zu betreiben, als noch nicht jeder Hansel von Youngtimer gesprochen und geschrieben hat. Den Rest erklären sie am besten selbst (hier).

 

 

Wartungsarbeiten am Seat Leon 1M (Teil 2)

Bevor es los geht, muss der Dieselmotor auf Temperatur gebracht werden. Wenigstens warm sollte er sein.

Zu den wichtigsten aber gleichzeitig wohl auch aufwändigsten und schmutzigsten Arbeiten beim regelmäßigen Service gehört zweifelsohne der Ölwechsel. Wer mit dem Wechsel der Luftfilter schon Probleme hatte, sollte hier aufhören. Zumal Mr. Wash, ATU und ähnliche den Ölwechsel schon wirklich sehr günstig anbieten. Wer es selber macht, spart maximal 20 Euro im Vergleich zur Discountwerkstatt.

Fangen wir an: Wir benötigen beim Seat Leon 1M 1.9 TDI und allen vergleichbaren Dieselmotoren aus dem Volkswagenkonzern einen Torxschraubendreher, einen 19er Schlüssel, eine Hebebühne oder Grube, eine 10er Stecknuss, frisches Öl (5W40 für Turbodiesel genügt), einen Auffangbehälter, saugfähige Tücher oder alte Lappen und auch einen neuen Ölfilter. Aber nicht nur wir, auch der Motor muss zuvor warm werden. Bei normaler Außentemperatur reichen hierfür ca. 5km Wegstrecke.

Wie bei den meisten moderneren Fahrzeugen ist der Motor verschämt hinter einer Kunststoffabdeckung zu finden. Nein, bei mir ist es auch nicht so sauber. Um ehrlich zu sein, habe ich dieses Foto ganz zum Schluss gemacht und dann war das meiste schon gereinigt. Die Schrauben sind an den rot gekennzeichneten Stellen zu lösen, der orangene Peilstab ist abzuziehen und dann kann man die Abdeckung nach oben wegziehen.

 

Nur die wenigsten Autofahrer kennen tatsächlich ihren Motor. Das ist er! Und wirklich schön ist er auch nicht. In den nächsten 30 Minuten interessieren uns der Peilstab (1), der Ölfilter (2) sowie der Einlass (3).

 

Die Abdeckung vom Ölfiltergehäuse soll mit 20Nm angezogen werden. Meist sitzt sie dennoch recht fest. Besser ist es, ein Spezialwerkzeug zum Lösen von Ölfiltern zu verwenden. Die Abdeckung ist aber aus Kunststoff und nicht aus Metall. Daher rate ich dazu, einen dünnen Lappen darüber zu legen, damit das Material nicht verkratzt. Beim Abziehen der Kartusche kann es immer noch ein wenig tropfen. Deshalb großzügig alte Zeitung und saugfähige Tücher bereit halten. Vorsicht – das Öl ist heiß!

 

Die Profis müssen schnell und kostengünstig arbeiten, daher werden sie jetzt das Altöl über den Schacht vom Peilstab absaugen. Über das Für und Wider kann man lange diskutieren. Ich arbeite Oldschool und lasse das Öl unten aus der Ölwanne ab. Dazu muss die Unterbodenverkleidung mit einem Torxschraubendreher an neun Stellen gelöst und heruntergenommen werden.

 

Mit einem 19er Schlüssel ist der Auslass – im Bild rot markiert – an der Ölwanne zu lösen…

 

…und dann läuft auch schon das alte Öl wieder raus in die Auffangschale (könnte immer noch recht heiß sein). Das kann jetzt eine kleine Weile dauern. Die Schraube wird dann wieder mit 50Nm angezogen, anschließend die Unterbodenverkleidung wieder befestigt und dann kann der Wagen auch schon wieder auf der Hebebühne runter gelassen werden.

 

Bevor der neue Ölfilter eingesetzt wird, sind die beiden mitgelieferten Dichtungen (eine große und eine kleine) an der Halterung zu erneuern. Das Altöl und auch der alte Filter sind fachgerecht zu entsorgen. Üblicherweise ist der Verkäufer der Neuteile auch zur Rücknahme der verschmutzten Altteile und Rückstände verpflichtet.

 

Fast zum Schluss der angenehmste Teil dieser Arbeiten: Das Einfüllen des neuen Schmierstoffs. Ich fülle erst 3,5 Liter ein und messe dann mit dem Peilstab, ob 2/3 Optimum erreicht sind oder gieße vorsichtig nach. Dann kann auch die Motorabdeckung wieder montiert werden. Der Motor wird zum ersten mal nach dem Wechsel für eine Minute ohne Last gestartet. Dann noch einmal Ölstand messen und eventuell nachfüllen. Zu wenig Öl schadet dem Motor, zu viel dem Katalysator und dem Rußpartikelfilter.

Wer jetzt ganz genau arbeiten will, füllt nach einen Zettel zum Ölwechselservice aus und hängt ihn vor den Luftfilterkasten. Solche Zettel gibt es gegen Geld bei ebay oder hier umsonst zum Download und selbst Ausdrucken. Wenn auch alle anderen Arbeiten des Serviceintervalls erfolgreich abgeschlossen sind, sollte per OBD der Zähler zur nächsten Inspektion zurückgesetzt werden (Erklärung hier). Weiterführende Hinweise zum Thema Motoröl sind in hier in der Bibel übersetzt.

 

Wartungsarbeiten am Seat Leon 1M (Teil 1)

Zu den einfacheren technischen Arbeiten, die bei der regelmäßigen Fahrzeugwartung beim Seat Leon anfallen, gehört das Wechseln der Filter. Hier am Beispiel des Leon 1M 1.9 TDI. Das beschriebene Vorgehen gilt aber auch in ganz leicht abgewandelter Form für alle fast baugleichen Fahrzeuge mit diesem Motor aus dem Volkswagenkonzern (Audi A3, Golf, Seat Toledo).

Fangen wir an mit dem Innenraumfilter oder auch Pollenfilter. Um diesen zu wechseln, müssen die zwei Kunststoffschrauben – hier mit rotem Pfeil markiert – gelöst und die Abdeckung vorsichtig herausgehoben werden.

 

Dahinter verbirgt sich dieses Bild. Dieser schmale Kunststoffabweiser – wieder mit Pfeil markiert – muss zuerst gelöst und dann der Pollenfilter samt Halterungsrahmen herausgehoben werden. Die Teile sind typischerweise etwas verhakt, aber das ist nicht weiter schwierig. Anschließend ist die Ecke zu reinigen (saugen, mal den Staub feucht weg wischen, bei Bedarf außerdem Desinfektionsspray einsetzen).

 

Hier sieht man noch einmal den Rahmen mit dem herausgelösten alten Filter links und dem noch verpackten neuen Filter rechts. Der neue Filter kommt nun wieder in den Halterahmen und dann erfolgt der Einbau in Umgekehrter Reihenfolge.

 

Als nächstes soll auch der Motor wieder frische Luft atmen können. Der Luftfilterkasten (rot markiert) ist auf der anderen Seite des Motorraumes angebracht. Direkt hinter dem Batteriekasten. Im Gegensatz zum Luftfilterwechsel beim Audi90 ist das hier aber ein Witz.

Diese beiden Schrauben sind zu lösen der Stecker ist abzuziehen. Hierfür muss mit einem kleinen Schaubenzieher eine kleine Verriegelung angehoben werden. Danach kann man den Kasten leicht zur Seite wegheben.

 

So sieht es dann darunter aus. „Ist doch gar nicht so schlimm“ mag der eine oder andere denken…

 

… aber das war ja auch die gefilterte Seite. Darunter muss mal durchgesaugt werden und bei der Gelegenheit kann man auch das nähere Umfeld mit Kaltreiniger oder einem feuchten Lappen vom Dreck des letzten Jahres befreien.

 

Hier noch einmal der Vergleich von altem und neuem Luftfilter. Auch bei diesem Wechsel erfolgt der Einbau in umgekehrter Reihenfolge zum Ausbau. Nicht vergessen, zum Schluß den Stecker wieder zu verbinden! Fertig.

 

Den Serviceintervall zur Inspektion zurücksetzen bei Audi, VW, Seat, Skoda

Fahrzeuge ab Baujahr 2001 haben ein OBD2 (steht für On-Board-Diagnose) verbaut. Oldtimer- und Youngtimerfahrer werden bereits jetzt angewidert den Kopf wegdrehen, denn dieser Artikel ist nicht für sie bestimmt. Deren Autos nerven auch nicht ständigem „Service fällig“ im Display. Mit den geeigneten Lesegeräten (im Handel schon für unter 30 EUR erhältlich) kann auch Ottonormal-Laie die Fehlercodes aus seinem Fahrzeug auslesen.

Für Fahrzeuge aus dem Volkswagenkonzern (Audi, VW, Seat, Skoda, …) empfiehlt sich die Verwendung von VAG.com oder in Deutsch auch VCDS von Rosstech. Dieses beherrscht alle gängigen Fahrzeugtypen des Konzerns und erlaubt unter anderem das Rückstellen des Serviceintervalls. Es existiert eine kostenlose und eine umfangreichere, kostenpflichtige Version des Programms. Ich weiß nicht genau, ob die nachfolgenden Vorgehensweisen in der kostenfreien Version möglich sind.

Zuerst wird der Laptop mit dem CAN-BUS verbunden. Im Fahrzeughandbuch müsste stehen, wo im PKW der Stecker versteckt ist. Wenn die Verbindung steht, wählt man Funktion 17 (Instruments oder Kombiinstrument):

 

Im Untermenü wählt man dann Funktion 10 (Adaption oder Anpassung) an…

… und landet dann bei den Editiermöglichkeiten. Darin wählt man zuerst (hier mit 1 gekennzeichnet) die Kanalnummer 2. Bei fälligem Service ist wie hier im Beispiel 2 der Wert 1 abgelegt. Diesen Wert kann man überschreiben (Eingabefeld „New Value“ 3) mit dem Wert 0, was kein Service fällig bedeutet. Der Wert muss nun noch gespeichert werden (Button 4).

Die verbrauchten Tage bis zur nächsten Inspektion sind hiermit automatisch auf Null gesetzt. Üblicherweise ist dies ein Wert zwischen 0 und 365, da spätestens nach einem Jahr ein neuer Service fällig sein sollte. Auch die Kilometer bis zum Service werden gezählt und sind standardmäßig auf 15.000 eingestellt. Wer diese Werte ändern möchte, kann dies analog zu dem Vorgehen oben machen.

  • Kanal 40 – km seit letztem Service in 100
  • Kanal 41 – Tage seit letztem Service
  • Kanal 42 – km bis Serviceintervall in 1000 (Standard = 15) 
  • Kanal 44 – Tage bis Serviceintervall (Standard = 365)

Neue Symbole auf neuen Reifen – das Energielabel

Bereits im November 2009 wurde die EU Verordnung Nr. 1222/2009 über Energielabel für Reifen erlassen  und dann noch einmal durch die Verordnung Nr. 228/2011 geändert. Laaaangweilig?

Ja, mag sein. Aber Schrauber sollte schon wissen, wo die lustigen neuen Bildchen herkommen, die dem Käufer jetzt auf jedem neuen Reifen gezeigt werden. Details kann man dann hier und hier nachlesen. Das neue Reifenlabel ist ab dem 01. November 2012 beim Verkauf von neuen Reifen innerhalb der EU-Grenzen vorgeschrieben. Ausnahmen von der Regel bestehen für bestimmte Gelände-Reifen, runderneuerte Reifen, Noträder, Rennpneus sowie Reifen, die bis maximal 80 km/h zugelassen sind.

Die neuen Symbole erinnern an das, was wir schon beim Kauf von Kühlschränken oder Waschmaschinen aus dem Elektromarkt kennen:

Eine kleine blaue Zapfsäule steht für den Energierverbrauch, daneben die Buchstaben A bis G. Wobei A geringster Energieverbrauch und G schlechtester Energieverbrauch bedeutet. Wenn es irgendwann keine Zapfsäulen mehr gibt, müssen die Designer sich was anderes einfallen lassen.

Rechts daneben der gleiche hellblaue Reifen nun aber mit einer Regenwolke soll uns die Haftung bei Nässe anzeigen. Auch hier die gleiche Einstufung von A bis G. Ganz unten die Angabe zur Geräuschentwicklung beim Abrollen in Dezibel. Leider hat der Normalverbraucher keine Ahnung, was nun viel oder wenig dB sind. Aber je geringer die Zahl, desto leiser ist der Reifen. Außerdem sind noch die Schallwellen schwarz oder weiß dargestellt. Eine Welle ist für leise Reifen weit unter dem zukünftigen gesetzlichen Limt, 2 Wellen bedeuten 0-3 dB unter dem gesetzlichen Limit, 3 Wellen sind auf Reifen zu finden, die recht bald die gesetzlichen Vorgaben nicht mehr erfüllen.

EU Reifen Label

Bildquelle: Europäische Kommission – Energieeffizienz

Mercedes CE Preise für Youngtimer und junge Oldtimer

Vom Mercedes CE mit Youngtimer- oder Oldtimerstatus existieren die Varianten des /8, die Baureihe W123 und inzwischen auch die Baureihe W124. Letztere kam 1987 mit einem Coupé auf den Markt und daher ist zumindest das Youngtimeralter erreicht.

In diesem Artikel geht es aber ausschließlich um die CE der Baureihe W123. Vier Modellvarianten stehen hier zur Auswahl: 230 C, 230 CE, 280 C und 280 CE. Anders als beim Vorgänger gab es keine 250er Motoren und Diesel im W123-Coupé sind entweder Umbauten, die schon mal von der Landbevölkerung durchgeführt wurden oder Reimporte aus den USA, denn in Deutschland wurde der 300CD nie verkauft.

Aus Gründen der Wirtschaftlichkeit und Preis-Leistung ist heute wie damals das 230CE Modell am häufigsten im Angebot. Die von Verkäufern aufgerufenen Preise schwanken je nach Zustand zwischen 2000 und 10.000 Euro. Alles unterhalb dieser Grenze ist Kernschrott, der zerlegt und in Teilen verkauft werden muss. Alles darüber sind nicht gerechtfertigte Wunschvorstellungen. Deshalb finden zwei Drittel der Angebote auch keinen Käufer, da letztes Höchstgebot und festgesetzter Mindestpreis zu weit auseinander liegen. Jemand sollte den Verkäufern sagen, dass sie keinen SLC der Baureihe 107 verkaufen…

Doch welche Preise werden wirklich vom Käufer bezahlt? Wie schon bei einigen anderen Modellen (hier) nutze ich hierfür die Auswertung finaler Auktionspreise bei ebay. Nur Angebote, die tatsächlich einen Zuschlag erhielten (Mindestpreis wurde erreicht) und die nicht kurz darauf wieder eingestellt wurden (Freund hat mitgeboten und das Limit überspannt) werden berücksichtigt. Räumliche Eingrenzung ist ein Radius von 200km um Köln; je nach Region können die erzielten Preise ein wenig unterschiedlich ausfallen. Der Zustand des Fahrzeuges spielt aber eine wesentlich größere Rolle. Üblicherweise werden bei ebay eher gebrauchte Fahrzeuge der Klasse 4 und 5 inseriert. Wenn der Wagen zugelassen ist und noch ausreichend Guthaben bis zur nächsten HU und keine erkennbaren Schäden hat, ist das für mich ein Zustand 3. Einen besseren Zustand muss der Verläufer mit einem entsprechenden Gutachten nachweisen. Es scheint als könne man das meiste Auto fürs Geld bekommen, wenn man gute Fahrzeuge mit geringer Laufleistung ohne Zulassung kauft. In meiner Bewertung ist das dann trotzdem eine 4. Mit wenigen Handgriffen und mehr Aufwand bei der Zulassung erhält man hier gute Klassiker unter 3000 Euro. Meist handelt es sich dabei um Reimporte ohne deutsche Papiere oder andere kleine Mängel führten dazu, dass keine neue HU erteilt wurde und vor allem stehen die Autos noch ohne H-Zulassung da. Allein Letztere steigert den Marktwert schon um 500-1000 Euro.

Leider kann ich bei dieser Auswertung nicht auf verschiedene Ausstattungsvarianten (mit Schiebedach, Becker-Radio, Klimaanlage, LPG verbaut) eingehen und auch andere aufwertende Faktoren wie mitgelieferte 8-fach Bereifung oder Ersatzteile bleiben unberücksichtigt.

 

Hersteller Modell Typ Baujahr km (in Tsd) Zustand Preis
Mercedes 230C W123

1977

180

4

1508

Mercedes 230C W123

1979

122

3

5339

Mercedes 230CE W123

1980

104

4

6950

Mercedes 230CE W123

1982

250

5

1061

Mercedes 280CE W123

1977

210

4

1990

Mercedes 280CE W123

1979

153

2

6400

Mercedes 280CE W123

1977

177

3

3610

Mercedes 230CE W123

1982

154

2

6350

Mercedes 230CE W123

1980

184

3

3334

Mercedes 230CE W123

1980

135

4

1122

Mercedes 230C W123

1980

119

5

1200

Mercedes 230CE W123

1981

195

5

1213

Mercedes 230CE W123

1978

125

4

1560

Mercedes 280CE W123

1980

69

2

8250

Mercedes 280CE W123

1980

199

5

1000

 

Saisonabschluss in der Remise Düsseldorf

Die Classik Remise in Düsseldorf (ehemals Meilenwerk) veranstaltet am 6. und 7. Oktober 2012 zum sechsten Mal den Saisonabschluss mit Herbstfest. Soweit ich mich erinnern kann, war der Eintritt bislang kostenlos, nun verlangt der Veranstalter fünf Euro. Der Zustrom an Interessierten hat immer mehr zugenommen, so dass die kleine Abgabe vielleicht Sinn macht. Außer Blech- und Benzingesprächen erwartet den Besucher ein Rahmenprogramm. Alltagsfahrzeuge ohne historischen Wert und sonstige Plasikkugeln müssen draußen parken.

Hinweise zur Anfahrt und weitere Details gibt es hier.

Bildquelle: Flyer der Classic Remise Düsseldorf

 

 

Keine Youngtimer in Schottland?

Zuletzt war es ein wenig ruhig hier auf den Seiten der Yountimer Garage. Was daran lag, dass ich zum Urlaub in Schottland war. Am besten kann man das Land mit dem Auto kennen lernen, denn Busse und Bahnen sind vorhanden, bringen einen aber nicht oder nur sehr selten an die wirklich schönen Orte. Einige verwegene Gestalten glaubten, man könne die Highlands mit dem Fahrrad bezwingen. Ich habe diese Menschen gesehen – sie sahen nicht glücklich aus!

Andere bevorzugten das Motorrad, was hinsichtlich Reisegepäck und Geschwindigkeit die eindeutig bessere Zweiradwahl war. Zumal das Befahren der kleinen, geschwungenen Single Track Roads mit einem leichten Motorrad bestimmt Laune macht. Allerdings verabschiedet sich im September der Sommer langsam und die Witterung ist auf den britschen Inseln bekanntlich nicht immer die beste. Der erfahrene Biker wird jetzt erwidern, es gäbe kein schlechtes Wetter, nur schlechte Kleidung. Dem stimme ich zu: Die beste Kleidung bei Wind und Regen ist ein dichtes Blechkleid mit vier Rädern.

Ein 88er Land Rover Serie III in ziemlich bedauernswertem Zustand auf dem Weg nach Applecross.

Nun hätte ich die Insel stilecht mit meinem eigenen Land Rover besuchen können. Aber dann hätten An- und Abreise mit der Fähre über Amsterdam jeweils einen vollen Urlaubstag gefressen. Also sind wir am Flughafen in einen Mietwagen eingestiegen. Es war ein Kia Picanto und der war für unsere Zwecke gar nicht mal so schlecht (Detailbericht hier). Dann fuhren wir in unserer geliehenen Dosierkugel durch die Lande und ich hielt weiterhin Ausschau nach Youngtimern. Und was soll ich sagen? Es gibt keine Youngtimer in Schottland! Null nix nada.

Ich hätte mit einigen alten Ford Granada gerechnet, mit einem Vauxhall Cavalier (bei uns als Opel Ascona bekannt) oder einigen alten Mercedes. Aber ich hatte mich getäuscht. Einzig ein ziemlich runter gekommener Land Rover stand einsam im Gebüsch. Wie kann das sein? Echte Oldtimer – die dort Classic Cars genannt werden – gab es genug. Immer wieder kam uns eine Rally mit erstaunlich gut gepflegten Oldtimern entgegen oder einige Fahrzeuge kamen zu einer Miniausstellung zusammen. So zum Beispiel die Sammlung alter Taxis in Edinburgh (siehe unten). Aber Youngtimer oder Vintage Cars, die momentan auf halbem Weg zum Oldtimer sind, gab es keine.

Hier erkennt man am Beispiel eines Hilux TD sehr deutlich, was schottischer Wind, Regen und Meerwasser mit der Karosserie von nicht ganz so alten Autos macht.

Nun hilft das schottische Seewetter der Karosse von rund 30 Jahre alten Fahrzeugen auch nicht besonders gut bei der Konservierung. Der hintere Radlauf eines Hilux auf dem Parkplatz von einem kleinen Fischerort zeigt dies deutlich. Und die jährliche Vorführung zur Untersuchung (MOT) mag das vorzeitige Ende für viele Fahrzeuge bedeutet haben. Das Rätsels eigentliche Lösung lautet aber Scrappage. Mitte 2009 eingeführt und bis zum März 2010 betrieben, zahlte man für mindetstens 10 Jahre alte Autos 2000 Pfund (das sind heute rund 2400 Euro) für die Verschrottung als Abwrackprämie. Wo bei uns aber noch etliche Schätze erhalten blieben, wurde auf der britischen Insel offensichtlich alles in Ford Ka und Toyota Yaris und Kia cee´d reinvestiert. Daher gibt es nun von mir nur noch ein paar Bilder mit Funden wirklich alter Autos.

 

 

 

 


 

Eine Galerie verschiedener Wegfunde in Schottland. Ich bin mir nicht 100% sicher, was wir hier sehen, werfe aber mal die Marken Lagonda, MG, Rolls Royce und TVR in den Raum. Um sachdienliche Hinweise wird gebeten.

 


Außerdem eine Sammlung historischer britischer Taxis, die in der Fußgängerzone von Edinburgh ausgestellt waren. Wer erkennt hier die Modelle? Die meisten Droschken waren von Austin.

 

 

 

Treffen im September – Motorhaubensitzen – ART

Die Blechpiraten rufen mal wieder zum ART (Automobiles Randgruppentreffen) auf den Parkplatz am Tierpark Dünnwald. Am 23. September 2012 geht es ab 14.00 Uhr los. Weitere Informationen und Hinweise zur Anfahrt findet ihr auf deren Webseite.

 

Eine Woche später findet sehr Änliches in der näheren Umgebung aber mit üblicherweise größerer Teilnehmerzahl statt: Das jährliche Parkplatzmotorhaubensitzen startet am Samstag, 29. September 2012 in Köln unter der Zoobrücke. Nähere Angaben sind dem Flyer unten zu entnehmen, die zugehörige Webseite ist nicht Firefox-freundlich und es existiert noch eine facebook page.

 

Land Rover Wartung und Ausflug

Der hellblaue Landy stand jetzt eine Weile ungenutzt herum. Einzige Ausnahme war eine Hochzeit, zu der ich den Trecker verliehen hatte. Es gab tatsächlich ein Brautpaar, das damit vom Altar abgeholt wurde.

Die Braut und das alte Auto

Nun stand eine etwas weitere Fahrt an und daher habe ich einen Wartungsintervall vorgezogen: Reifendruck und Profiltiefe gemessen und korrigiert – auch am Ersatzrad. Bremsflüssigkeit, Beleuchtung geprüft und… Mist! Hinten rechts kein Blinklicht. Nun wollte ich die Lampe wechseln, schraubte die runde Plastikverkleidung ab und hatte so viel Wasser auf dem Schuh, wie in das Blinkerglas passte. Na toll! Der Vorbesitzer hatte die Dichtung verkehrt eingebaut: Regen konnte oben reinlaufen, aber unten nicht raus. Es sollte umgekehrt sein. Natürlich war die Lampenfassung festgerostet. So kann sich ein Blinkerwechsel auch mal über mehr als eine halbe Stunde hinziehen.

Vor der Abfahrt eine Wartung in der Werkstatt. Gegenlichtfotos am frühen Morgen sind Mist. Bilder, die mit dem Telefon aufgenommen werden, sind Mist. Und die Fettpresse von Westfalia (unten zu sehen) ist absoluter Obermist.

So – Blinker waren nun OK, alle anderen Lampen auch, Kühlwasser OK, Ölstand optimal, Wischwasser voll, Spannung am Treibriemen OK, aber beginnende Rissbildung. Das Ding scheint älter zu sein. Kommt demnächst dran – zusammen mit einem Motorölwechsel. Ölstand in der Schaltbox habe ich nicht kontrolliert und auch nicht im Getriebe, da kürzlich erst die Kupplung erneuert wurde. Ölstand in der Lenkung wurde korrekt nachgefüllt, im Differential vorn ist OK und hinten… bekomme ich die Einfüllschraube nicht ab. Hat da jemand eine Idee? Soll ich mit Kältespray oder Heißluft arbeiten oder einen Druckluftschlagschrauber ansetzen? WD40 allein hat jedenfalls nicht geholfen.

Zum Schluss noch mit der Fettpresse alle Schmiernippel und Radlager versorgt. Hier ein Tipp: Kauft niemals-nie-keine Fettpressen im Billigversand – in meinem Fall bei Westfalia aus Hagen. Wie so oft ist billiges Werkzeug schlimmer als gar kein Werkzeug. Eine neue muss her! Vielleicht hole ich mir jetzt sogar eine Druckluft-Fettpresse für sorgenfreies Arbeiten in der Werkstatt…

Danach ging es zum Serie Landy Treffen nach Bad Honnef. Von Köln ist das etwas mehr als eine Stunde je Wegstrecke. Hier ein paar Bilder. Ein Mausklick ins Bild vergrößert die Ansicht ein wenig. Wer ein Foto im Original zuschickt haben möchte, schreibt mir über das Kontaktformular.

 

Überfahrt auf die rechte Rheinseite nach Bad Honnef mit der Fähre. Wer genau hinschaut, sieht schon ein paar Land Rover am Ufer. Wer nicht genau hinauschaut, guckt auf den roten Pfeil.

Die waren dabei.

Noch ein Teilnehmerfahrzeug.

Ein Traum in Elfenbein

Geschraubt wurde ausnahmsweise nicht. Dazu wäre der Platz auch zu schön und das Wetter zu warm gewesen. Aber man wird sich ja noch unters Auto legen dürfen.

Die Küche hatte geöffnet…

…und ein kleines Buffet gab es auch.

Und so wurde dann auch gegessen.

Bleche und Leitungen bördeln

Die meisten kennen das Bördeln von Blechen nur im Zusammenhang mit der Erweiterung des Radhauses (englisch: fender rolling). Eine typische Vorgehensweise, um mehr Platz für breitere Reifen zu schaffen. Hierbei wird nach Möglichkeit lackschonend gearbeitet, um Zeit und Kosten zu Sparen. Wie das geht, kann man ganz gut in diesem Video mit fürchterlicher Hintergrundmusik sehen.

Tatsächlich ist Bördeln aber allgemein eine Umformungstechnik bei der Blechbearbeitung. Jeder gezielte Knick und jede gewünschte Biegung im Metall ist damit gebördelt. Dies erfolgt üblicherweise unter Kaltverformung. Nur im Ausnahmefall wird das Blech vorher mit dem Brenner erwärmt, um Risse zu vermeiden. Eine Extremform des Bördelns ist das Falzen von Blech. Letzteres ist eine Biegetechnik, bei der zwei Bleche durch Abkanten und Ineinanderschieben verbunden werden.

Im Idealfall kann der Bördelvorgang durch eine Sickenmaschine oder eine Dreiwalzenbiegemaschine (auch Rundbiegemaschine) unterstützt werden. In einem Kurzvideo zeigen die Leute von Oldtimer.tv, wie man sich mit einem billigen Trick recht komplexe Blechteile selbst zurechtbördeln kann.

Zuletzt sei für den KFZ-Bereich noch das Bördeln von Bremsleitungen genannt, wobei die Metallröhrchen am Ende jeweils so erweitert werden, dass man sie mit einem anderen Endstück dicht verbinden kann. Wie dies mit ein paar Handgriffen und dem richtigen Werkzeug geht, zeigt dieses Video.

 

Youngtimer Links im August 2012

Youngtimer Links… ist natürlich nicht ganz richtig, denn im August wurde besonders viel über Oldtimer und wenig über Youngtimer geschrieben. Das liegt an der Saison: Alte Herren fahren ihren noch älteren Chrom spazieren. Außerdem sind die ausgewählten Themen diesen Monat etwas Ford-lastig. Es folgt die Linkliste mit lesenswerten und sehenswerten Beiträgen aus dem August.

Ford Granada

Bilder von den Classic Days Schloss Dyck

82er Honda Civic

Noch mehr Bilder von den Classic Days Schloss Dyck

1972 BMW Turbo

30 Jahre Ford Sierra

Die Mittelklasse der 70er Jahre

Der Land Rover von Winston Churchill (zum Verkauf)

 

Arbeiten am Jaguar Teil 3

Langsam arbeite ich mich ums Heck weiter nach vorne. Der XJ12 hat immer noch an allen Stellen, die für Jaguar-Rostfraß bekannt sind, seine Schwachpunkte. Die Stoßstange habe ich inzwischen abgenommen, was nicht so leicht und zerstörungsfrei ging wie gehofft. Viele Schrauben und Gewinde sind dermaßen vergammelt, dass auch Rostlöser-Exzesse nicht geholfen haben. Nachdem ich die dritte von vier Verbindungen durch Überdrehen und Abbrechen gelöst hatte, kam kurzerhand die Flex zu Einsatz. Die Teile sind eh nicht zu retten.

Die Abschlußbleche vom Kotflügel gibt es bei Limora für rund 90 Euro neu. Sie werden ersetzt. Schwieriger ist die Entscheidung bei dem Reparaturblech des Kofferraumbodens. Das soll knapp 400 Euro kosten. Das ist mir etwas zu heftig, nur um ein paar Qudratzentimeter Rost zu ersetzen. Ich werde das benötigte Stück demnächst selbst anpassen und einsetzen.

Gelb markiert der Gammel, den Streusalz und mangelnde Pflege anrichten. Natürlich erheblich verstärkt durch meine Nachforschungen mit dem Schraubenzieher. Schließlich wollte ich wissen, wie schlimm es ist. Ergebnis: Radlauf und Abschlussbleche müssen ersetzt werden.

Für die Kofferraummulde benötigt man keine gelben Kreise, um den Rostbefall zu entdecken. Einer der Vorbesitzer muss klebrige Pampe auf die Stellen geschmiert und hässlich überlackiert haben. Darunter konnte der Rost weiter sein Unwesen treiben. Bei meinen Untersuchungen des Unterbodens durchstieß ich den Knäckebrotbrösel ein paar mal und wunderte mich, warum die Jaguarkonstrukteure hinter das Bodenblech ein großes Stück Gummi eingesetzt hatten…

…das war natürlich Quatsch, aber unter dem Auto denkt es sich nicht so schnell:
Tatsächlich stocherte ich bereits munter im Reserverad herum, das an dieser Stelle die Aussicht auf die Fahrbahn genoss. Man kann die Stelle retten, ohne den gesamten Kofferraumboden ersetzen zu müssen. Allerdings werde ich zum Schweißen und Verzinnen die Leitungen vom Ausgleichsschlauch zwischen den beiden Benzintanks entfernen müssen.

 

 

Youngtimer und Oldtimer Links im Juli 2012

Die Links zu Beiträgen anderer in diesem Monat enthalten mehr Hinweise auf Fahrzeuge mit prominentem Vorbesitzer. Vielleicht liegt das daran, dass im Sommer das Geld für alte Autos besonders locker sitzt.

40 Jahre Mercedes W116

Der Cadillac von Al Capone

Limousine oder Coupé

Mercedes 500 SEC von Fürst Rainier v. Monaco

W124 Cocoon

Aufgemotzte Rostlauben

Diese Modelle werden Klassiker (so ein Quatsch)

Als gestern noch morgen war

Abarth – Und der Vogel fliegt

 

 

Luftfilterwechsel beim Audi90

Bei vielen Fahrzeugen und insbesondere Youngtimern ist der Luftfilterwechsel herzlich einfach: In der Mitte über dem Motor tront der runde Kasten, man löst eine Flügelmutter in der Mitte, öffnet den Deckel, alten Filter raus, neuen Filter rein, fertig! Alles in allem ein Sache von unter zwei Minuten.

Nicht so beim Audi90, hier ist das Tourette-Syndrom des Schraubers fast vorprogrammiert. Weil ich die Anleitungen in diversen Foren für nicht ganz selbsterkärend halte und weil man ohne lange Suche den Luftfilter vielleicht gar nicht findet, habe ich meine Erklärungen unten durch hoffentlich aussagekräftige Bilder ergänzt.

Benötigt werden ein Einweg-Luftfilter für 10-20 Euro je nach Hersteller und Verkäufer. Man könnte jetzt auch gleich einen auswaschbaren Sportluftfilter einwechseln, aber das ist ein anderes Thema und das sollte jeder für sich entscheiden. Ein flacher Schraubendreher und ein Kreuzschlitzschraubendreher sowie eine Lampe sind auch noch erforderlich.  Haube auf!

Audi90 geöffnete Haube - Luftfilterwechsel

Den Luftfilterkasten suchen wir im Motorraum auf der rechten Fahrzeugseite. Ich habe in dem Foto mit orangenen Pfeilen markiert, wo die Arbeit beginnt.

Teil zwei - Audi Luftfilterwechsel

Hier kann man genauer sehen, wo zwei Kreuzschlitzschrauben gelöst werden müssen. Außerdem ist eine Gummihalterung eines Schlauchstücks zu lösen. Zwei Kunststoffklemmen sind zu entriegeln und der Gummischlauch ist mit der Hand abzuziehen. Dann kann man die schwarze Plastikverkleidung hinter dem Scheinwerfer nach oben ziehen.

 

Teil 3 - Luftfilterwechsel

Auf der Pappe habe ich für das Foto noch einmal die beiden ausgebauten Teile aus dem vorherigen Schritt abgelegt. Nun sind an dem Gummiteil der Gemischaufbereitung zwei Schlauchschellen zu lösen (siehe orangene Pfeilmarkierung im Bild). Anschließend das Gummiteil abziehen und so weit wie möglich wegbiegen. Es muss nicht völlig entfernt werden, das wäre zu viel Arbeit.

Luftfilterwechsel Teil 4

So sollte das jetzt aussehen. An den Filter kommen wir so aber immer noch nicht. Wir haben nur mehr Platz zum Arbeiten gewonnen.

Teil 5 Luftfilterwechsel Audi90

Jetzt kommt man gut an fünf oder sechs Metallklemmen, die den Luftfilterkasten ringsum verschließen. Zwei davon habe ich auf dem Foto orange eingekreist. Die anderen sind aus dieser Perspektive nicht erkennbar. Die Klemmen müssen ringsum gelöst werden. Das geht am besten mit einem Schraubenzieher, mit dem man die Aussparung in der Mitte der Klemme wegdrückt. Man kann es auch mit der Hand versuchen und wird dann ganz sicher etwas Haut vom Handrücken im Motor lasssen. Wer’s mag…
Nun kann man die ganze Einheit mit der Gemischaufbereitung anheben und nach schräg oben wegdrücken. Das Teil ist einigermaßen flexibel. Mit der anderen Hand lässt sich der alte Filter herausnehmen und der neue einsetzen. Einzelne Teile könnte man jetzt auch ganz gut reinigen oder abwischen.

Der alte Luftfilter vom Audi90

Das ist der alte Luftfilter gefüllt mit Staub, Siff und Schmodder. Der Zusammenbau erfolgt in umgekehrter Reihenfolge. Dabei wird man feststellen, dass die frickeligen Metallklemmen plötzlich ganz einfach schließen, die Schlauchschellen und das Gummiteil jedoch größere Probleme bereiten. Aber mit etwas Druck an der richtigen Stelle passt das alles ganz prima zusammen. Fertig!

Neue Reifen für den Buggy

Eine der beliebtesten oder am häufigsten gesuchten Seiten hier im Blog sind Informationen zu Oldtimerreifen und deren Umrechnung. Doch offensichtlich wird nicht alles erklärt. So schreibt Leser Volker K. aus Castrop-Rauxel:

Hallo, ich habe mir einen 34 Jahre alten Buggy Mod. Albar S gekauft. Die originalen Diagonal Reifen sind vorne B 50-13/4 PR und hinten N 50-15/4 PR. Haben Sie eine Tabelle oder einen Rechner aus der hervorgeht, welcher aktuellen Reifengröße diese Räder entsprechen?

Nun Volker, dann wollen wir mal diese Angaben entschlüsseln.

Das nachgestellte 4PR gibt den Tragfähigkeitsindex an. Er wird auch Ply Rating genannt. Früher stand die PR-Zahl für die Anzahl der Lagen zur Verstärkung, später nur noch für die Belastbarkeit der entsprechenden Anzahl Lagen. Heute findet man eine solche Information eigentlich nur noch bei bestimmten LKW-Reifen. Bei PKW genügt die Angabe des Lastindex. Weitere Informationen zu dem Thema findest Du hier.

Jetzt hast Du noch die Zahl 50-13 oder 50-15 zu enstschlüsseln. Wahrscheinlich hast Du hier schon mal geschaut und nichts gefunden. Das liegt daran, dass Buggy Reifen oft ziemlich eigenartige Dimensionen haben. Es handelt sich halt um Füße für ein Spaßfahrzeug, das im Sand oder anderem unüblichen Terrain unterwegs ist. Daher gilt auch die hier getroffene Aussage, dass üblicherweise von einem Höhe zu Breite Verhältnis von 80% auszugehen ist für Dich nicht unbedingt. Am besten misst Du mal nach, ob bei Dir nicht eventuell die Reifen ebenso breit wie hoch sind. Auf jeden Fall gibt 50 die Höhe und 15 (oder vorn 13) die Dimension an. Die Breite verbirgt sich in dem ersten Buchstaben und je weiter der Buchstabe im Alphabet war, desto mehr Last konnte der Reifen tragen. Gleichzeitig ging man davon aus, dass man bei höherer Last breitere Reifen benötigte. Verglichen mit heutigen Dimensionen gilt daher ungefähr:

C = 185, D = 195, E = 205, F = 215, G = 225, H = 235, und immer plus 10, ….

Wir erinnern uns: Vorn hast Du einen B 50-13/4 PR. Das ist demnach ein 175er. Hinten ist ein N 50-15/4 PR montiert, das ist ein sehr breiter 285er. Folglich kaufst Du am besten zwei 175/50R13 Reifen für vorn und hinten sind dann zwei fette 285/50R15 fällig. Bei MOPAR Muscle Car Umbauten sind die Dinger übrigens gar nicht so selten. Vielleicht schickst Du uns mal ein Foto von Deinem Buggy…?

 Nachtrag: Das Foto kam natürlich auch noch per Email.

Oldtimer und Youngtimer Links im Juni

Wie jeden Monat so auch diesmal wieder eine Sammlung der Links, Beiträge und Videos der anderen im Netz zum Thema Youngtimer, Oldtimer, Altblech und Fahrkultur. Der Juni ist noch nicht vorbei, daher wächst die Liste noch ein wenig. Diesmal ist die Liste irgendwie sehr BMW und Mercedes lastig.

Autos der Herzen

Roadster mit Querlüftung: Z1

Mercedes-Benz E36 AMG Cabrio

Staatskarossen früher und heute

BMW 733i, der ewige Zweite

Alfa Romeo Alfetta

Die einen sammeln Klebebilder, Pannini sammelt alte Autos

40 Jahre Mercedes W116

In der Kürze liegt die Würze, der Peugeot 104

 

Fahrzeuguntersuchung für Oldtimer abgeschafft

Leider nur in Großbritannien…

Davon träumt der geneigte Oldtimerbersitzer in Deutschland: Weil Oldtimer (oder auf der Insel spricht man von classic cars) nur 0,03% der Verkehrsunfälle ausmachen und zugleich mit 0,6% am Verkehrsaufkommen beteiligt sind  und weil Besitzer solcher Fahrzeuge sowieso mehr auf den Zustand des Gefährts achten als der normale Halter, entfällt ab 01. November 2012 die MOT.

Die MOT ist normalerweise jährlich fällig und ähnelt der in Deutschland bekannt HU allerdings ist man in England etwas weniger streng. Als classic cars sind alle Autos definiert, die vor 1969 gebaut wurden. Darüber hinaus sind Fahrzeuge vor Baujahr 1973 auch noch von der Steuer befreit.

Quelle: Autotrader und Oldtimer Markt

Bau eines Land Rover – Range Rover Hybrid

Nein, es geht hier nicht um ein schweres Geländefahrzeug mit Hybridantrieb, sondern um einen Defender-Aufbau mit einem Range Rover Rahmen darunter. Klingt komisch, ist aber durchaus interessant und unterhaltsam anzusehen. Selbst, wer das Projekt als solches niemals umsetzen wird, erfährt einiges über den Umgang mit Plasmaschneider, Bearbeitung von Aluminium, MIG-Schweißtechnik, Biegen von Rohren, Lackiertechnik, etc. Nach über 2500 Stunden Arbeit enstand ein wirklich ansehbares und hochwertiges Offroad Monster.

In 15 Folgen zu jeweils 23 Minuten zeigt Mark Evans wie schon zuvor bei der Restaurierung eines MG B, wie das alles geht. Die einzelnen Folgen sind über Youtube abrufbar:

Folge 1: Einführung und Zerlegung

Folge 2: Zusammenführen von Rahmen und neuem Aufbau (100″ wheelbase)

Folge 3: Schweißtechniken und Vorbereitung zum Sandstrahlen

Folge 4: Getriebearbeiten

Folge 5: Aufbau des Range Rover V8 und 5-Gangschaltung

Folge 6: Arbeit an den Achsen

Folge 7: Konstruktion eines Überrollrahmens

Folge 8: Vorbereitung zur Lackierung

Folge 9: Motorarbeiten

Folge 10: Karosserie lackieren

Folge 11: Tank, Abgassystem, Kühlsystem

Folge 12: Innenausbau

Folge 13: Nützliche und weniger nützliche Anbauten

Folge 14: Türen, Sitze, Achsvermessung

Folge 15: Finale

Manifold Destiny – Kochen im Auto

Beim Aufräumen ist mir ein Taschenbuch aus den späten 90ern in die Hände gefallen: Manifold Destiny von Maynard und Scheller. Ich hatte es damals irgendwo in den USA gekauft, weil ich die Idee interessant fand, unterwegs im Auto zu kochen. Genauer gesagt nicht im Auto, sondern mit dem Auto– irgendwo im Motorraum. Daher ist die Zubereitungszeit auch nicht in Minuten, sondern in Meilen angegeben. Die Gerichte sind einfach und meist ähnlich wie das Garen von Zutaten in Alufolie in der Glut eines Lagerfeuers oder Grills.Es gilt, zuerst die besten Plätze im Motorraum zu finden, die einerseits genug Hitze entwickeln, andererseits geschützt vor Nässe, Dreck und sonstigen Widrigkeiten der Straße sind. Davon handelt das gesamte zweite Kapitel über 40 Seiten.Das funktioniert in alten Autos natürlich viel besser als in Neuwagen. Bei Amazon gibt es das Buch sowohl neu als auch gebraucht und ausschließlich in englischer Sprache.

 

Textbeispiel:

Nicht nur Buffalo, sondern Any-City Chicken Wings (Zubereitungszeit 140-200 Meilen)

Benötigt werden

  • 18 Hähnchenflügel
  • 1/2 Tasse Tomaten Ketchup (vorzugsweise Heinz)
  • 1 Tasse Rotweinessig
  • 4 bis 6 Jalapenos (oder mehr, wenn es richtig scharf werden soll) in Scheiben geschnitten
  • 3 Knoblauchzehen in Scheiben geschnitten
  • 1 Esslöffel gehackter Oregano (möglichst frisch)
  • 1 Teelöffel Paprikapulver
  • Salz zum Abschmecken

Die Geflügelflügel werden in einer Schale zwischengelagert, sämtliche andere Zutaten in der anderen Schale verrührt. Dann wird die entstandene Würzsauce über die Hähnchenflügel geschüttet. 24 Stunden im Kühlschrank lagern und dabei gelegentlich durchrühren. Anschließend in 3 gleichgroße Pakete Alufolie einrollen und an geeigneter Stelle (siehe Kapitel 2) platzieren.

Kochen Sie von Buffalo bis Ashtabula, Ohio – wenn Sie wissen, wo das liegt. Wenn die Garzeit noch nicht ausreichend war, fahren Sie noch etwas weiter über die Interstate 90 bis Cleveland.

 

 

Strecke von Buffalo nach Cleveland

Strecke von Buffalo nach Cleveland, Quelle: google maps

Arbeiten am Jaguar Teil 2

Die Arbeiten am Jaguar gehen weiter. Ich hätte gern mehr Detailbilder geliefert, aber die Kamera hat mich mangels Akku im Stich gelassen. Ich habe mir mit der GoPro HDbeholfen. Die ist eher für rasante Videoaufnahmen gedacht und hat weder Vorschaumodus noch Bildstabilisator. Bei mäßiger Beleuchtung in der Halle sind die Fotos daher gern unscharf und grob verpixelt. Ich zeige daher heute nur die wenigen brauchbaren Bilder.

Rostige Schwellerspitze

Da ist nichts mehr zu retten: Rostige Schwellerspitze.

Schweißarbeitem am Ersatzblech der Schwellerspitze

Hier wird ein passendes Ersatzblech für die Schwellerspitze zusammengesetzt. Für die gleichmäßige Rundung benötigt man eine Biegemaschine. Die Stoßkanten wurden mit einer Absetzzange bearbeitet. Später muss ich noch die Übergänge verzinnen. Das Einsetzen des Reparaturbleches Marke Eigenbau erfolgt wahrscheinlich erst nächste Woche.

Teilausschnitt Tür hinten links

Eine Schwachstelle des XJ bezüglich Rostanfall sind die Kanten der hinteren Einstiege. So auch bei diesem Modell. Ich habe den Gammel großzügig entfernt, Ersatzbleche eingesetzt und den Rest mit Spachtelmasse ausgeglichen. Leider waren die Bilder von den Arbeiten unbrauchbar und hier kann man nur noch das Ergebnis mit erfolgter Grundierung sehen.

Arbeiten am Jaguar Teil1

Der XJ12 steht nun schon wieder viel zu lange unbearbeitet rum. Ich hatte den Wagen Ende 2009 im Winter gekauft und auf eigenen Rädern nach Köln gebracht. Eine kurze Zeit hatte er noch Saisonkennzeichen, aber auch für diese sind wegen des großen Hubraums (Fünfkommadreiliter) und den schlechten Abgaswerten (Euro1) enorme Steurn zu zahlen. Dann kam auch noch der Auszug aus der alten Halle in Pulheim, der Bezug der Youngtimer Garage in Weidenpesch, der Audi90 und diverse andere Dinge dazwischen.

Was steht also in den nächsten Tagen an?

Der Jaguar möchte gern wieder ein ansprechendes Blechkleid tragen. Leider hat er über die Jahre an den üblichen Stellen Rost angesetzt. Nichts schlimmes, muss aber gemacht werden: Türkanten unten und diverse Minidellen in der Tür, die üblicherweise vom Parken und unachtsamen Aussteigen kommen. Die äußeren Radläufe vorn und hinten sind verdächtig. Die  vordere Schwellerpartie lässt nichts Gutes vermuten und auch das Emblem des Leapers an den Kotflügeln hat unten drunter Wellen provoziert.

Ich habe überall, wo ich Rost vermutet habe, den Excenterschleifer oder die Schruppscheibe sprechen lassen, um den Lack und die Grundierung zum Blech zu durchdringen. Wenn ich fündig wurde, musste noch die Drahtkopfbürste ran, bis nur noch blankes Metall zu sehen war. Wie beim Zahnarzt: Der Karies ist erst weg, wenn man im gesunden Zahn angekommen ist. Zur Sicherheit habe ich alle blanken Stellen anschließend mit dem Rostumwandler Fertan bestrichen.

Beginn der Arbeiten am vorderen Schweller

Der vordere Schwellerbereich ist leider nicht mehr zu retten. Ich hatte sowas schon befürchtet, aber erst abgeschliffen zeigte sich im Blech das volle Ausmaß der Zerstörung. Ich werde hier ein etwa 20cm langes Reparaturblech einsetzen müssen. Die äußeren Radläufe hingegen waren zumindest vorn ein Fehlalarm. Bis auf ganz wenig Rostpickel und eine kleine Verformung, die wohl von einem größeren Stein oder Holz stammt, ist hier kein weiterer Handlungsbedarf. Das nun blanke Metall bekam aber auch hier den Fertanüberzugund mit etwas Füller und Farbe ist an diesem Teil die Arbeit abgeschlossen.

Alle Flächen blank geschliffen, vordere Schwellerpartie aufgegeben

Außerdem eine ganz übliche Jaguar-Krankheit: Der Himmel hängt durch.

Bei fast allen Modellen des Jahrgangs hat sich mittlerweile der Kleber gelöst. Ich habe den alten Himmel raus genommen, die Pappe vorsichtig mit einem Plastikschaber vom gammeligen Schaumstoff der 80er befreit, an den nötigen Stellen einige Kanten mit Glasfaser und Kunstharz ausgebessert und anschließend wieder neu bezogen. Dazu verwendete ich Sprühkleber, Dämmwolle aus dem Sattlerbedarf und – jetzt wird es nicht ganz original, sieht aber besser aus – helles Alacantara als Bezugsstoff. Leider kann man den Himmel nicht ungeknickt aus- und einbauen, da die Türen zu klein sind. Bei Kombis kann man den fertigen Himmel meist durch die Heckklappe reinreichen, beim XJ12 muss für den Einbau die Front- oder Heckscheibe raus.




Restauration eines MGB

In der Youngtimer Garage wartet derzeit immer noch ein schwarzer MG Midget 1500 auf seine Wiederbelebung. Doch zuvor will der Jaguar fertig gestellt werden. Zu viele Projekte gleichzeitig anzufangen, verdirbt die Qualität und führt mitunter nicht mehr zu einem Ziel.

Im Vorfeld habe ich aber schon mal diverse (Informations-) Quellen angezapft und bin dabei auf die unterhaltsame und ausführliche Reportage An MG Is Born von Mark Evans gestoßen. Darin wird in 10 Episoden ein 1973er MGB gekauft, zerlegt, vollkommen restauriert und wieder zusammen gesetzt. Einige der filmischen Beiträge sind in der Zeitschrift Practical Classics (das ist das britsche Pendant zu der bei uns bekannten Oldtimer Praxis) redaktionell ergänzt worden und über die Homepage des Autors als PDF frei verfügbar (Teil1, Teil2, Teil3, Teil4, Teil5 und Teil6).

Man kann die DVD aus dem Jahr 2005/2006 für knapp 20 Euro bei Amazon (siehe Anzeige rechts) kaufen oder aber die einzelnen Teile auf YouTube anschauen (siehe Tabelle unten). Bei letzterem Angebot wage ich den Urheberschutz anzuzweifeln. Aber das ist nicht mein Problem, sondern das von Google respektive YouTube.

 

Episode

Inhalt

Teil 1

Teil 2

Teil 3

Episode 1

Einführung, Kauf und Teilzerlegung

hier

hier

hier

Episode 2

Demontage von Motor und Karosserie, Besuch im MG-Werk

hier

hier

hier

Episode 3

Sandstrahlen und Hinterachse

hier

hier

hier

Episode 4

Kotflügel und Overdrive

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Episode 5

Seitenteile und Motor

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Episode 6

Hinterachse, Getriebe und Motor

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Episode 7

Bremsen, Heizung, Kupplung

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Episode 8

Innenausbau

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Episode 9

Elektrik und Abgasanlage

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Episode 10

Finale

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Den Motor abholen

Eigentlich wollte ich heute endlich die linke Seite des Jaguar komplett fertigstellen und dann wie letzten Monat angekündigt über den Zwischenstand berichten. Wie so oft kam es anders. Mein Vater ließ verkünden, dass der Motor seines TR6 nun aus der Revision zurück kam. Er bat mich um Hilfe beim Organspende-Transport. Also fuhren wir von Köln nach Buchholz zu Limora, ließen den Motor hinten in den Land Rover einladen, denn die Herren hatten Tragegurte und einen Gabelstapler und damit ging das recht schnell und einfach.

Kurz vor Abfahrt bei Limora in Buchholz

Pappe als Unterlage, Zellstofftücher als Ölbindemittel, Motor drauf, Ladungssicherung ist für Weicheier

Im Laderaum des Land Rover macht sich so ein TR6 Motor recht mickrig aus.

Wo ich schon mal bei Limora war, kaufte ich noch ein paar Liter Brunox und Fertan ein und zusammen mit ein paar Kleinteilen waren wir dann auch schon wieder auf der Bahn Richtung Krefeld. Nun ist der Land Rover Serie 3 Diesel nicht als Langstreckenfahrzeug bekannt. Daher ist eine Autobahnfahrt auch eher eine meditative Angelegenheit. Rechte Spur, vierter Gang, das Bummen des Motors und die nicht vorhandene Komfortfederung waren für die nächsten zwei Stunden die Unterhaltung.

Das Ausladen haben dann die Jungs in der Werkstatt übernommen und hier kann man dann auch noch sehen, wo der Motor dann in den nächsten Tagen wieder eingebaut werden soll.

Ankunft in der Werkstatt

Wie kommt der Motor nun hinten wieder raus?

TR6 Motor Ausladen am Ziel

Genau. Machen lassen!

Da soll der Motor dann bald rein

Leerer Motorraum TR6

Aber noch klafft hier ein großes Loch

 

Linksammlung Mai 2012

Wie auch in den Monaten zuvor (hier), gibt es diesmal wieder die Linkliste mit Beiträgen der anderen Fotografen, Bloggern, Filmern und Schreibern zum Thema Youngtimer und Oldtimer. Diese Liste wird in den nächsten Tagen immer mal erweitert, wenn ich etwas Interessantes finde oder darauf aufmerksam gemacht werde.

66 Jahre Vespa

Unrestaurierter Mini für £40,000

La dolce vita, die schönsten Cabrios zwischen St. Tropez und Santa Monica

Jaguar, Land Rover: Die Queen und ihre Autos

Die häufigsten Modelle mit H-Kennzeichen

Reportage Lincoln Continental Mark IV

Mit Ente und Pagode zum Erfolg

25 Jahre BMW Z1

Goldgrube Youngtimer

Wie Pinup Models schon in den 50ern photoshopped wurden

Youngtimer – Die nackte Wahrheit riecht nach Neuwagen

Zulassungsstatistik Oldtimer in Deutschland des VDA

Grundlagenwissen zum Jaguar XJ – Serie 3

In den nächsten Tagen wird auf den Seiten der Youngtimer Garage häufiger von Arbeiten am Jaguar XJ12 zu lesen sein. Vorher möchte ich einige Details und die wichtigsten Links der Fachpresse zu diesem Auto zusammen tragen.

Links und Wissenwertes zum Jaguar XJ.

In Motor Talk schreibt Götz Leyrer von Motor Klassik über das Britisch-elegante Schnäppchen – Jaguar XJ:

[…] Traumwagen lassen sich sogar für weniger als 10.000 Euro finden, auch mit zwölf Zylindern. Die Preise für Jaguar XJ beginnen bei mobile.de schon bei knapp über 1.000 Euro, im Zustand 3 sind für das Topmodell mit Zwälfzylinder rund 7.000 bis 10.000 Euro fällig – das muss nicht zwangsläufig ein schlechter Kauf sein. „Wenn der Wagen regelmäßig gewartet und nicht über längere Strecken mit mehr als 4.000/min über die Autobahn gejagt wurde, halten die Motoren sehr lange“, weiß Dieter Lemke von Lemke und Schöne in Frankfurt. Natürlich sollte nach der Probefahrt mit dem Traumwagen keine Öllache unter dem Auto entstehen – was auf deutlichen Verschleiß der bekannt heiklen hinteren Kurbelwellenabdichtung hinweist, für die es zwar modernen, aber teuer zu montierenden Ersatz gibt.

Und auch die Wartung dieses Traumwagens ist nicht ganz billig – selbst ein Zündkerzenwechsel kann einen Monteur 1,5 bis zwei Stunden beschäftigen. Aber beim Ersatzteilpreisvergleich mit anderen Exoten schneidet der XJ recht gut ab. Eine Frontscheibe für rund 200 Euro oder eine komplette Nirosta-Auspuffanlage für etwa 900 Euro bereiten ähnlich wenig Herzklopfen wie das entspannte Dahingleiten auf dem Highway mit dieser noblen Limousine.[…]

Jaguar im Jogginganzug. Motor-Klassik berichtet über einen der von Arden auf sportlich getrimmten XJ12 Limousinen mit 310PS.

Zum Sterben zu schön. Auto Bild gibt Hinweise zum Gebrauchtwagenkauf und Wertermittlung des XJ Serie3. Dies ist allerdings ein Artikel aus dem jahr 2002, als der XJ noch an der Schwelle von Gebrauchtwagen zum Youngtimer stand. Heute ist eher der Übergang von Youngtimer zum Oldtimer fließend.

Hinweise zum Kauf eines Jaguar XJ mit ausführlicher Dokumentation der typischen Schwachstellen gibt es hier vom Jaguar Online Club und hier noch einmal von Motor-Klassik. Die typischen Preise aus dem Jahr 2011 für verschiedene Zustände habe ich hier zusammen gestellt. Zu beobachten ist, dass inzwischen weniger Restaurationsobjekte auf den Markt kommen. Entweder handelt es sich um echten Kernschrott und Kandidaten für den Schlachter, die keine 1000 Euro mehr wert sind oder die Preise liegen inzwischen wieder über 5000-6000 Euro für guterhaltende Garagenwagen mit mittlerer Laufleistung. Ganz selten verirrt sich ein Angebot im fünfstelligen Bereich in die Anzeigen. Dies sind dann Einzelexemplare, die entweder generalüberholt und restrauriert oder unter 9000km gefahren wurden.

Die von der Schlossallee. Motor-Klassik vergleicht mit einem Mercedes 420 SEL und einem Jaguar XJ12 zwei Oberklasse-Autos der 80er. 18 Bilder zu dem Artikel zeigen deutlich, welches Fahrzeug das elegantere Design vorwesien kann – Bruno Sacco gegen Pininfarina: Technokraten und Erbsenzähler fahren SEL, Landadel und Menschen mit Stil bevorzugen den XJ.

In dem Artikel Jaguar XJ – Der Geist von Coventry auf Carsablaca gibt es eine kleine Typenkunde der XJ Serie und viele nützliche Detailfotos.

Aus der Serie Klassiker für Mutige ist der Artikel der Preis ist heiß in Auto Bild Klassik von 2011 mit sehr vielen Fakten. Zitat: Den Jaguar XJ12 gibt es für kleines Geld. Ein billiges Vergnügen ist der Brite aber nicht.

Noch ein Bericht der Auto Bild handelt vom privaten Jaguar der Queen. Die wohl prominenteste Besitzerin eines XJ Double Six in british racing green war bis ins Jahr 2010 Elizabeth II.

 




Classic Cars and Caravans in Niederkassel

Bildquelle: Pressefoto des Veranstalters

Am 2. und 3. Juni 2012 findet in Niederkassel bei Bonn das jährliche Oldtimertreffen der lokalen Werbegemeinschaft statt. Teilnehmen können Fahrzeuge aus den 50er bis 80er Jahren aller Marken und Herkunftsländer. Autos, Motorräder, Caravans, Traktoren, LKWs und alles andere, was die “Gute alte Zeit“ wieder aufleben lässt, ist herzlich willkommen.

Das Rahmenprogramm ist kann hier eingesehen werden, die Anfahrt mit verschiedenen Zonen am Zielort ist hier erklärt.

The Bus – ein Film über den VW-Bus

Keine Frage, der VW-Bus ist unter den Liefer- und Transportfahrzeugen zu einem echten Kultobjekt geworden. Danach kommt erst einmal lange Zeit gar nichts und dann irgendwann vielleicht ein Framo und diverse US-Pickups wie der Ford F100. Nun gibt es einen Film, eine 60 minütige Dokumentation über den T1, T2, T3 von VW. Premiere ist am 14.04.2012 im Rahmen des Durham Full Frame Documentary Film Festival. Wer sich in die Mailing Liste einträgt, wird über die Veröffentlichung auf DVD informiert. Und nun noch zwei Trailer, damit spare ich mir weitere Worte:

Quelle und weitere Informationen hier.


 

Drive it-Day in Köln

Das Museum für Angewandte Kunst Köln (MAKK) lädt am 29. April 2012 zum ersten Drive it-Day in Deutschland ein. Die Zufahrt für die Teilnehmer erfolgt ausschließlich über die Tunisstraße (Nord-Süd-Fahrt).

Von 10 bis 18 Uhr sind das Karree um das Museum in der Kölner Innenstadt für Fahrzeuge mit H-Kennzeichen oder 07er Nummernschild reserviert. Die Teilnahme ist kostenlos. Wer mitmachen will, den bittet das MAKK, sich auf den Internetseiten des Drive it-Day anzumelden. Diese Seite ist etwas schwierig zu verstehen und zu bedienen, nunja – was soll ich sagen… Künstler halt. Niemand hat gesagt, Kunst sei einfach.

Das Vorbild für den Drive it-Day stammt aus England, wo es ähnliche Veranstaltungen in den Saisonstart bereits seit 1900 gibt. Der Impuls für die Veranstaltung des MAKK kam aus der eigenen Sammlung. Zu der zählen ein Mercedes 300 SL-Flügeltürer von 1956 und ein Volkswagen Karmann-Ghia von 1968/1969.

Ein Rahmenprogramm mit Expertengesprächen, Führungen und kulinarischen Angeboten im und um das Museum rundet den Tag ab. Der Eintritt zu allen Veranstaltungen ist frei.

Oldtimer- und Youngtimerlinks im April

Es ist April, noch etwas kalt, aber die Zeit ist jetzt spätestens reif für die ersten Ausfahrten. Hier folgt die Liste der relevanten und interessanten Links zum Thema Oldtimer und Youngtimer für den Frühling 2012. Die Listen vergangener Monate sind hier zu finden und solange der April noch nicht vorbei ist, wird die Liste auch immer länger. Und die statischen Links und Lesenswertes habe ich auch erweitert.

Teures Benzin, obwohl es an Öl nicht mangelt

Boom der Oldtimerbranche

Old School Club Racing

Die zehn besten Autofilme

Endgültiges Produktionsende für LADA

Mexiko City verbannt das Käfer-Taxi aus der Millionenmetropole

Alfa Romeo GTV6 Grand Prix

Ford Capri RS2600

Oldtimer als Dienstwagen fahren

Volkswagen eröffnet eigene Werkstatt für T1 und T2 in Hannover

Kombi, Station Wagon, Estate Car

Der nächste Artikel fällt eindeutig in die Rubrik unnützes Wissen: Im deutschen Sprachgebrauch reden wir meist von einem Kombi, was übrigens die Kurzform von Kombinationskraftwagen ist. Gemeint ist die Kombination aus PKW und LKW oder einem Auto zur Beförderung von Lasten und von Personen. Bevor Mutti das SUV für sich entdeckt hatte (weil sie von oben so schön den Verkehr sehen kann), suchten werdende Eltern meist nach einem Kombi und verkauften dann Papas Sportwagen, weil jetzt Platz für Pampers und Kinderwagen her musste. Schon viel früher hatten Handwerker die praktische Ladeklappe im Heck für sich entdeckt.

Vergleich der Karosseriebauformen Stufenheck, Kombi und Schrägheck am Beispiel Ford Focus. Quelle: Public Domain, en-Wikipedia

Weil Kombi die blechgewordene Spießerkarre schlechthin bezeichnet, haben sich die Hersteller eine Reihe phantasivoller Namen dafür einfallen lassen. Keiner will hingegen einen anderen Namen für Coupé im Programm haben – warum wohl? Variant (VW), Avant (Audi), Break (Citroen), Clubman (mini), Touring (BMW), Turnier (Ford) oder schlicht T-Modell (Mercedes) heißen die Bauweisen. Bei machen Baureihen wie zum Beispiel dem VW-Passat macht der Kombianteil über 70% der zugelassenen Fahrzeuge aus.

In Nordamerika und Australien spricht man von einem Station Wagon, in England hingegen von einem Estate Car oder etwas veraltet von einem Shooting Brake. Station Wagon leitet sich dabei von spezialisierten Fuhrunternehmern ab, die ein von Pferden gezogenes Gespann hatten, auf dem vorn Passagiere und hinten das Gepäck transportiert wurde. Damit fuhren sie zwischen Bahnhof (Station) und Hotel hin und her.

Als Youngtimer oder Oldtimer mit Potential zur Wertentwicklung sind Kombis gar nicht zu empfehlen. Alte Autos werden zumeist als Spaß- oder Luxusfahrzeuge bewegt und sollen auch ein wenig Prestige darstellen. Daher sind Coupé und Cabrio die Bauweisen mit der vergleichsweise höchsten Wertsteigerung. Auch wenn ein W123 T-Modell oder ein Wartburg-Tourist einigermaßen kultig sein mögen…

Wegfall der Rückdatierung der HU-Plakette

Wenn man sich heute Pressemitteilungen aus dem Herbst 2011 anschaut (zum Beispiel hier oder hier), macht sich ähnlich wie bei der Lachnummer Wechselkennzeichen Enttäuschung breit. Damals noch hieß es, die unsinnige Rückdatierung der Plakette bei überzogener Frist zur Hauptuntersuchung bei TÜV, Dekra, GTÜ und ähnlichen würde zum April 2012 abgeschafft. Seit Dezember 1999 führt eine verspätet durchgeführte HU dazu, dass die Frist für die nächste HU mit dem Monat der Fälligkeit der letzten HU beginnt. Dabei ist diese Regelung nicht einheitlich in den verschiedenen Bundesländern umgesetzt: So ist die Rückdatierung in Hessen und im Saarland faktisch abgeschafft. Auch in Bayern gibt es Ausnahmen von der Rückdatierung, wenn der Termin für die Hauptuntersuchung sehr lange überzogen wurde. Im Extremfall fährt man bei uns mit einem Fahrzeug beim Prüfer vor, dass seit 100 Wochen überfällig ist. Dann bekommt man eine Untersuchung und bei positivem Befund auch eine Plakette, die aber in etwas weniger als einem Monat wieder abläuft. Oder man bezahlt gleich die doppelten Prüfgebühren für eine Prüfung und kommt dann erst in zwei Jahren wieder.

 

Das ist natürlich völliger Quatsch und nach über 13 Jahren sieht das der Gesetzgeber auch so. Die Reform sieht folgendes vor: Gegen eine höhere Gebühr – wegen der Mehrarbeit des Prüfers bei einem überfälligen Fahrzeug (hahaha…) – ist die neu erteilte Plakette immer 2 Jahre gültig. Aber die geplante Reform der Hauptuntersuchung (HU) verzögert sich und wird doch nicht wie vorgesehen diesen April umgesetzt. Einer Pressemeldung des TÜV Süd zufolge gibt es bei der Novellierung der Straßenverkehrs-zulassungsordnung (StVZO) auf Ebene der Bundesländer weitergehenden Beratungsbedarf. Nun heißt es, die Neuerungen treten am 1. Juli 2012 in Kraft. Es bleibt nur noch abzuwarten und zu hoffen, dass dies am Ende nicht so ein Desaster wird wie das Wechselkennzeichen. Und ich fahre jetzt den seit Oktober überfälligen R107 nach seiner Winterpause zum TÜV, denn die Sonne ruft heute und nicht erst im Juli.

Saisonstart in der Classic Remise im April

Die Classic Remise Düsseldorf (vormals Meilenwerk) läutet den Saisonstart am 14.04. und 15.04.2012 ein.

Wie schon in den Vorjahren und beim Saisonabschluss werden am Wochenende die Verkaufsräume geöffnet sein und ein gastronomisches Angebot bereit gestellt. Die vielen Besucher werden nur in einem Oldtimer auf das Gelände gelassen, alle anderen müssen auf entferntere Ausweichparkplätze fahren.

Geboten werden neben dem üblichen Gucken und Schauen und zahlreichen Benzingesprächen

  • großes Oldtimertreffen im Außengelände
  • Live-Musik Samstag und Sonntag
  • Sonderausstellung „Art on wheels“ – Künstler präsentieren das Thema Kunst und Automobil
  • Ausstellung über die Geschichte der Motorisierung im Rheinland mit zahlreichen originalen Exponaten
  • Clubstände
  • Teilemarkt für historische Fahrzeuge

Weitere Informationen und Hinweise zur Anfahrt gibt es hier.

 

Muss ich Benzin oder Diesel tanken?

Die Preise für einen Liter Diesel liegen im Großraum Köln derzeit bei rund 1,50€ und damit selbst inflationsbereinigt so hoch wie selten zuvor (siehe Grafik unten). Es fehlt nicht viel und die ersten Langfinger werden wieder organisiert zuschlagen und Kraftstoffe aus anderen Quellen abzapfen, so wie der Anstieg der Rohstoffpreise für Metall auch für das nächtliche Verschwinden von Bahntrassen und Kommunikationsleitungen sorgt. Die Gründe für die derzeit hohen Preise sind unterschiedlich, einige waren schon hier zusammen getragen.

Datenquelle: Statistisches Bundesamt

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, andere Kraftstoffe zu verwenden. Eine Umrüstung ist nicht immer erforderlich. Für Ottomotoren empfiehlt sich eine Umrüstung auf Flüssiggas (LPG) oder Erdgas (CNG), allerdings gefährden die meisten Umbauten das für Oldtimer und Youngtimerfahrer wichtige H-Kennzeichen. Daher möchte hier nicht näher darauf eingehen. Bei Dieselmotoren sieht es anders aus. Ohne große Umbauten und daher unter Einhaltung der Richtlinien zur Oldtimerabnahme lassen sich andere Stoffe als Diesel in den Tank schütten. Geht das wirklich und welche Konsequenzen muss man befürchten?

Drei Ersatzstoffe sind dem Diesel ähnlich: Biodiesel oder Rapsmethylester (RME), reines Pflanzenöl (meist Rapsöl) sowie leichtes Heizöl.

Oft wird behauptet, Diesel sei das gleiche wie Heizöl nur anders besteuert. Das ist nur fast richtig. Zuerst die
rechtliche Situation: Der Einsatz von Heizöl als Kraftstoff ist Steuerhinterziehung und damit strafbar. Dabei ist es egal, ob der Kraftstoff für PKW, LKW oder Generatoren benutzt wird. Heizöl ist zum Nachweis rötlich eingefärbt und zudem noch mit geringen Anteilen Solvent Yellow 124 versehen. Je höher der Dieselpreis steigt, desto eher werden Zollbeamte auch mobile Kontrollen durchführen. Wer erwischt wird, muss nicht nur die hinterzogene Steuer nachzahlen, sondern kann auch nach §370 der Abgabenordnung mit bis zu 5 Jahren Freiheitsstrafe oder Geldbuße bestraft werden.

Wie sieht es technisch aus? Die Kohlenwasserstoffe von Heizöl haben einen breiter gestreuten Siedepunkt als Diesel. Die sogenannte Cetanzahl (Zündwilligkeit) wird bei Diesel in einem genormten Bereich gehalten. Bei Verwendung von Heizöl kann es zu Störungen im Verbrennungsvorgang kommen, es bildet sich vermehrt Ruß und die Leistung wird reduziert.

Speziell Winterdiesel enthält Additive, die ein Verstopfen des Kraftstofffilters durch Paraffine bis ca. -20°C verhindern.

Durch den fast 100-fach höheren Schwefelgehalt bildet Heizöl im Brennraum schwefelige Säure (H2SO3), die den Motorraum angreift. Man kann dies durch Zugabe von alkalischen Additiven verhindern. Seit 2003 ist hingegen der an Tankstellen erhältliche Diesel schwefelfrei.

Biodiesel oder RME macht den größten Anteil der in Deutschland verwendeten Ersatztreibstoffe aus. Im Jahr 2010 waren es 4,3% des Gesamtverbrauchs. Der weitaus größte Teil wird dabei normalem Diesel beigemischt. Wer an der Zapfsäule Diesel abgreift, tankt also immer auch 5-7% RME. Dafür sind keine gesonderten technische Voraussetzungen notwendig und der Fahrzeughalter wird auch nicht groß darüber informiert. An der Tankstelle steht irgendwo etwas von B7, aber wer wusste bis jetzt, dass damit 7% RME-Beimischung gemeint ist? Wer reinen Biodiesel fahren will, weil dieser mit derzeit 1,33 je Liter doch erheblich günstiger erscheint, muss möglicherweise sein Fahrzeug umrüsten. Das ist herstellerabhängig und kann hier eingesehen werden. In nicht freigegebenen Fahrzeugen können die lösungsmittelähnlichen Eigenschaften von Biodiesel Kunststoff- und Gummibauteile wie Dichtungen und Benzinleitungen im Motor angreifen. Manchmal wird der Treibstofftrakt sehr schnell undicht, andere Bauteile quellen unter Einwirkung von RME erst auf und werden undicht, sobald man (zum Beispiel im Winter) wieder normalen Diesel tankt. Die Versorgung mit RME erfordert ähnlich wie das Fahren mit Flüssiggas etwas Planung, da nicht jede Tankstelle Biodiesel im Angebot hat. Auf dem Land ist das Angebot meist größer als in den Städten.

Pflanzenöle haben die beste CO2-Bilanz, sind dadurch aber nicht zwangsläufig als ökologisch sinnvolle Alternative zu fossilen Brennstoffen zu bezeichnen. Insbesondere Palmöl muss erst einmal den langen Weg vom Herstellungsland – meist Südostasien und Südamerika – zu uns transportiert werden. Darüber wird es meist in Monokulturen erzeugt, die mit enormem Pestizid- und Düngerverbrauch einher gehen und dadurch die Umwelt stark belasten. Nicht zuletzt werden häufig zuvor intakte Regenwaldflächen kultiviert, um für nur wenige Jahre Ertrag aus dem Boden zu ziehen. Mehr zu diesem Thema hier.

Eine bessere Ökobilanz haben Raps- und Sojaöl, auch wenn beide etwas teurer sind.
Zwischen 1,09 € und 1,52 € liegen die Liter-Preise bei Anlieferung im 1000l Gebinde. Wie kann das sein, wenn der Liter Pflanzenöl im Disountsupermarkt zwischen 0,95 und 1,35€ liegt? Das hängt mit der Besteuerung zusammen. Für Lebensmittel gilt in Deutschland der reduzierte Mehrwertsteuersatz von 7%, für Kraftstoffe 19%. Zudem muss auch für Biokraftstoffe gemäß Energiesteuergesetz (EnergieStG) derzeit 0,185€ je Liter abgeführt werden. Ab 2013 sollen es sogar 0,45€ sein. Spätestens dann sind Pflanzenöle als Ersatzkraftstoff völlig uninteressant, wenn der Dieselpreis bis dahin nicht auf über 2 Euro steigt. Wer also auf dem Parkplatz vor dem Discounter das Pflanzenöl direkt in den Tank statt in den Salat kippt und die Steuerdifferenz nicht sofort beim nächsten Zollamt entrichtet, begeht ebenso Steuerhinterziehung wie derjenige, der heimlich Heizöl tankt (siehe oben).

Technisch haben Pflanzenöle bei 60 bis 70°C die gleiche Viskosität und Brenneigenschaft wie Diesel bei 15 bis 20°C. Man muss also den Biokraftstoff vorwärmen, um damit problemlos fahren zu können. Das geschieht entweder mit einer elektrischen Heizspirale und/oder mittels Wärmetauscher. Man kann spezielle Zuheizer von Drittherstellern einbauen oder auf polarerprobte Versionen der Motorenbauer zurückgreifen, denn in nördlichen Breiten muss im Winter auch normaler Diesel vorgeheizt werden. Die Materialkosten liegen bei moderaten 100-200 Euro zuzüglich Einbau. Danach steht dem Betrieb eines Dieselmotors mit reinem Pflanzenöl nichts mehr im Weg. Ausführliche Erfahrungsberichte mit Fahrzeugdatenbank und regen Austausch findet man hier.

Wartung des Jaguar XJ12

Der V12 Motor des Jaguar XJ 12 ist ein imposantes Stück Technik. Man benötigt fast einen halben Tag, um mit dem Pferd von der einen A-Säule – rund um die Motorhaube – bis zur anderen A-Säule zu reiten. Und sind es wohl die weiten Wege, die eine Werkstatt für Arbeiten am Jaguar berechnet. Einen alten Jaguar sollte sich nur halten, wer auch einen entsprechenden Neuwagen dieser Klasse finanzieren könnte. Schon der Wechsel von 12 Zündkerzen wird beispielsweise gern mit 2 Stunden Arbeit berechnet. Fein raus ist dann der versierte Hobbyschrauber mit Hebebühne. Es lässt sich bei allen unten genannten Arbeiten enorm viel Geld sparen.

Der gleiche Motor wurde seit 1971 auch in den Schwestermodellen Daimler Double Six, XJC und XJS sowie in einigen späten E-Types verbaut. Der 5,3 Liter Motor hat je nach Baujahr und Entwicklungsstufe zwischen 253 und 295 DIN-PS (186 bis 217 KW) und legt dabei mindestens 412 Nm bei 3600 U/min an. Ein gut gewarteter V12 kann problemlos 300.000 Meilen oder umgerechnet rund 480.000km laufen. Böse Zungen behaupten, man benötige stets zwei Jaguar: Einen zum Fahren und einen für den Mechaniker. Da mag früher was dran gewesen sein, wer aber heute noch seine beiden Jaguar V12 aus den 70er/80er Jahren als Alltagsfahrzeuge betreibt, hat meinen großen Respekt.

 

Kühlung

Eine der goldenen Regeln dabei ist: „nicht kochen!“. Wenn der V12 überhitzt, können sich die Ventilsitze lösen, sobald der Motor wieder abkühlt. Der V12 ist eine verdammt große Maschine in einem doch recht zierlichen Motorraum. Trotzdem läuft alles wunderbar, solange der Besitzer ein paar Regeln beachtet: Dies umfasst regelmäßige Inspektionen. Die Katze will gestreichelt werden. Geeignete Kühl- und Frostschutzmittel mit Korrosionsschutz sollten ausreichend eingefüllt sein und eine Spülung des gesamten Kühlkreislaufes ist alle 4 bis 5 Jahre angeraten. Auch sollten dabei die Temperaturfühler (vergammelt, kaputt) und Gummischläuche (rissig, undicht) kontrolliert werden.

 

Lenkung

Spätestens wenn die Lenkunterstützung mit der Zeit weniger gut anspricht, sollte man nach Ölaustritt an den (un-)Dichtungen Ausschau halten. Dabei auch mal auf den Faltenbalg drücken, um zu kontrollieren, ob diese vollgefüllt mit heimlich entflohenem Öl sind. Die Dichtung am Ritzel kann undicht sein, weil sie recht nah am heißen Abgassystem verbaut ist. Sie kann aber leicht ersetzt werden.

 

Zündung

Tief unten im V12 versteckt wird die Zündung gern vergessen, was nicht besonders clever ist, denn eine gut gewartete Zündanlage ist Voraussetzung für eine knackige, schnell ansprechende Maschine. Fahrzeuge mit einer OPUS oder Lucas Zündung (vor 1989) haben einen mechanischen Zündverteiler welcher für deutliche Leistungseinbußen verantwortlich ist, wenn er nicht sauber abgeschmiert ist. Ein fehlerhaftes Unterdrucksystem wird den eh schon satten Spritverbrauch in die Höhe treiben. Wenn die Möglichkeit besteht, sollte man die OPUS Zündung durch die Lucas-Variante ersetzen. Fahrzeuge nach 1989 haben eine weithegend wartungsfreie elektrische Marelli Zündung/Einspritzung.

 

Karosserie

Jaja, die Karosserie… Egal ob Coupé (XJ-C, XJ-S), Limousine (XJ) oder Sportwagen (E-Type) – die Formgebung begeistert ohne Zweifel. Aber Rost sorgt immer und ständig für Ärger. Ein gängiges Missverständnis lautet, dass Facelift-Fahrzeuge nicht rosten. Das ist natürlich Quatsch – der Zerfall dauert nur etwas länger. Typische Roststellen sind vordere Schwellerbereiche, Radläufe, Einfassungen der Front- und Heckscheibe sowie der untere Teil der Türen. Frühzeitiges Einschreiten bei erkennbarer Pickelbildung und die übliche Rostversorge helfen, Schlimmeres zu vermeiden und Kosten zu sparen.

 

Gangschaltung und Getriebe

Die wenig verbaute 4-Gang Handschaltung kommt mit der Kraft des V12 ohne Probleme zurecht. Und auch die 4-Gang Automatik  Borg Warner Model 12 ist ähnlich stark ausgelegt. Nur der Nachfolger GM 400 erwies sich als nicht derart vertrauenswürdig, obwohl der Gangwechsel an sich damit viel sanfter erfolgt. In den späteren 6.0 Liter Modellen wurde der lang erwartete Overdrive eingeführt, aber leider passt dieses Element nicht an den 5,3 Liter Motor. Insgesamt ist bei allen Bauteilen wenig Wartung erforderlich.

 

Kraftstoffsystem

Sowohl die analogen (3CU), die digitalen (6CU) und die mikroprozessorgesteuerten (16CU) Varianten funktionieren meist ausreichend zuverlässig. Gelegentlich treten Transistorschwächen auf oder ein Vakuumsensor versagt seinen Dienst. Wesentlich häufiger sind leckende Treibstofftanks – und der XJ hat zwei davon – anzutreffen, die Risse an der Schweißnaht zeigen. Wie bei vielen älteren Autos kann die inzwischen ausgehärtete Kraftstoffleitung unter der Haube porös und undicht werden. Da dies gefährlich ist, sollte man die Leitungen einer Zweifinger- und Sichtkontrolle unterziehen.

 

Achsen und Aufhängung

Hier liegt der Schlüssel zur Jaguarwartung. Sehr regelmäßig sollten Aufhängungen kontrolliert werden. Die Achsen wollen über Schmiernippel abgeschmiert werden und wenn erforderlich sollte man Gelenke und Lager durch Qualitätsteile ersetzen. Speziell bei britischen Oldtimern kosten diese nicht besonders viel mehr als billige Aftermaket Ware aus Übersee.  Ausgeleierte Buchsen an der Hinterachse lassen sich daran erkennen, dass das Fahrzeug zunehmend scheint, von hinten gelenkt zu sein. Ein Klack-ein-klack-aus beim Gasgeben und Lastwechsel kommt von ausgeleierten Querlenkern. Letzteres führt neben schlechten Fahreigenschaften auch zu erhöhtem Reifenverschleiß.

 

Bremsen

Die Staubschutzkappen an den vorderen Bremssätteln sollten auf Risse geprüft werden. Scheibenbremsen mit Riefen gehören ersetzt, ein Abschleifen macht heutzutage finanziell keinen Sinn mehr und man riskiert dabei die Mindeststärke zu unterschreiten. Da die hinteren Bremsscheiben innen liegen und somit nicht ganz einfach ersetzt werden können, stellt sich hier gern ein gewisser Wartungsstau ein. Speziell die Handbremsbeläge sind meist noch immer die der Erstauslieferung.

 

Elektrik

Auch wenn die Elektrik für Fahrzeuge der 70er recht komplex und üppig ausfiel, kann man mit wenig Logik und falls nötig einem Diagnosehandbuch schnell und gezielt auf Fehlersuche gehen. Häufigste Krankheiten sind ein defekter Wischermotor oder Fensterheber. Die Beleuchtung der Anzeigen erscheint immer etwas schwach, aber das ist kein Defekt.

Großer Spaß: Die letzten XJ und XJ-S liefen mit einem Airbaglenkrad (erkennbar an der großen Kiste zwischen den Lenkradspeichen) vom Band, aber nicht immer war darin auch ein Airbag verbaut. Wenn in späten Modellen elektrische Sitzverstellung eingebaut ist, kann diese aufgrund Kabelbruch mit den Jahren schon mal versagen. Die Reparatur ist aber sehr einfach und was nicht drin ist, kann auch nicht kaputt gehen.

 

Quellen: Mein eigener XJ12 und die beiden original Werkstatthandbücher,  http://jaguarslover.blogspot.com, Wikipedia, ein etwas älterer Link der Fachpresse zum Jaguar XJ und noch einer von der Konkurrenz. Zum Schluss noch die Bilderserie zum XJ-S V12.



Saisonauftakt: Youngtimer Vestival in Herten

Youngtimer Vestival Herten

Youngtimer Vestival Herten. Bildquelle: Presseinfo des Veranstalters

Am 06/Mai/2012 findet eines der ersten größen Youngtimer und Oldtimerevents 2012 statt. Wie schon in den Vorjahren (Bilder hier) treffen sich Fahrer und Fahrzeuge der Jahre 1960 bis 1990 auf dem Gelände der Zeche Ewald in Herten.

Der Eintritt ist kostenlos, das Befahren und Parken auf dem Veranstaltungsgelände kostet 10 Euro je Fahrzeug inklusive Magazin und Aufkleber.

Nähere Informationen zum Programm hier und speziell den Anfahrtsplan findet ihr hier.

Doch damit nicht genug: Die Veranstalter lassen den gleichen Event noch einmal zum Saisonabschluss auch am 09/September/2012 stattfinden. Dazwischen vom 17. bis 20. Mai 2012 gibt es noch die Ruhr Classics die ebenfalls von project concept aus Herten ausgerichtet werden.

Youngtimer und Oldtimer Links im März

Die Anderen und noch andere haben auch in diesem Monat einiges veröffenlicht. Jetzt im März häufen sich zudem die Veranstaltungshinweise, denn die Saison beginnt bald. Die Youngtimer-Garage-Linkliste der Vormonate ist wie immer hier zu finden. Diese Liste wird bei Bedarf erweitert; der März ist ja noch lang.

Oldtimer eignen sich nur bedingt als Anlageobjekt

Ford Capri

455 Euro pro Jahr kosten Wartung und Reparaturen an einem durchschnittlichen Young- und Oldtimer

BMW 530 und 535i (E34) in der Kaufberatung

Chinesen wollen Saab übernehmen

Yellow Dream aus Hagen

Land Rover Defender – Der letzte seiner Art

Sechs Prozent der deutschen Autofahrer planen den Kauf eines Oldtimers

Mercedes-Coupés der Baureihen 107 und 126

Dirk Belau hat eine neue LandingPage. Hier geht es direkt zu seinen Auto– und hier zu seinen Pinup-Bildern.

Audi Sport Quattro – nicht schön, aber selten