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Neue Reifen für den Buggy
Categories: Auto Bibel

Eine der beliebtesten oder am häufigsten gesuchten Seiten hier im Blog sind Informationen zu Oldtimerreifen und deren Umrechnung. Doch offensichtlich wird nicht alles erklärt. So schreibt Leser Volker K. aus Castrop-Rauxel:

Hallo, ich habe mir einen 34 Jahre alten Buggy Mod. Albar S gekauft. Die originalen Diagonal Reifen sind vorne B 50-13/4 PR und hinten N 50-15/4 PR. Haben Sie eine Tabelle oder einen Rechner aus der hervorgeht, welcher aktuellen Reifengröße diese Räder entsprechen?

Nun Volker, dann wollen wir mal diese Angaben entschlüsseln.

Das nachgestellte 4PR gibt den Tragfähigkeitsindex an. Er wird auch Ply Rating genannt. Früher stand die PR-Zahl für die Anzahl der Lagen zur Verstärkung, später nur noch für die Belastbarkeit der entsprechenden Anzahl Lagen. Heute findet man eine solche Information eigentlich nur noch bei bestimmten LKW-Reifen. Bei PKW genügt die Angabe des Lastindex. Weitere Informationen zu dem Thema findest Du hier.

Jetzt hast Du noch die Zahl 50-13 oder 50-15 zu enstschlüsseln. Wahrscheinlich hast Du hier schon mal geschaut und nichts gefunden. Das liegt daran, dass Buggy Reifen oft ziemlich eigenartige Dimensionen haben. Es handelt sich halt um Füße für ein Spaßfahrzeug, das im Sand oder anderem unüblichen Terrain unterwegs ist. Daher gilt auch die hier getroffene Aussage, dass üblicherweise von einem Höhe zu Breite Verhältnis von 80% auszugehen ist für Dich nicht unbedingt. Am besten misst Du mal nach, ob bei Dir nicht eventuell die Reifen ebenso breit wie hoch sind. Auf jeden Fall gibt 50 die Höhe und 15 (oder vorn 13) die Dimension an. Die Breite verbirgt sich in dem ersten Buchstaben und je weiter der Buchstabe im Alphabet war, desto mehr Last konnte der Reifen tragen. Gleichzeitig ging man davon aus, dass man bei höherer Last breitere Reifen benötigte. Verglichen mit heutigen Dimensionen gilt daher ungefähr:

C = 185, D = 195, E = 205, F = 215, G = 225, H = 235, und immer plus 10, ….

Wir erinnern uns: Vorn hast Du einen B 50-13/4 PR. Das ist demnach ein 175er. Hinten ist ein N 50-15/4 PR montiert, das ist ein sehr breiter 285er. Folglich kaufst Du am besten zwei 175/50R13 Reifen für vorn und hinten sind dann zwei fette 285/50R15 fällig. Bei MOPAR Muscle Car Umbauten sind die Dinger übrigens gar nicht so selten. Vielleicht schickst Du uns mal ein Foto von Deinem Buggy…?

 Nachtrag: Das Foto kam natürlich auch noch per Email.

8 Kommentare to “Neue Reifen für den Buggy”

  1. härle sagt:

    guten tag bin grad auf der suche im internet und bin auf ihre seite gestoßen.
    hab einen vw buggy und will ein oldtimer gutachten soweit war alles ok.
    jetzt steht da im brief reifen hinten nur die bezeichnung n50-15 moniert darauf sind 295 er reifen . der tüv kann mit dieser bezeichnung nichts anfangen und ob da 295 reifen drauf passen. hatte 16 jahre kein problem damit.
    für eine nachricht wäre ich dankbar
    gruß härle

  2. hausmeister sagt:

    Es ist das gleiche Thema wie schon oben beschrieben: Volker hatte hinten ja auch einen N50-15 Reifen drauf. 50 gibt die Höhe und 15 die Dimension an. Das N referenziert die Breite (hier sind es 285er Reifen), aber das muss ja auch zur Felge passen ohne zu schlabbern. Im Zweifel müssen passende Felgen und zwei 285/50R15 her.

  3. härle sagt:

    der buggy ist jetzt 16 jahre in bayern gefahren mit diesen reifen nie probleme gehabt auch nicht beim tüv die sagten ok 295 reifen auf diesen felgen.
    und jetzt in württemberg machen die probleme.
    zu oben das heißt 285 oder was meinst du zu 295 darf ich die nicht drauf machen

  4. hausmeister sagt:

    Ich bin nicht der TÜV (leider !!). Wenn die keine Genehmigung geben, hast Du leider schlechte Karten. Ich kann Dir nur sagen, wie die alten Maße in neue umgerechnet werden und demnach wären die 295er Gummis ein kleines bischen zu breit. Das heißt natürlich nicht, dass man das nicht vielleicht doch eingetragen bekommt, aber liegt eben im Ermessen des TÜV-Prüfers. Die Tatsache allein, dass er mit den alten Eintragungen im Brief nichts anfagen kann, lässt im Rahmen einer Oldtimerabnahme aber schon Schlimmes befürchten. Vielleicht hilft Dir auch ein Vergleichsgutachten eines anderen Buggy dieser (Um-)Bauart, wenn der schon 295er eingetragen hat.

  5. Härle sagt:

    ja da bin ich mal gespannt hb nächte woche nochmals termin.
    tüv hab ich ja neu bekommen wollte halt nur ein oldtimer gutachten .

  6. Alfred M. Spöth sagt:

    Hallo Volker,
    ich hoffe, mein Email erreicht Dich. Meinen Glückwunsch zu dem Buggy, den ich völlig aus den Augen verlor. Das Fahrzeug habe ich 1982 selbst gebaut und meiner Tochter überlassen. Ich erkannte es an der Designer-Lackierung mit dem Schmollmund und der Zigarette. Damals waren die Sitze weiß. Über eine Kontaktaufnahme und Fotos würde ich mich sehr freuen.
    MfG

  7. hausmeister sagt:

    Hallo!
    Ich fahre einen Buggy aus 1972. Auf der HA sind BF Goodrich All
    Terrain montiert mit der Bezeichnung L 60 15. Ich möchte diese Reifen
    ersetzen durch Sommerreifen, aber niemand, auch nicht
    MICHELIN/GOODRICH, kann mir eine entsprechende verbindliche heutige
    Größe nennen.Auch der TÜV weiß damit nichts anzufangen und
    verlangt eine Einzelabnahme und Gutachten seitens Reifen-und
    Felgenherstellers. Mit dem Maßband gemessen scheinen die Reifen der
    Größe 275/60/15 zu entsprechen. Ich brauche aber für den TÜV eine
    verbindliche Aussage. Ich hoffe, sie können mir behilflich sein.
    Mit freundlichem Gruß!
    Klaus Kneer

    Hallo Klaus,

    keine Aussage von mir würde dem TÜV genügen. Weder schriftlich und erst recht nicht mündlich.
    Auch kann ich jetzt aus der Ferne schlecht sagen, ob die Reifen zu den Felgen passen oder ob da jemand vor Jahren Übermaße draufgezogen hat, die rein physikalisch machbar sind, aber vor unserem ach so vorsichtigen TÜV keinen Bestand hätten. Noch viel weniger kann ich sagen, welche Felgen überhaupt aufgezogen sind.

    Die deutsch-amtlich-richtige Reihenfolge wäre nun:
    1) Welche Felgen sind in Benutzung?
    2) Haben diese Felgen eine ABE oder eine E Nummer oder ein Begleitgutachten oder eine eingetragene Einzelabnahme? Falls nicht, enden wir hier. Erst neue Felgen besorgen!
    3) Sind diese Felgen auch für den Buggy zugelassen? Falls nicht -> Einzelabnahme, dann weiter…
    4) Zu diesen Felgendimensionen sollte jeder gute (!) Reifenhändler passende Pneu finden.
    5) Sind diese Reifen von Ihren Dimensionen für den Buggy zugelassen? Falls nicht -> Einzelabnahme. Fertig.

    Leider ist weder dem TÜV, noch der Zulassungsstelle noch der Polizei oder im Zweifel bei einem Schaden der Versicherung mit gutem Menschenverstand und vorgerechneter Physik zu helfen. Keiner von denen ist auch nur im Ansatz bereit, Verantwortung zu übernehmen. Oder mit anderen Worten: Sie sind ermächtigt, sehr schnell etwas zu verbieten, aber können längst nicht so einfach genehmigen.

    Gruß aus Köln

  8. albarbar sagt:

    Hallo, bezugnehmend auf Ihren Artikel zu neue Reifen für den Buggy ist Folgendes zu erwähnen: Die Umrechnung des Reifens vorn gestaltet sich nicht ganz so einfach. Der von ihnen erwähnte Reifen 175/50 R13 passt vom Abrollumfang her nicht. Besser wäre hier 175R13; 175/80R13; 185/80R13 oder wie ich es fahre 205/60R13. Der Reifen hinten wäre
    235R15; 255/70R15; 275/60R15 oder wie am meisten gefahren 295/50R15.

    Also B 50-15 entspricht auf Grund des Abrollumfanges etwa 175R13; 175/70R13; 185/70R13; oder 205/60R13. N 50-15 etwa 235R15; 255/70R15; 275/60R15 oder 295/50R15. L 60-15 etwa 275/60R15. Siehe auch https://www.tirerack.com/tires/tiretech/45_conversionchart.jsp Das könnte für den Oldtimerkundigen, US-Briefeumschreibeerfahrenen zumindest eine Hilfe sein. Tragfähigkeits- und Geschwindigkeitsindexe lassen sich anhand der Fahrzeugpapiere ermitteln… Grüße

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