Mercedes CE Preise für Youngtimer und junge Oldtimer

Vom Mercedes CE mit Youngtimer- oder Oldtimerstatus existieren die Varianten des /8, die Baureihe W123 und inzwischen auch die Baureihe W124. Letztere kam 1987 mit einem Coupé auf den Markt und daher ist zumindest das Youngtimeralter erreicht.

In diesem Artikel geht es aber ausschließlich um die CE der Baureihe W123. Vier Modellvarianten stehen hier zur Auswahl: 230 C, 230 CE, 280 C und 280 CE. Anders als beim Vorgänger gab es keine 250er Motoren und Diesel im W123-Coupé sind entweder Umbauten, die schon mal von der Landbevölkerung durchgeführt wurden oder Reimporte aus den USA, denn in Deutschland wurde der 300CD nie verkauft.

Aus Gründen der Wirtschaftlichkeit und Preis-Leistung ist heute wie damals das 230CE Modell am häufigsten im Angebot. Die von Verkäufern aufgerufenen Preise schwanken je nach Zustand zwischen 2000 und 10.000 Euro. Alles unterhalb dieser Grenze ist Kernschrott, der zerlegt und in Teilen verkauft werden muss. Alles darüber sind nicht gerechtfertigte Wunschvorstellungen. Deshalb finden zwei Drittel der Angebote auch keinen Käufer, da letztes Höchstgebot und festgesetzter Mindestpreis zu weit auseinander liegen. Jemand sollte den Verkäufern sagen, dass sie keinen SLC der Baureihe 107 verkaufen…

Doch welche Preise werden wirklich vom Käufer bezahlt? Wie schon bei einigen anderen Modellen (hier) nutze ich hierfür die Auswertung finaler Auktionspreise bei ebay. Nur Angebote, die tatsächlich einen Zuschlag erhielten (Mindestpreis wurde erreicht) und die nicht kurz darauf wieder eingestellt wurden (Freund hat mitgeboten und das Limit überspannt) werden berücksichtigt. Räumliche Eingrenzung ist ein Radius von 200km um Köln; je nach Region können die erzielten Preise ein wenig unterschiedlich ausfallen. Der Zustand des Fahrzeuges spielt aber eine wesentlich größere Rolle. Üblicherweise werden bei ebay eher gebrauchte Fahrzeuge der Klasse 4 und 5 inseriert. Wenn der Wagen zugelassen ist und noch ausreichend Guthaben bis zur nächsten HU und keine erkennbaren Schäden hat, ist das für mich ein Zustand 3. Einen besseren Zustand muss der Verläufer mit einem entsprechenden Gutachten nachweisen. Es scheint als könne man das meiste Auto fürs Geld bekommen, wenn man gute Fahrzeuge mit geringer Laufleistung ohne Zulassung kauft. In meiner Bewertung ist das dann trotzdem eine 4. Mit wenigen Handgriffen und mehr Aufwand bei der Zulassung erhält man hier gute Klassiker unter 3000 Euro. Meist handelt es sich dabei um Reimporte ohne deutsche Papiere oder andere kleine Mängel führten dazu, dass keine neue HU erteilt wurde und vor allem stehen die Autos noch ohne H-Zulassung da. Allein Letztere steigert den Marktwert schon um 500-1000 Euro.

Leider kann ich bei dieser Auswertung nicht auf verschiedene Ausstattungsvarianten (mit Schiebedach, Becker-Radio, Klimaanlage, LPG verbaut) eingehen und auch andere aufwertende Faktoren wie mitgelieferte 8-fach Bereifung oder Ersatzteile bleiben unberücksichtigt.

 

Hersteller Modell Typ Baujahr km (in Tsd) Zustand Preis
Mercedes 230C W123

1977

180

4

1508

Mercedes 230C W123

1979

122

3

5339

Mercedes 230CE W123

1980

104

4

6950

Mercedes 230CE W123

1982

250

5

1061

Mercedes 280CE W123

1977

210

4

1990

Mercedes 280CE W123

1979

153

2

6400

Mercedes 280CE W123

1977

177

3

3610

Mercedes 230CE W123

1982

154

2

6350

Mercedes 230CE W123

1980

184

3

3334

Mercedes 230CE W123

1980

135

4

1122

Mercedes 230C W123

1980

119

5

1200

Mercedes 230CE W123

1981

195

5

1213

Mercedes 230CE W123

1978

125

4

1560

Mercedes 280CE W123

1980

69

2

8250

Mercedes 280CE W123

1980

199

5

1000

 

Saisonabschluss in der Remise Düsseldorf

Die Classik Remise in Düsseldorf (ehemals Meilenwerk) veranstaltet am 6. und 7. Oktober 2012 zum sechsten Mal den Saisonabschluss mit Herbstfest. Soweit ich mich erinnern kann, war der Eintritt bislang kostenlos, nun verlangt der Veranstalter fünf Euro. Der Zustrom an Interessierten hat immer mehr zugenommen, so dass die kleine Abgabe vielleicht Sinn macht. Außer Blech- und Benzingesprächen erwartet den Besucher ein Rahmenprogramm. Alltagsfahrzeuge ohne historischen Wert und sonstige Plasikkugeln müssen draußen parken.

Hinweise zur Anfahrt und weitere Details gibt es hier.

Bildquelle: Flyer der Classic Remise Düsseldorf

 

 

Keine Youngtimer in Schottland?

Zuletzt war es ein wenig ruhig hier auf den Seiten der Yountimer Garage. Was daran lag, dass ich zum Urlaub in Schottland war. Am besten kann man das Land mit dem Auto kennen lernen, denn Busse und Bahnen sind vorhanden, bringen einen aber nicht oder nur sehr selten an die wirklich schönen Orte. Einige verwegene Gestalten glaubten, man könne die Highlands mit dem Fahrrad bezwingen. Ich habe diese Menschen gesehen – sie sahen nicht glücklich aus!

Andere bevorzugten das Motorrad, was hinsichtlich Reisegepäck und Geschwindigkeit die eindeutig bessere Zweiradwahl war. Zumal das Befahren der kleinen, geschwungenen Single Track Roads mit einem leichten Motorrad bestimmt Laune macht. Allerdings verabschiedet sich im September der Sommer langsam und die Witterung ist auf den britschen Inseln bekanntlich nicht immer die beste. Der erfahrene Biker wird jetzt erwidern, es gäbe kein schlechtes Wetter, nur schlechte Kleidung. Dem stimme ich zu: Die beste Kleidung bei Wind und Regen ist ein dichtes Blechkleid mit vier Rädern.

Ein 88er Land Rover Serie III in ziemlich bedauernswertem Zustand auf dem Weg nach Applecross.

Nun hätte ich die Insel stilecht mit meinem eigenen Land Rover besuchen können. Aber dann hätten An- und Abreise mit der Fähre über Amsterdam jeweils einen vollen Urlaubstag gefressen. Also sind wir am Flughafen in einen Mietwagen eingestiegen. Es war ein Kia Picanto und der war für unsere Zwecke gar nicht mal so schlecht (Detailbericht hier). Dann fuhren wir in unserer geliehenen Dosierkugel durch die Lande und ich hielt weiterhin Ausschau nach Youngtimern. Und was soll ich sagen? Es gibt keine Youngtimer in Schottland! Null nix nada.

Ich hätte mit einigen alten Ford Granada gerechnet, mit einem Vauxhall Cavalier (bei uns als Opel Ascona bekannt) oder einigen alten Mercedes. Aber ich hatte mich getäuscht. Einzig ein ziemlich runter gekommener Land Rover stand einsam im Gebüsch. Wie kann das sein? Echte Oldtimer – die dort Classic Cars genannt werden – gab es genug. Immer wieder kam uns eine Rally mit erstaunlich gut gepflegten Oldtimern entgegen oder einige Fahrzeuge kamen zu einer Miniausstellung zusammen. So zum Beispiel die Sammlung alter Taxis in Edinburgh (siehe unten). Aber Youngtimer oder Vintage Cars, die momentan auf halbem Weg zum Oldtimer sind, gab es keine.

Hier erkennt man am Beispiel eines Hilux TD sehr deutlich, was schottischer Wind, Regen und Meerwasser mit der Karosserie von nicht ganz so alten Autos macht.

Nun hilft das schottische Seewetter der Karosse von rund 30 Jahre alten Fahrzeugen auch nicht besonders gut bei der Konservierung. Der hintere Radlauf eines Hilux auf dem Parkplatz von einem kleinen Fischerort zeigt dies deutlich. Und die jährliche Vorführung zur Untersuchung (MOT) mag das vorzeitige Ende für viele Fahrzeuge bedeutet haben. Das Rätsels eigentliche Lösung lautet aber Scrappage. Mitte 2009 eingeführt und bis zum März 2010 betrieben, zahlte man für mindetstens 10 Jahre alte Autos 2000 Pfund (das sind heute rund 2400 Euro) für die Verschrottung als Abwrackprämie. Wo bei uns aber noch etliche Schätze erhalten blieben, wurde auf der britischen Insel offensichtlich alles in Ford Ka und Toyota Yaris und Kia cee´d reinvestiert. Daher gibt es nun von mir nur noch ein paar Bilder mit Funden wirklich alter Autos.

 

 

 

 


 

Eine Galerie verschiedener Wegfunde in Schottland. Ich bin mir nicht 100% sicher, was wir hier sehen, werfe aber mal die Marken Lagonda, MG, Rolls Royce und TVR in den Raum. Um sachdienliche Hinweise wird gebeten.

 


Außerdem eine Sammlung historischer britischer Taxis, die in der Fußgängerzone von Edinburgh ausgestellt waren. Wer erkennt hier die Modelle? Die meisten Droschken waren von Austin.

 

 

 

Treffen im September – Motorhaubensitzen – ART

Die Blechpiraten rufen mal wieder zum ART (Automobiles Randgruppentreffen) auf den Parkplatz am Tierpark Dünnwald. Am 23. September 2012 geht es ab 14.00 Uhr los. Weitere Informationen und Hinweise zur Anfahrt findet ihr auf deren Webseite.

 

Eine Woche später findet sehr Änliches in der näheren Umgebung aber mit üblicherweise größerer Teilnehmerzahl statt: Das jährliche Parkplatzmotorhaubensitzen startet am Samstag, 29. September 2012 in Köln unter der Zoobrücke. Nähere Angaben sind dem Flyer unten zu entnehmen, die zugehörige Webseite ist nicht Firefox-freundlich und es existiert noch eine facebook page.