Trockensumpf vs. Druckumlauf

Der Nass-Sumpf  ist der tiefst gelegene Punkt eines Motors. In der Nass-Sumpfschmierung oder auch dem Druckumlauf genannten Verfahren wird Öl in einer Wanne gesammelt, nachdem es den Motor passiert hat. Dort wird es von der Ölpumpe aufgenommen und dann wieder oben in den Motor eingebracht. Der Vorteil bei einem solchen System ist die kostengünstige Bauweise und die auch ohne spezielle Ausbildung einfache Wartbarkeit. Nachteilig ist das Verhalten des Öls bei Kurvenfahrten oder im schweren Gelände. Das kann so weit führen, dass die Pumpe trocken läuft, weil sich das gesamte Öl gerade in einer anderen Ecke der Ölwanne befindet. Um dies zu verhindern, sind in den meisten Ölwannen waffelartige Schlingerbleche eingeformt. Für den normalen Verbraucher sollte das als Maßnahme gegen zu starke Zentrifugalkräfte ausreichen.

 

zwei Bauweisen des Ölsumpfes im Vergleich

zwei Bauweisen des Ölsumpfes im Vergleich

Für Fahrzeuge im Rennsport und extremen Off-Road ist der Nass-Sumpf eine schlechte Wahl, weil hier ganz andere Fliehkraftverhältnisse herrschen. Diese Fahrzeuge haben dann eine Trockensumpfschmierung. Wie der Name schon vermuten lässt, sammelt sich im Trockensumpf nie Öl. Ein Nass-Sumpf ist groß genug, um das gesamte Öl bei abgeschaltetem Motor aufzunehmen. Der Trockensumpf ist wie auf dem Bild oben zu sehen viel flacher gebaut. Dadurch kann der Motor tiefer eingebaut werden und hat somit einen besseren Schwerpunkt. Er nutzt ein außen gelegenes Reservoir oder einen separaten Öltank und entweder eine zweite Pumpe oder eine Zweikreispumpe. Der eine Pumpkreislauf bringt weiterhin das Öl oben in den Motor ein, der andere pumpt vom Trockensumpf in das Reservoir.

 

Trockensumpf

Trockensumpf Schemazeichnung. Bildquelle: Wikipedia, Creative Commons

Der Vorteil ist neben dem tiefen Schwerpunkt auch die fast beliebige Anordnung der Komponenten im Fahrzeug, die nur durch die Größe des Reservoir begrenzte Menge an mitgeführtem Öl und eben die unterbundene Gefahr des trocken Laufens. Warum baut man das dann nicht in allen Fahrzeugen ein? Die Komplexität solcher Konstruktionen erhöht den Preis und das Gewicht, denn man benötigt mehr oder größere Pumpen sowie Leitungen, die Hitze und Druck stand halten können. Was für ein Rennsport-Team kein Problem darstellt ist für VW, Toyota, Ford und Co im Umfeld normaler PKW ein schlichtes No-Go.

 


Dieser Text ist an Personen gerichtet, die sich selbst um Pflege und Wartung ihres Fahrzeugs kümmern (wollen). Auf dieser Seite wird privates Wissen vermittelt. Der Autor, der Übersetzer und der technische Anbieter dieser Seiten sind nicht verantwortlich für Sach- oder Personenschäden, die direkt oder indirekt durch das praxisnahe Umsetzen dieses Textes entstehen. Wer sich selbst oder sein Auto verletzt, findet bitte einen anderen Schuldigen. Dies ist die einzige rechtlich autorisierte Übersetzung der Car Bible von Chris Longhurst in deutscher Sprache.

Pinstriping

Lust auf Farbe und Individualität?

Wem Airbrush zu 80er und 90er ist und wem Beklebungen zu billig erscheinen, wer auf echte Handarbeit mit sanftem Übergang zur Kunst steht und wer zudem auch noch möglicherweise einen Hot Rod oder Custom Car sein Eigen nennt, kommt am Pinstriping nicht vorbei. Eddie Torres zeigt in dem Video, was mit einem Pinsel und ruhig geführter Hand möglich ist. Gutes Pinstriping ist eben weit mehr als nur eine dünne Doppellinie zu ziehen.

Der Begriff Pinstriping leitet sich vom englischen Wort für Nadelstreifen ab und war in den 50er Jahren in den USA eher den Prolls vorbehalten. Inzwischen erlebt dieses Retro-Handwerk auch bei uns wieder ein Revival. Im Gegensatz zum sehr glatten Airbrush, lebt Pinstriping davon, dass eben nicht alles ganz perfekt ist und die aufgetragenen Lines gern eine Erhebung auf dem Lack erzeugen. Dennoch sind es hierzulande zumeist Airbrusher, die nebem ihrer Luftdüse auch mal gekonnt den Pinsel schwingen und ihre Dienste anbieten. Das Angebot ist gar nicht so klein und die Kosten sind überschaubar. Man sollte sich aber Fotos von bisherigen Arbeiten zeigen lassen, ob der persönliche Stil des Pinstripers gefällt.

Wer es selbst versuchen möchte, kann auch einen Kurs besuchen. Diese werden meistens tageweise zwischen 90 und 130 Euro angeboten. Das benötigte Material bekommt man günstig bei ebay: Pinsel um 10 Euro, die Dose Lack ab 15 Euro.

VW – Die dunkle Seite der Macht

Das Original (Volkswagen AG)

 

Die Fälschung (Greenpeace)

Nachtrag: Das Studio von Star-Wars-Erfinder George Lucas sieht seine Urheberrechte durch das Video von Greenpeace verletzt. Darum wurde der Clip bei Youtube gelöscht. Dabei geht es weniger um die verwendeten Charaktere als vielmehr um die unterlegte Musik. YouTube hat nun auf Antrag von Lucasfilm mal eben den gesamten Greenpeace Kanal deaktiviert. Die Kampagne samt Video ist aber weiterhin noch hier zu sehen: http://www.vwdarkside.com/

Im Gegensatz zu meinen alten Autos wird das Hosting der Youngtimer Garage übrigens nicht verbleit, sondern dank Goneo GoGreen mit Ökostrom betrieben. Und auch die Schrauberhalle der Youngtimer Garage in Köln wird mit gutem, sauberem Strom von Entega versorgt. Dennoch: Erst wenn das letzte Altmetall verrostet und die letzte Tankstelle geschlossen ist, werdet Ihr merken, dass man bei Greenpeace nachts kein Bier kaufen kann.

Alte Schätze gut gesichert gegen Autoklau

Ein Auto ist kein Tresor. Ein altes Auto schon gar nicht.
Moderne Fahrzeuge haben heute ab Werk diverse Technologien eingebaut, die Langfingern die Arbeit schwieriger machen sollen. Youngtimer oder gar Oldtimer lassen Diebe aber nur noch müde schmunzeln. Sämtliche VW aus den 80er und frühen 90er Jahren lassen sich zum Beispiel mühelos mit einem flachen Schraubenzieher öffnen, bei den anderen Herstellern sieht es nicht viel anders aus. Wegfahrsperren oder codierte Schlüssel waren damals noch nicht erfunden. Welche Maßnahmen bieten sich also an, um auch Autos älterer Baujahre sicherer zu machen?

 

Zum einen ist da die klassische Alarmanlage. Man kann sie im Elektronikmarkt kaufen und selbst einbauen oder – wozu ich in diesem Fall raten würde – beim Fachmann installieren lassen. Die billigen Varianten starten bei rund 30 Euro und verschrecken bestenfalls Betrunkene, die über die Motorhaube gestolpert sind. Mal im Ernst, wer dreht sich denn heute noch um, wenn mal wieder irgendwo eine Sirene pfeift? Gute Systeme kosten auch mal über 400 Euro und können dann weit mehr als nur mit einer nervigen Hupe den Nachbarn zur Verzweifelung treiben. Üblich ist dann GPS-Ortung: Ich kann also punktgenau nachvollziehen, wo mein Fahrzeug gerade steht oder fährt. Mit Unterstützung der Polizei oder wahlweise auch dem lokalen Mafiapaten können die Diebe dann sehr schnell aufgespürt werden. Carguard vertreibt zum Beispiel für rund 360 Euro ein Gerät etwa in der Größe einer Zigarettenschachtel, welches dem Besitzer per SMS Warnungen bei unbefugter Bewegung mit genauen Positions-Koordinaten sendet. Das Gerät kann auf aktiven und passiven Modus geschaltet werden. Also: Wer mal wieder nach durchzechter Nacht vergessen hat, wo sein Auto steht, hat damit ab sofort keine Sorgen mehr. Einfach eine Anfrage per SMS an das Steuergerät schicken, kurz warten, piep, Stellplatz lokalisiert. Das Steuergerät wird an beliebiger Stelle im Fahrzeug versteckt, so dass es nicht leicht gefunden werden kann.

 

Leider verbraucht solche Technik auch ständig Strom. Daher kommen sie für selten benutzte oder in der Wintersaison abgestellte Fahrzeuge nur eingeschränkt zum Einsatz. Ohne jeden Stromverbrauch kommt die klassische Lenkradsperre oder auch die Radkralle aus. Beide sind zwischen 20 und 50 Euro bei eBay oder bei Radkralle.de angeboten. Sie sind praktikabel, um schnell, billig und einfach den Gelegenheitsdieb zu verschrecken, da sie zugleich so offensichtlich angebracht sind. Profis fühlen sich im günstigen Fall nur noch beleidigt und verziehen sich in die Schmollecke. Und was für das einsame Winterlager des Youngtimers noch ganz sinnnvoll erscheint, wird schnell lästig, wenn man erst einmal unterwegs ist und dann die diversen Metallgestänge den Kofferraum okkupieren.

 

Seit einiger Zeit bieten daher verschiedene Hersteller sogenannte Mikro-DNA als ganz neue Form der Diebstahlsicherung an. Dabei wird eine bei normalem Licht unssichtbare Flüssigkeit auf verschiedene Teile des Fahrzeugs appliziert. Jede Flüssigkeit ist speziell codiert und enthält nur unter dem Mikroskop erkennbare Partikel mit eben dieser Codenummer. Die genaue Funktionsweise ist in diesem Video  ganz gut erklärt. Erhältlich sind solche Produkte für knapp unter 100 Euro je Dose bei SelectaDNA oder MicrodotDNA. Mit diesem Verfahren kann man den gemeinen Strauch- und Wiesen-Dieb zwar am wenigsten an seinem primären Wirken hindern, aber entsprechende mitgelieferte Aufkleber zur Abschreckung an der Seitenscheibe lassen die Profis in jedem Fall weiter ziehen. Je populärer dieses Verfahren wird, desto geringer sind die Chancen insbesondere für illegale Teileverwerter, die vom Oldtimer nur die Filetstücke verkaufen wollen. Außerdem lässt sich die Anwendung auf sämliches schützenswertes Eigentum ausweiten wie das nachfolgende Video zeigt:

 

3. Oldtimertreffen bei Hilgers feine Art

Am 16. und 17. Juli 2011 findet zum dritten mal das Oldtimertreffen bei Georg Hilger statt. Hilgers feine Art bietet Oldtimerhandel, Oldtimerservice und Event-Dekorationen in Köln Kalk an und nach erfolgtem Umzug in die Martin-Köllen Str. 14 freut man sich auf zahlreiches Erscheinen von Youngtimern und Oldtimern.

Mehr Informationen gibt es hier.

Die Wegbeschreibung hier.

eBay – Deutsch, Deutsch – eBay

Logo eBayUm den immer wiederkehrenden Missverständnissen bei Fahrzeuginseraten beim größten Online Auktionshaus vorzubeugen, habe ich die gängigen Formulierungen ins Deutsche übersetzt. Bei Bedarf werde ich die Liste erweitern. Vorschläge nehme ich gern entgegen.

Das Fahrzeug wurde in USA schon begonnen, zu restaurieren und neu lackiert Kaninchendraht, Kaugummi, Dosenbleche und Stuckgips günstig in einem Vorort von Tijuana (übrigens Mexiko und nicht USA) mit bunter Farbe übergossen. Sieht sogar aus 1,5m Entfernung noch super aus, bitte nicht anfassen!
Der VW ist einem restaurierungsbedürftigen Zustand Der Einzelteilspender ist in einem bedauernswerten Zustand
Ich hatte bereits begonnen, das Fahrzeug zu zerlegen. Nicht fahrbereit. Die wirklich guten und seltenen Teile fehlen jetzt.
Leider fehlt mir das Fachwissen, um den Opel fertig zu stellen. Manchen Rost soll man auch einfach nicht mehr reanimieren.
Laut Aussage des Vorbesitzers Ich selbst zweifele inzwischen auch an dieser frechdreisten Behauptung
Mindestpreis noch einmal gesenkt Trotzdem wird kein ernsthafter Bieter so dumm sein und meinen Verkaufspreis eintippen. Dies hier ist eher als Werbemaßnahme für mein Geschäft zu sehen. Schau doch mal vorbei.
Anders als auf den Fotos dargestellt, ist der Wagen im Moment total zerlegt. Sie kaufen ein unlösbares Puzzle mit über 2000 Teilen
Mit authentischer Patina. Verrostete Chromteile, verrottete Sitze, eingerissenes Armaturenbrett, Gammel und Siff
Scheunenfund Da gab es nicht viel zu finden, wir wissen, dass der Schrott schon seit Jahren gammelt, aber jetzt sind die Preise für die guten Stücke so in die Höhe geschossen, dass vielleicht ein Idiot etwas Unreparierbares und Unrestaurierbares kauft.
ungetestet ist kaputt.
kaum gebraucht Ist total verschmutzt, taugt auch nur noch bis zum Einbau und ist dann sofort kaputt
Versteigere hier für einen Freund Bitte keine Nachfragen, die beantworte ich nicht, denn das Teil hat im Text verschwiegene Fehler.
Sammlerstück Müll, aber ein kleiner Messie steckt doch auch in Dir.
kenne mich nicht so gut damit aus Ich weiß genau, das Teil ist Schrott. Lohnt auch nicht zu reparieren.
lag seit 15 Jahren im Lager Ist dabei mehrfach runter gefallen und einmal naß geworden. Ist rostig, versifft und die Gummis sind porös.
an Liebhaber abzugeben Der Mindestpreis ist viel zu hoch angesetzt
Originalware Sehr gut gefälscht oder vom Laster gefallen.
nach original Herstellerangaben gefertigt passt hinten und vorn nicht, sogar am Material wurde gespart
War stets damit zufrieden und trenne mich nur ungern aber nun ist es leider kaputt und ich kann damit nichts anfangen.
Nostalgisches Stück als Dekoration geeignet Technisch unvollständig und seit Jahren nicht mehr funktionstüchtig, aber schön sauber geputzt. Die benötigten Ersatzteile gibt es auch nicht mehr.
an Bastler abzugeben kann man Ausschlachten und in Einzelteilen verkaufen
wegen Familienzuwachs zu verkaufen Der Preis erscheint zuerst fair, weil Du die Mängel noch nicht kennst und ich liefere schnell mal eine Begründung, um Preisdrücker und blöde Fragen im Vorfeld abzublocken.
Wie auf den Bildern zu sehen Die Fotos sind unscharf und aus einer ungewöhnlichen Perspektive aufgenommen und dehalb erkennst Du den Defekt an beweglichen Teilen niemals. Zudem sind die wirklich schlimmen Mängel gar nicht erst dokumentiert.
nur für Export oder Gewerbe Die verpflichtende Garantie und Gewährleistung müsste ich als kommerzieller Händler bei Abgabe an Privatauktionen eigentlich anbieten, aber bei dem Teil müsste ich dann erheblich draufzahlen

 

Zulassung eines Importfahrzeugs als Oldtimer

Der Import eines Fahrzeugs aus England ist hier beschrieben. Nun folgt die Beschreibung des langen Wegs zur Zulassung.

Die benötigten Unterlagen und Dokumente

In Großbritannien wurde uns mit dem Auto auch ein halbes V5C Dokument übergeben. Die andere Hälfte hat der Verkäufer an das DLVA geschickt, um den Verkauf zu bestätigen. Da ich als Käufer meine vollständige Adresse in das Formblatt eingetragen hatte, kam nach etwa 6 Wochen auch die zweite Hälfte per Briefpost wieder zu mir zurück mit bestem Gruß des zuständigen Sachbearbeiters beim DLVA. Doch dies reicht allein noch nicht für eine Zulassung in Deutschland aus. Die Zeit konnte ich nutzen, um ein erforderliches Datenblatt zu besorgen. Für neuere Fahrzeuge ist dies ein COC, doch dieses gibt es nicht für Oldtimer. In wenigen Fälle soll es helfen, in User-Foren nach Fahrzeugbriefen des gleichen Typs zu Fragen. Die Vertragshändler bieten für Oldtimer eher weniger Unterstützung. Auf der ganz sicheren Seite ist, wer sich ein Datenblatt vom TÜV Süd anfordert, dies erleichtert dann die Vollabnahme. Der TÜV Süd hat eine umfassende Datenbank von Oldtimerdatenblättern zusammen gestellt und verschickt diese nach formloser Anfrage per Nachnahme.

 

Die Umbauten

Im Verlauf der benötigen Vollabnahme mit Oldtimergutachten (letzteres ist wichtig, um nicht nur eine Zulassung, sondern auch ein H-Kennzeichen zu erhalten) wird in jedem Fall auch eine HU durchgeführt. Wenn der Wagen also nicht vollkommen OK ist, kann man die Wartezeit damit verbringen, das Fahrzeug herzurichten. Im Fall eines Englandimports müssen schon mal die Scheinwerfer umgerüstet werden, damit diese nicht in den Gegenverkehr leuchten. Bei mir musste zudem auch noch eine Warnblinkanlage nachgerüstet werden, denn es war keine vorhanden. Darüber hinaus musste ich feststellen, dass mein Oldie zwar erst vor 2 Monaten in England neue MOT ohne Beanstandung erhalten hat, aber die Herren vom TÜV Rheinland sind weitaus weniger kulant als deren Kollegen auf der Insel. Daher musste auch noch die Bremsanlage, Radnaben, Achskugeln und ein Teil des Rahmens überarbeitet werden. Auch die prima Anhängerkupplung funktionerte zwar, hatte aber keine Nummer, mit der man eine Betriebserlaubnis bekommen hätte. Also wurde auch hier eine neue fällig.

 

Die Versicherung

Mit dem Datenblatt oder den Unterlagen der Vollabnahme sowie dem Oldtimergutachten geht man zur Versicherung und lässt sich dort bei Vertragsunterzeichnung die Versicherungsnummer für die Zulassung nennen. Die Versicherungen wollen einem immer auch eine Kasko andrehen, in meinem speziellen Fall halte ich das aber für unnötig und daher wird auch kein Wertguachten für den Oldtimer benötigt. Ich habe mich für die ADAC-ClassicCar-Versicherung entschieden, weil sie in meinem Fall am günstigsten erschien. In Abhängigkeit von Fahrzeugalter, -wert und sonstigem Versicherungspaket mag es andere Kombinationen geben, aber das kann ich ein andermal ausführlicher beschreiben.

 

Die Zulassungsbehörde

Wie schon weiter oben beschrieben, behandele ich hier als Beispiel die Zulassung eines selbst importierten Fahrzeugs als Oldtimer. Das bedeutet, man benötigt viiiieeel Zeit beim Amtsschimmel  (genau genommen waren es bei mir 5 Stunden verteilt auf zwei Tage) und viele Dokumente. Wer für sich selbst oder für die Komplettierung Fahrzeugunterlagen eine möglichst umfangreiche Dokumentensammlung anstrebt, sollte sich vor dem Weg zur Behörde Kopien erstellen, denn danach sind einige weg. Die bleiben im Amt. Dazu gehört zum Beispiel das Original der Zulassung aus dem Ausland, das Gutachten vom TÜV zur Erlangung der Betriebserlaubnis nach §21 StVZO sowie einzelne Gutachten zur Betriebserlaubnis, sofern diese im Fahrzeugschein eingetragen werden.
Sehr wichtig scheint auch das Vorhandensein eines Kaufvertrages in deutscher Sprache zu sein. Der Inhalt allerdings weniger. Es wurde bei mir nur festgestellt, dass der Verkäufer auch der Vorbesitzer war und ich der Käufer. Theoretisch hätte der Kaufvertrag auch gebrauchte Kodak-Farbfilme von 1987 zum Gegenstand machen können. Da mein Land Rover in England gekauft wurde, handelt es sich um einen EU-Import. Für Importe aus dem Nicht-EU-Ausland muss man noch die Zollbescheinigungen vorzeigen.
Selbstverständlich benötigt man darüber hinaus noch die Nachweise einer positiven HU (bei mir „ohne festgestellte Mängel“), Abgasprüfung (was prüft man bei einem Land Rover Diesel aus den 70ern? Ob da überhaupt etwas hinten raus kommt?), Oldtimerbegutachtung nach §23 StVZO und Versicherungsnachweis.

 

Das Nummernschild

Speziell Fahrzeuge aus dem Ausland haben oft Nummernschildhalterungen, die das Anbringen von normalen Kennzeichen schwer machen. Normal bedeutet in Köln übrigens ein vorgestelltes K, dann zwei Buchstaben gefolgt von einer vierstelligen Zahl plus H am Ende. Damit wird der Platz auf dem Schild ganz schön eng. Wer mit dem Auto nicht bei der Zulassungstelle persönlich vorfahren kann (und das wird der Normalfall sein, denn der Oldtimer ist ja eben noch nicht zugelassen), sollte den maximalen Platz vorher ausmessen und mit Foto dokumentieren. Noch besser ist ein entsprechendes Gutachten bezüglich der maximalen Kennzeichengröße vom TÜV. Sonst bekommt ihr trotz vehementer Hinweise und unterwürfigstem Bitten ein überdimensionales Kuchenblech als Nummernschild und dürft dann so wie ich noch einmal zur persönlichen Überprüfung durch den Diensstellenleiter vorfahren, um ein kleines und dann auch passendes Schild zu bekommen.