Muss ich Benzin oder Diesel tanken?

Die Preise für einen Liter Diesel liegen im Großraum Köln derzeit bei rund 1,50€ und damit selbst inflationsbereinigt so hoch wie selten zuvor (siehe Grafik unten). Es fehlt nicht viel und die ersten Langfinger werden wieder organisiert zuschlagen und Kraftstoffe aus anderen Quellen abzapfen, so wie der Anstieg der Rohstoffpreise für Metall auch für das nächtliche Verschwinden von Bahntrassen und Kommunikationsleitungen sorgt. Die Gründe für die derzeit hohen Preise sind unterschiedlich, einige waren schon hier zusammen getragen.

Datenquelle: Statistisches Bundesamt

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, andere Kraftstoffe zu verwenden. Eine Umrüstung ist nicht immer erforderlich. Für Ottomotoren empfiehlt sich eine Umrüstung auf Flüssiggas (LPG) oder Erdgas (CNG), allerdings gefährden die meisten Umbauten das für Oldtimer und Youngtimerfahrer wichtige H-Kennzeichen. Daher möchte hier nicht näher darauf eingehen. Bei Dieselmotoren sieht es anders aus. Ohne große Umbauten und daher unter Einhaltung der Richtlinien zur Oldtimerabnahme lassen sich andere Stoffe als Diesel in den Tank schütten. Geht das wirklich und welche Konsequenzen muss man befürchten?

Drei Ersatzstoffe sind dem Diesel ähnlich: Biodiesel oder Rapsmethylester (RME), reines Pflanzenöl (meist Rapsöl) sowie leichtes Heizöl.

Oft wird behauptet, Diesel sei das gleiche wie Heizöl nur anders besteuert. Das ist nur fast richtig. Zuerst die
rechtliche Situation: Der Einsatz von Heizöl als Kraftstoff ist Steuerhinterziehung und damit strafbar. Dabei ist es egal, ob der Kraftstoff für PKW, LKW oder Generatoren benutzt wird. Heizöl ist zum Nachweis rötlich eingefärbt und zudem noch mit geringen Anteilen Solvent Yellow 124 versehen. Je höher der Dieselpreis steigt, desto eher werden Zollbeamte auch mobile Kontrollen durchführen. Wer erwischt wird, muss nicht nur die hinterzogene Steuer nachzahlen, sondern kann auch nach §370 der Abgabenordnung mit bis zu 5 Jahren Freiheitsstrafe oder Geldbuße bestraft werden.

Wie sieht es technisch aus? Die Kohlenwasserstoffe von Heizöl haben einen breiter gestreuten Siedepunkt als Diesel. Die sogenannte Cetanzahl (Zündwilligkeit) wird bei Diesel in einem genormten Bereich gehalten. Bei Verwendung von Heizöl kann es zu Störungen im Verbrennungsvorgang kommen, es bildet sich vermehrt Ruß und die Leistung wird reduziert.

Speziell Winterdiesel enthält Additive, die ein Verstopfen des Kraftstofffilters durch Paraffine bis ca. -20°C verhindern.

Durch den fast 100-fach höheren Schwefelgehalt bildet Heizöl im Brennraum schwefelige Säure (H2SO3), die den Motorraum angreift. Man kann dies durch Zugabe von alkalischen Additiven verhindern. Seit 2003 ist hingegen der an Tankstellen erhältliche Diesel schwefelfrei.

Biodiesel oder RME macht den größten Anteil der in Deutschland verwendeten Ersatztreibstoffe aus. Im Jahr 2010 waren es 4,3% des Gesamtverbrauchs. Der weitaus größte Teil wird dabei normalem Diesel beigemischt. Wer an der Zapfsäule Diesel abgreift, tankt also immer auch 5-7% RME. Dafür sind keine gesonderten technische Voraussetzungen notwendig und der Fahrzeughalter wird auch nicht groß darüber informiert. An der Tankstelle steht irgendwo etwas von B7, aber wer wusste bis jetzt, dass damit 7% RME-Beimischung gemeint ist? Wer reinen Biodiesel fahren will, weil dieser mit derzeit 1,33 je Liter doch erheblich günstiger erscheint, muss möglicherweise sein Fahrzeug umrüsten. Das ist herstellerabhängig und kann hier eingesehen werden. In nicht freigegebenen Fahrzeugen können die lösungsmittelähnlichen Eigenschaften von Biodiesel Kunststoff- und Gummibauteile wie Dichtungen und Benzinleitungen im Motor angreifen. Manchmal wird der Treibstofftrakt sehr schnell undicht, andere Bauteile quellen unter Einwirkung von RME erst auf und werden undicht, sobald man (zum Beispiel im Winter) wieder normalen Diesel tankt. Die Versorgung mit RME erfordert ähnlich wie das Fahren mit Flüssiggas etwas Planung, da nicht jede Tankstelle Biodiesel im Angebot hat. Auf dem Land ist das Angebot meist größer als in den Städten.

Pflanzenöle haben die beste CO2-Bilanz, sind dadurch aber nicht zwangsläufig als ökologisch sinnvolle Alternative zu fossilen Brennstoffen zu bezeichnen. Insbesondere Palmöl muss erst einmal den langen Weg vom Herstellungsland – meist Südostasien und Südamerika – zu uns transportiert werden. Darüber wird es meist in Monokulturen erzeugt, die mit enormem Pestizid- und Düngerverbrauch einher gehen und dadurch die Umwelt stark belasten. Nicht zuletzt werden häufig zuvor intakte Regenwaldflächen kultiviert, um für nur wenige Jahre Ertrag aus dem Boden zu ziehen. Mehr zu diesem Thema hier.

Eine bessere Ökobilanz haben Raps- und Sojaöl, auch wenn beide etwas teurer sind.
Zwischen 1,09 € und 1,52 € liegen die Liter-Preise bei Anlieferung im 1000l Gebinde. Wie kann das sein, wenn der Liter Pflanzenöl im Disountsupermarkt zwischen 0,95 und 1,35€ liegt? Das hängt mit der Besteuerung zusammen. Für Lebensmittel gilt in Deutschland der reduzierte Mehrwertsteuersatz von 7%, für Kraftstoffe 19%. Zudem muss auch für Biokraftstoffe gemäß Energiesteuergesetz (EnergieStG) derzeit 0,185€ je Liter abgeführt werden. Ab 2013 sollen es sogar 0,45€ sein. Spätestens dann sind Pflanzenöle als Ersatzkraftstoff völlig uninteressant, wenn der Dieselpreis bis dahin nicht auf über 2 Euro steigt. Wer also auf dem Parkplatz vor dem Discounter das Pflanzenöl direkt in den Tank statt in den Salat kippt und die Steuerdifferenz nicht sofort beim nächsten Zollamt entrichtet, begeht ebenso Steuerhinterziehung wie derjenige, der heimlich Heizöl tankt (siehe oben).

Technisch haben Pflanzenöle bei 60 bis 70°C die gleiche Viskosität und Brenneigenschaft wie Diesel bei 15 bis 20°C. Man muss also den Biokraftstoff vorwärmen, um damit problemlos fahren zu können. Das geschieht entweder mit einer elektrischen Heizspirale und/oder mittels Wärmetauscher. Man kann spezielle Zuheizer von Drittherstellern einbauen oder auf polarerprobte Versionen der Motorenbauer zurückgreifen, denn in nördlichen Breiten muss im Winter auch normaler Diesel vorgeheizt werden. Die Materialkosten liegen bei moderaten 100-200 Euro zuzüglich Einbau. Danach steht dem Betrieb eines Dieselmotors mit reinem Pflanzenöl nichts mehr im Weg. Ausführliche Erfahrungsberichte mit Fahrzeugdatenbank und regen Austausch findet man hier.

Youngtimer und Oldtimer Links im März

Die Anderen und noch andere haben auch in diesem Monat einiges veröffenlicht. Jetzt im März häufen sich zudem die Veranstaltungshinweise, denn die Saison beginnt bald. Die Youngtimer-Garage-Linkliste der Vormonate ist wie immer hier zu finden. Diese Liste wird bei Bedarf erweitert; der März ist ja noch lang.

Oldtimer eignen sich nur bedingt als Anlageobjekt

Ford Capri

455 Euro pro Jahr kosten Wartung und Reparaturen an einem durchschnittlichen Young- und Oldtimer

BMW 530 und 535i (E34) in der Kaufberatung

Chinesen wollen Saab übernehmen

Yellow Dream aus Hagen

Land Rover Defender – Der letzte seiner Art

Sechs Prozent der deutschen Autofahrer planen den Kauf eines Oldtimers

Mercedes-Coupés der Baureihen 107 und 126

Dirk Belau hat eine neue LandingPage. Hier geht es direkt zu seinen Auto– und hier zu seinen Pinup-Bildern.

Audi Sport Quattro – nicht schön, aber selten

 

Youngtimer Garage goes Art

Kevin Cyr

Bildquelle: Kurzvorstellung von Kevin Cyr auf http://www.classicdriver.de

Es scheint ein linearer Zusammenhang zwischen Ranz und Verfall der Auto-Karosserie und Kunst zu bestehen.

Ist alles neu, glatt und blitziblinki, so handelt es sich um Design – also weitestem Sinne Handwerk. Wenn der Zerstörungsfaktor hinzu kommt, nimmt auch der Kultcharakter eines Fahrzeugs zu und alsbald spricht man von Kunst.

Als Beispiel möchte ich hier Robby Dohmen nennen. Er ist zur Mitte des letzten Jahrhunderts in Jülich geboren und portraitiert die Vergänglichkeit meist in Schrottplatzszenarien. Einen Schritt weiter geht Kevin Cyr, der in seinen fast fotorealistischen Bildern in Öl auf Holz oder Leinwand typische Streettags aus New York/Brooklyn auf Vandura Vans oder andere Karossen bringt und dabei auch eigene Modelle entwirft.  Zum Schluss sei noch Michael Fröhlich genannt, der den Auto-Skulpturen-Park im Neandertal geschaffen hat.

Da dies nur ein kurzer Ausflug in die bildende Kunst der Postmoderne ist und die Youngtimer Garage weiterhin eher technisch und automobilistisch untewegs sein wird, überlasse ich die Kunstkritik in geschriebenem Wort anderen, die sich besser damit auskennen.

Oldtimer und Youngtimer Links im Februar

Kalt ist es im Februar 2012 geworden und auch bei den Links zu den Texten, Beiträgen und Videos nimmt mitunter die Kälte Einzug. Die Linklisten aus den vergangenen Monaten sind hier zu finden. Dieser Artikel wird bis zum Ende des Monats bearbeitet und ergänzt, wenn ich noch auf interessantes Material der Anderen stoße.

Winterkarre, aber zack zack

Ergebnisse der letzten – dann doch nicht so hochpreisigen – Auktionen bei RM

Jetzt wird’s peinlich: A-Team Van Replicas

Rover 827

Car Guys

Hospiz der Heckflossen

MAN-Traktoren

Corvette – eine amerikanische Legende (Teil 1 und Teil 2)

Audi 100 L5S Avant

Opel Rekord D , Mercedes E-Klasse W114/W115 , Ford Granada MK I

 

 

Linksammlung Januar 2012

Neues Jahr, neues Glück. Auch für den ersten Monat 2012 habe ich wieder ein paar anschauenswerte Artikel und Videos gefunden, die ich hier zusammen gestellt habe. Die Links der Vormonate sind wie immer hier zu finden.

 

Bei Citroen läuft die Haltbarkeit von Autos nach 12 Jahren ab

Jetzt oder nie

Selbstschrauberkurse im Porsche Museum

Mercedes W 123 – Der Dieselsound unserer Erinnerung

Diese Offroader werden wertvoll

Im Paradies der Käfer

Land Rover: Der greise Riese

Das letzte Biotop des Mannes

Das Luftnummernschild

H-Kennzeichen : Die neuen Klassiker 2012

 

Youngtimer und Oldtimer Linkliste Dezember

Wie schon in den Monaten zuvor gibt es auch für Dezember wieder eine Linkliste mit lesenswerten Artikeln und bewegten Bildern der anderen Autoren. Ganz bewusst habe ich keine Anleitung zum Einmotten des Fahrzeugs in der Winterphase aufgenommen, die gibt es an jeder Ecke. Klickt euch durch!

 

Audi 50 bei Motorvision

Die Top 3 Youngtimer 2011

Land Rovers old and new

Mercedes-Restaurierung bei Kienle

Autos der 90er: Generation X

Darf Servo sein? Muss Servo sein? Nachrüstung im Oldtimer

Oldtimer werden seltener verkauft

Beautiful Photos of Freeway Interchanges

Top 10 Classic Muscle Cars

Wenn möglich, bitte wenden

Citroen DS

Die anderen sind auch fleißig!

Die Youngtimer Garage ist seit gestern um ein feines Gerät reicher. Zu einem fairen Preis habe ich eine Sandstrahlkabine mit 420 Liter Volumen gekauft. Aber dies ist eine andere Geschichte und sie soll ein andermal erzählt werden. Bei der ausführlichen Recherche nach dem besten Preis-Leistungsverhältnis für die Kabine bin ich eher zufällig auf zwei Seiten aufmerksam geworden:

Zum einen ist es die Ford A Restaurierung von Markus Maurer aus der Schweiz und zum anderen der Restaurierungsblog eines Land Cruisers. Als Besitzer und Fahrer Land Rover Serie III gerät man man ja schnell in den Verdacht, sich bewusst von der amerikanischen und japanischen Fraktion der Geländefahrzeughalter zu distanzieren. Aber vor dem Rost, Gammel und sonstigem Zahn der Zeit sind wir doch alle gleich. Beide Pages habe ich sehr gern in meine Liste der lesenwerten Links aufgenommen. Beide Berichte werden schon seit einiger Zeit geführt und enthalten eine große Menge an Informationen wie man es macht und was man besser sein lässt.

 

 

 

Haynes: Millenium Falcon

Haynes Owner’s Workshop Manuals hat ein brandneues Nachschlagewerk zu einem außergewöhnlichen Youngtimer herausgebracht.

Allerdings bezweifele ich, dass sie diesmal so sorgfältig wie bei der Produktion von den anderen Werken vorgegangen sind.

Normalerweise rühmen sie sich, dass sie das jeweilige Fahrzeug vollständig auseinander bauen und wieder zusammen setzen.

Trotzdem vielleicht ein schönes Geschenk zu Weihnachten. Das Video unten gibt mehr Informationen.

 


E10 im Tank

Mal wieder eine aktuelle Anekdote bei belauscht.de:

Kassel. In einer Kneipe.

Ein paar Leute Anfang 20 sitzen am Nachbartisch und unterhalten sich über die Gefahren des neuen E10-Kraftstoffes für den Verbrauch und den Motor ihres Autos.

Sie: “Was bedeutet eigentlich E10?”
Er: “E steht für Ethanol. Die mischen jetzt bis zu 10% davon in den Sprit.”
Sie: “Ethanol ist doch Alkohol, oder?”
Er: “Ja, schon.”
Sie (besorgt): “Alkohol ist doch brennbar! Ist das nicht gefährlich, wenn die das jetzt in den Sprit mischen?”

belauscht von Martin

In eigener Sache

Heute habe ich ein paar kleine Änderungen auf den Seiten der Youngtimer Garage Köln eingeführt.

  1. Wegen der nicht vorhandenen Relevanz oder wegen fehlender Nutzung durch die Leser (das bist auch Du), habe ich die Buttons für Twitter, facebook, plus-eins–bei-Google, posten-auf-StudiVZ und sonstige soziale Links einfach gelöscht. Da es bislang nur sehr wenige Leute genutzt haben, wird es auch keiner ernsthaft vermissen. Die anderen bis zu drei User im Monat müssen sich ab sofort selbst helfen.
  2. Das Impressum ist jetzt oben rechts und nicht mehr unten mittig verlinkt. Ist aber sowieso egal, da es sich um eine private Seite handelt. Ein Impressum ist dann in Deutschland nicht zwingend vorgeschrieben.
  3. Damit entfällt in meinen Augen auch die Notwendigkeit für einen Footer. Wer sich auskennt, weiss sowieso, dass ich WordPress einsetze. Die anderen interessiert es nicht. Das verwendete Theme gibt es so längst nicht mehr zum Download und es ist zudem inzwischen stark durch meine Finger customized. Also gab es am unteren Seitenende nichts mehr zu sagen.
  4. Bei all dem Wegfall von unsinnigen Features kann ich nun Deine gesamte Aufmerksamkeit auf neu geschaltete Anzeigen lenken: Die gibt es ab sofort ganz dezent am unteren Ende von jedem Beitrag und Google-adsense strebt an, dass sie möglichst zum Kontext passen sollen. Wenn irgendwas dabei sein sollte, was Dich interessiert, zögere nicht und klick sie an. Das freut den Händler, das freut Google und natürlich freut das auch mich. Wenn Dich Anzeigen generell annerven, rate ich zur Verwendung eines Adblockers wie zum Beispiel den hier für Firefox, dann sieht die Welt im Internet gleich viel entspannter aus.
  5. Ach so – und ein neues Logo habe ich jetzt auch.

 

 

Youngtimer und Oldtimer Links im November

Wie auch schon in den Monaten zuvor stelle ich hier die gesammelten Werke anderer Autoren und Produzenten zusammen, die ich im November für erwähnenswert hielt. Die meisten sind in sich geschlossen, so dass es keinen weiteren Kommentar oder Blogeintrag benötigt. Dies ist meine Form des ‚Youngtimer Garage likes it“ ganz ohne facebook-Daumen.

Wie lange hält ein Auto?

Bekannte Automarken die eingestellt wurden

Audi 80 – Opa auf der Überholspur

Da fliegt mir doch das Blech weg

Mad Max und die Spätfolgen – MFP Cars

Total Achtziger: Audi 80 und A4 – Rückblick auf acht Generationen

Starke Youngtimer unter 5.000 Euro

Coupé Legenden

Fünfer mit Zusatzzahl – der BMW 5er (E12)

Das Oldtimer Hobby in all seinen Varianten.

65er Ford Mustang Cabriolet Original-Nachbau

Ein recht zurückhaltender Alltags-Hotrod aus der australischen Schrauberhütte von Ben Thomas


 

 

 

Beifahrer bei der ADAC Westfalen Trophy

Das Video unten zeigt einen MkI BDA Ford Escort, der ursprünglich mit Platz 8 nicht sonderlich gut qualifiziert war, dann aber besonders motiviert bewegt wird und offensicht mit extrem gutem Grip in den Kurven alle Plätze gut macht.

Gezeigt wird die große Runde auf dem Nürburgring im Rahmen der ADAC Westfalen Trophy. Jeweils kurz mit im Bild sehen wir diverse BMW 2002, Austin Healey, einen oder mehrere Porsche 911, einen 924 oder 944, Renault Alpine, Alfa GTV und andere.

 

 

Youngtimer und Oldtimer Links im Oktober

Vorgelesen und angeschaut im Oktober:

Auch in diesem Monat gab es wieder ein paar interessante Nachrichten, die andere zusammen getragen haben. Ich will das nicht alles abschreiben oder zusammenfassen, klickt Euch selbst durch.

Die 10 teuersten Oldtimer aller Zeiten

Patina: Fluch oder Segen?

Oldtimer richtig einmotten

Saisonkennzeichen: Ab in den Winterschlaf

Youngtimer, die immer wertvoller werden

Classic Concepts: Ferrari Rainbow by Bertone

Kalender des ASC: Kühlerfiguren im Großformat

 Silverstone Auctions ‘The Walter Hayes Sale’

Der schönste Film – c’était un rendez-vous – 1976 Claude Lelouch

1969 Holden Hurricane concept car – restored 2011

 

 

 

Autoinserate bei Oldtimerpalace

Oltimerpalace ist kein Händler, sondern ein Portal mit Suchfunktion für Youngtimer und Oldtimer. So ähnlich wie die uns allen bekannten Vertreter mobile.de oder autoscout24.

Der Unterschied: Die Veröffentlichung der Anzeigen ist kostenlos und man hat sich bei der Auswahl auf alte Fahrzeuge beschränkt. Das fällt auch in der Suchfunktion auf. Bei den beiden Großen der Branche suche ich zum Beispiel Marken wie Barkas oder Jensen vergeblich in der Liste. Das Angebot ist mit rund 600 Fahrzeugen aus dem Raum Deutschland, Österreich und Schweiz noch recht überschaubar, die genannten Verkaufspreise sind marktüblich.

 

Neuer De Lorean mit Elektromotor

In der Oktober Ausgabe hat die Zeitschrift Oldtimer Markt noch in einem mehrseitigen Feature ab Seite 38 über den DMC-12 von De Lorean Motor Company berichtet. Vielen wird das Auto als die Zeitmaschine aus Zurück in die Zukunft bekannt vorkommen. Im Jahr 1981 wurde der DMC-12 dem Publikum erstmals vorgestellt und damit werden die ersten Modelle nun zunehmend vom Youngtimer zum Oldtimer. Der Markt in Deutschland ist sowieso recht knapp und brauchbar erhaltene Modelle rangieren derzeit ab 30.000 Euro aufwärts.

Und jetzt stellt sich heraus, das der Wagen tatsächlich in vielen Details offensichtlich seiner Zeit weit voraus war. Nur der 3 Liter Motor von Peugeot-Renault-Volvo mit 97kW passt nicht mehr in unser Jahrhundert. Gestern wurde der neue DMC vorgestellt. Äußerlich größtenteils unverändert soll er nach vorliegender Planung im Jahr 2013 verkauft werden. Mit einer innen aufgebesserten Ausstattung (mit iPhone Docking Station) und einem Elektromotor. Nein, einen Flux-Kompensator haben sie noch nicht bis zur Serienreife entwickelt und auch die Schalteinheit für Zeitsprünge wird nicht im Lieferumfang enthalten sein. Weitere Bilder und Informationen gibt es hier.

Es bietet sich dann in knapp zwei Jahren die Möglichkeit, ein fabrikneues Youngtimer-Fossil zu kaufen. Diese Option hat man sonst nur bei Lada-Niva und Mercedes G-Modell.

Oldtimer, Youngtimer und die Umweltzone

Wie ich schon im Beitrag zur Plakette geschrieben habe, wurden seit 2006 in Deutschland immer mehr sogenannte Umweltzonen geplant und ab 2008 auch entsprechend ausgewiesen. Der Sinn ist inzwischen ebenso umstritten wie deren Wirksamkeit. Dennoch traut sich keiner der Verantwortlichen, den Zauber wieder zu beenden. Im Gegenteil: Gemäß eines vor Jahren festgelegten Fahrplans werden in vielen Städten weitere Umweltzonen ausgewiesen oder die Regeln für bestehende verschärft.

Ich möchte jetzt aber nicht erneut das Für und Wider der Umweltzonen beleuchten. Das wird von anderen an anderer Stelle genug gemacht. Vielmehr soll die Frage beantwortet werden: Wie komme ich mit meinem Auto ohne Kat und Rußfilter dennoch völlig legal in eine Umweltzone? Denn mit denen bekommt man üblicherweise keine grüne Plakette und oft auch keine rote oder grüne mehr.

Möglichkeit 1:
Zulassung im Ausland oder als Diplomat, als Fahrzeug zur Beförderung von Behinderten oder im Auftrag der Bundeswehr. Diese sind nämlich von der Regelung ausgenommen.

Möglichkeit 2:
Oldtimer mit H-Kennzeichen sind von der Verordnung auszunehmen. Wer auf dieses spezielle Kennzeichen verzichtet, muss meistens draußen bleiben und zahlt zudem auch teure Steuer und Versicherung.

Möglichkeit 3:
Die Kraftfahrzeugsteuer wird durch Schadstoffklasse und Hubraum bestimmt. Aktuell sind es je angefangener 100 cm³ in der übelesten Schadstoffklasse für Ottomotoren 25,36 Euro. Besonders bei kleinen Motoren unter 750 cm³ lohnt sich also die Steuerermäßigung von pauschal 191,73 Euro für alle Autos mit H-Kennzeichen finanziell nicht.
Hier greift möglicherweise Lex-Isetta. Neben allen zweirädrigen und dreirädrigen Fahrzeugen (Motorräder, -roller, Morgan Threewheeler, Messerschmitt Kabinenroller, Heinkel, usw.) haben auch Autos mit einer Spurweite unter 461mm auf einer der beiden Achses freie Durchfahrt. Sie gelten nach EU Klassifizierung trotzdem als Dreirad. Gemessen wird dabei jeweils von und bis zur Reifenmitte. Auch Fahrzeuge unter 400 kg und mit höchstens 15kW Leistung können mit entsprechender Zulassung als L7e ohne H-Kennzeichen in die Umweltzone. Glück für die wenigen Goggomobil der ehemaligen Hans Glas GmbH. Die Umschreibung der Fahrzeugpapiere erfolgt nach einer vorherigen Einstufung durch den TÜV als Leichtfahrzeug.

Möglichkeit 4:
Für Anwohner in bestimmten Städten (zum Beispiel Berlin, Köln und München) können lokal begrenzte Ausnahmen vom Fahrverbot möglich sein. Voraussetzung ist, dass das Auto nicht mehr nachgerüstet werden kann und vor der Einführung der Umweltzone auf den Halter zugelassen war. Diese Regelung gilt auch dann, wenn der Halter neu in die Umweltzone zugezogen ist.

 

(Bildquelle: Wikipedia.de by Psychonaut)

Verwirrungen um neue Regelung zur H-Abnahme

Journalisten sind nicht immer Experten und bei manchen Verlagen sind die Experten eindeutig in Minderheit gegenüber den lauten Meinungsmachern. Zudem wird auch gern voneinander abgeschrieben – auch Falschmeldungen. Ich hatte schon im Mai auf die nun geltende Änderung der Zulassung als Oldtimer hingewiesen. Dann kamen in der letzten Woche verhäuft Horrormeldungen, dass nur noch mit Note 2 eingestufte Fahrzeuge, ein Oldtimer-Kennzeichen bekämen.

Das ist natürlich Quatsch und dankeswerterweise rücken die Experten der Zeitschrift Oldtimer Markt das hier noch einmal ins richtige Licht.

Youngtimer und Oldtimer Links im September

Umfrage Youngtimer: Beliebter Stern

Jeep Grand Wagoneer: Die Wagenburg

Youngtimer / Oldtimer und ihre Spitznamen

Kennt ihr eigentlich noch “Der 7. Sinn”

Neue Richtlinie für H-Kennzeichen

Berichte und Sammelalbum klassischer Autos

Chrom, Stahl, Gummi – Fuel Tank TV

Fuel Tank TV ist eine Zusammenarbeit von Bandit Films und dem Fuel Magazine. Beide zusammen liefern schöne Bilder.

Nick Eterovic arbeitet für Ford und bezeichnet sich selbst als petrol head.
Hier ein paar Stimmungen aus seiner Schrauberhalle.

Much Much Go vonFuel Tank TV auf Vimeo.

 

 

Craig Metros ist in Detroit geboren und arbeitet als Designer und Rod Builder in Melbourne.

Factory 6: Craig Metros vonFuel Tank TV auf Vimeo.

 

 

Zur Ausgabe No.7 „The Customs Issue“ hat Bandit Films diese Doku beigesteuert

Fuel Magazine Issue 07 Launch Party vonFuel Tank TV auf Vimeo.

So einen hatte ich auch mal…

Eine Auflistung der häufigsten Sätze, die ich höre, wenn ich neben alten Autos stehe:

  • So einen hatte ich auch mal.
  • Der riecht auch noch so wie damals.
  • Ist das nicht auch irgendwie teuer?
  • Der ist bestimmt was wert.
  • Können sie mir auch so einen besorgen?
  • Aber für die Umwelt ist das ja schon schlecht.
  • Hat der auch Servolenkung/Klimaanlage/Navi/Katalysator/Airbags/Tagfahrlicht?
  • Der Lack ist aber nicht original…
  • Guck mal, da tropft was.
  • Da konnte man noch selbst dran schrauben.
  • Mein Vater fuhr  ja damals einen Ford Ascona/Audi Strichacht/VW Quattro/BMW Ro80
  • Den MINI und Fiat500 gibt es jetzt ja auch wieder zu kaufen.
  • Sie kennen sich doch mit Autos aus: Ich habe da bei meinem Smart…
  • Damit bekommt man aber nicht so einfach eine Parklücke.
  • Wie fährt man denn mit Rechtslenker?
  • Das war noch richtiges Blech!

Kein Meilenwerk mehr in Düsseldorf

Nein, keine Angst es ist nicht das Aus für die private Oldtimerausstellung und -aufbewahrung in Düsseldorf.

Vielmehr gibt der Betreiber bekannt, dass man wegen Unstimmigkeiten mit dem Inhaber der Namensrechte am „Meilenwerk“ zukünftig den Namen „Classic Remise“ verwenden wird. Im Internet ist diese Umstellung schon zum Jahresbeginn vollzogen worden (siehe auch www.remise.de), in Berlin hat man letztes Wochenende die Beschilderung ausgetauscht. Auch der Düsseldorfer Standort (eröffnet 2006) ist in „Classic Remise“ umbenannt.
Auf 19.000 qm sind in der Classic Remise Düsseldorf rund 300 Oldtimer untergebracht: Permanent stehen dort 100 Oldtimer zum Verkauf, ca. 100 werden in den Werkstätten restauriert oder repariert. 100 Oldtimer von Privatpersonen bewohnen geheizte Glasgaragen.

Dort findet am ersten Oktober-Wochenende zum 5. Mal das Herbstfest statt. Es bietet sich an als Saisonabschluss für viele Oldtimer-Freunde. An diesem Wochenende sind die gesamten Parkplätze für Oldtimer reserviert. Ausweichparkplätze sind ausgeschildert. Gezeigt werden Autos, Motorräder – bishin zu historischen Fahrrädern, Traktoren und Nutzfahrzeugen. Ein großes Rahmenprogramm mit Automobilia-Händlern, Clubs, gastronomischen Ständen und vieles mehr rundet das Wochenende ab. Der Eintritt ist kostenlos.

Weitere Informationen hier.

Fliegendes Auto zu verkaufen

Autos gehören auf die Straße oder mit Allrad vielleicht noch ins Gelände, aber in jedem Fall auf den Boden. Punkt. Mit dieser strikten Einschränkung mochte sich bislang nicht jeder Erfinder abgeben. Immer wieder gab es Versuche, dieses Paradigma zu brechen. Zum einen waren da die Amphibienfahrzeuge und vielleicht werde ich denen irgendwann einen eigenen Blogeintrag gönnen, wenn mir nicht einer der anderen Youngtimerblogger zuvor kommt. Zum anderen wollten die Entwickler der Flugautos von der reinen Lehre (Auto = Landfahrzeug) abweichen. Meist handelt es sich dabei aufgrund von Kosten, Design und Alltagstauglichkeit um Nischenprodukte oder Prototypen.

Keine Rücksicht auf derlei engstirnige Argumentation musste man in der Literatur oder im Film nehmen. Da wäre zum Beispiel das Fliwatüüt von Robbi und Tobbi aus den Siebzigern zu nennen, das unter Regie von Armin Maiwald (ja, der Erklär-Onkel aus der Sendung mit der Maus) 1972 bis 1978 durch die heimischen Wohnzimmer flog. Auch Batman und James Bond ließen ihre Autos schwimmen, tauchen und fliegen. Und Dudu, die deutschsprachige Variation auf Disneys Herbie, konnte das in den frühen Siebzigern auch.

Etwas früher im Jahr 1967 flog und fuhr Chitty Chitty Bang Bang gelenkt von Dick van Dyke über die Leinwand. Die Literaturvorlage zum Film entstammt übrigens der Feder von Ian Fleming, der auch James Bond erfunden hat. Es ist eines der beeindruckensten Fahrzeuge der Filmgeschichte und steht in einer Reihe mit dem DeLorean aus Zurück in die Zukunft, K.I.T.T. oder General Lee von den Dukes of Hazard. Vor einigen Monaten versuchte man schon einmal das Fahrzeug bei ebay zu verkaufen, erzielte aber mit einer Million US$ nicht den gewünschten Mindestpreis. Man geht in einer erneuten Auktion nun davon aus, dass die lizensierte Replika knapp eine halbe Million Dollar einbringen wird. Das angebotene Wunderauto ist im Jahr 2000 unter Verwendung der Originalteile von Tony Green zusammen gesetzt worden und besitzt auch die ausklappbaren Flügel. Viel Spaß beim Bieten und Fliegen.

Wie die Preise an den Tankstellen gemacht werden

Der Beitrag vom ZDF erklärt, wie das ständige Auf und Ab der Preise an den Zapfsäulen erfolgt und wie die erfunden hohen Preise zu bestimmten Tagen vor Ferien und Feiertagen sowie an Montagen zustande kommen.


Der kurze Beitrag vom Hessischen Rundfunk erklärt das neue Prämiensystem von ARAL ab September.

Youngtimer und Oldtimer Links im August

Auch im August habe ich wieder verschiedene Interessante Artikel im Netz gesammelt. Viel Spaß beim nachlesen und anschauen.

 

Wofür steht POR in Autoanzeigen?

Wenn in Auto-Anzeigen aus England oder USA der Begriff POR auftaucht, dann sieht das meist so aus:

 


69 Camaro All Steel Body, Harwood Fiberglass Hood, Brodix -3 Heads & Block, Afco Double adjustable shocks front & rear, 1150 Hardcore Dominator Carburetor. Mileage: 23101  Color: Hugger Orange.

Price: POR


 

 

 

 

Was will der Verkäufer uns damit sagen?

POR bedeutet in diesem Fall nicht purchase order request oder profit on return, sondern price on request. Das ist vergleichbar mit den in Deutschland gebräuchlichen Abkürzungen Preis VB oder VHS. Der Verkäufer möchte sich also nicht öffentlich auf einen Verkaufspreis festlegen oder er hat keine genaue Vorstellung und möchte erst einmal Angebote sammeln. Das kommt besonders häufig bei speziellen Umbauten oder Oldtimern vor, deren Wert nicht aus irgendwelchen Listen ablesbar ist. Für den Interessenten und potentiellen Käufer ist dabei natürlich schnell die Gefahr gegeben, den Preis zu hoch anzusetzen; das wird er dann merken, wenn der Verkäufer ohne Zögern und Nachverhandlung sofort einschlägt. Ich persönlich bevorzuge klare Aussagen zum Preis, so dass ich vor der Kontaktaufnahme weiß, ob sich eine weitere Anfahrt, Besichtigung und Verhandlung lohnt oder nicht.

 

(Bildquelle: Creative Commons, User Huggorm)

Vorgelesen: Youngtimer Links im Juli

Es folgt eine Auflistung der im Juli neu erstellten oder veröffentlichten Artikel zum Thema Youngtimer und Oldtimer. Viel Spaß beim Klicken und Lesen.

Sportliche Youngtimer bis 15.000 Euro, diese Sportwagen haben Klassiker-Potenzial

Immer mehr Oldtimer

Ab wann ist ein Youngtimer «old»?

Im Auftrag der Army

 

 

Internet Autoanzeigen in Deutschland und im Ausland

Die drei Platzhirsche in Deutschland für die internetbasierte Suche nach Gebrauchtwagen (oder auch Autobörsen) sind mobile.de autoscout24 und ebay. Danach kommt erst einmal lange Zeit gar nichts und dann vielleicht noch Kalaydo und noch einmal ebay (Kleinanzeigen).

Behördenfahrzeuge und sicher gestellte Fahrzeuge gibt es in den Auktionen von Zoll und Justiz. Die Fahrzeuge selbst müssen bei beiden nicht unbedingt qualitativ besser als bei ebay sein, dafür sind die Anbieter immer eine deutsche Behörde und keine windigen Teppichverkäufer.

Auch die jeweiligen Oldtimer-Magazine und Fachzeitschriften haben mitunter ein paar Unterseiten mit Online-Anzeigen geschaltet. Speziell für Inserate von Oldtimern bietet sich Oldtimerpalace an.


Wie sieht das im Ausland aus?

Manche Plattformen werden bekannt erscheinen, da es die europäischen Ableger der uns schon bekannten Internetauftritte sind. Gemäß einer Studie der Universität Duisburg-Essen ist der Markt für online-Autoanzeigen nur für Mittel- und Osteuropa existent. In Südeuropa hingegen spielt das Verkaufsinserat für Autos im Internet keine Rolle. Und verglichen mit den beiden großen Anbietern in Deutschland (mobile und autoscout24) sind alle anderen Portale in Europa nur sehr kleine Fische.

Hier mal zusammengefasst für die wichtigsten Märkte:

USA: ebay, cars.com, cars-on-line, autotrader, deals-on-wheels, hemmings, classiccars

Großbritannien: ebay, autotrader, loot, autobytel, usedcarmart, exchangeandmart, autoweb, usedcartrader sowie www.motoring.co.uk , die mich explizit darum gebeten haben, den direkten Link auf deren Seite zu entfernen, weil Google das nicht so gern mag.

Frankreich: automobile, automarche, topannonces, cardisiac, lacentrale

Niederlande: autoscout, marktplaats, autokopen, autotrader

Belgien: autooccasion

Skandinavien: bilbasen (DK)

Österreich: Man kann mit eingegrenzter Suche die deutschen Portale von mobile.de und autoscout benutzen sowie  car4u, automobile, gebrauchtwagen-markt.at

Schweiz: automarkt, drive-in, car4you.ch (ab 2017 unter autoricardo.ch)

Italien: automobile, autoscout, autopronta

5 Euro spenden – Oldtimer gewinnen

Ford Capri. Bildquelle: Lebenshilfe Giessen

Die Lebenshilfe Gießen e.V. betreibt noch bis zum Ende 2011 ihre Oldtimerspendenaktion. Dabei werden Lose zu je 5 Euro verkauft und folgende Preise stehen diesmal im Angebot:

  • Der rote Ford Capri von Urban Priol (oben)
  • Ein Fiat Dino Coupé
  • Ein Mercdes 190 C aus dem Jahr 1965
  • Ein BMW 2000 von BMW Classic
  • Ein Porsche Traktor von 1960
  • Eine BMW R45 aus den späten 70ern
  • Eine Replika des original Benz Motorwagens
  • Diverse Reifen, Schutzdecken, Dienstleistung wie Trockeneisstrahlen, Zeitschriftenabos, Eintrittskarten zu Oldtimerveranstaltungen usw. sind als Trostpreis angegeben.

Wer leider keinen Gewinn abbekommt, hat zumindest 5 Euro für eine gute Sache gespendet. Der Erlös fließt in die Entwicklung des Kompetenzzentrums berufliche Bildung für Menschen mit mehrfacher Behinderung.

Am einfachsten kommt man an die Lose, indem man 5 Euro oder für mehrere Lose ein Vielfaches dieses Betrages an

Inhaber: Lebenshilfe Gießen e.V.
Konto: 200 626 000
Bank: Sparkasse Gießen
BLZ: 513 500 25

überweist. Hier gibt es noch ein paar Videos zur Spendenaktion aus dem letzten Jahr und vielleicht bald auch etwas aktuelleres Material. Viel Glück!

Einfach dort vergessen

Oldtimer, Youngtimer, Classic Cars in Google Street View

Google Street View zeigt keine Hochglanzbilder von Musteroldtimern, sondern mehr oder weniger zufällig fotografierte Altautos in ihrer natürlichen Umgebung. Wer weitere Oldtimer und Youngtimer in freier Wildbahn findet, darf sie mir gern als Link senden.


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Was bedeutet TLC in Autoanzeigen?

Besonders in britischen und amerikanischen Anzeigetexten für ältere Fahrzeuge findet man mitunter die Formulierung „needs some TLC“. Das liest sich dann zum Beispiel so:


1974 Ford Gran Torino Coupe, $14,500

113,000 Miles, red colour, has a 351 Windsor gently modified. It has a rock solid transmission and rear end. Chrome wheels. The engine was professionally rebuilt a couple of years ago. Needs some TLC.

1974 Ford Gran Torino, www.flickr.com/photos/7969902@N07/1365076871/


 

TLC ist eine Abkürzung die ursprünglich aus dem medizinischen, psychotherapeutischen Fachgebiet stammt, inzwischen aber ebenso häufig in anderen Bereichen, besonders bei Classic Car Enthusiasten verwendet wird. Die ursprüngliche Bedeutung Tender Loving Care wurde als Diagnose und  therapeutische Maßnahme eingesetzt, wenn die medizinischen Maßnahmen ausgeschöpft waren und bedeutet letztlich so etwas wie Einfühlungsvermögen oder liebevolle Zuneigung.

Ein Youngtimer in need of  some TLC  ist meist ein Headturner (Blickfang) auf drei Meter Enternung, hat aber diverse kleine technische und/oder optische Macken, um die sich sein derzeitiger Eigentümer nun nicht mehr kümmern möchte. Inzwischen wird die Formulierung auch immer häufiger in der deutschsprachigen US-Car Scene verwendet. Sie drückt viel besser aus, dass man nicht ewig „mit kleinen Schönheitsfehlern“ am Auto leben sollte, sondern diese mit ein paar Handgriffen korrigiert.

Gurt- und Anschnallpflicht in Youngtimer und Oldtimer

Mal abgesehen vom Sicherheitsaspekt – bitte keine blöden Ausreden „der Gurt ist so straff, dann kann ich nicht atmen, er nimmt mir die Bewegungsfreiheit, hemmt meinen regelmäßigen Herzschlag und meine Konzentration beim Fahren“ sowas ist völliger Quatsch – sind Sicherheitsgurte seit über 35 Jahren in Deutschland herstellerseitig Pflicht.

Ich lasse bestenfalls technische Gründe gelten, warum das Anbringen von funktionierenden Sicherheitsgurten im Oldtimer keinen Sinn macht. Die Haltepunkte der Gurte müssen fest mit der Karosserie verbunden sein, so dass die Insassen trotz der bei einem Aufprall entstehenden Kräfte in ihrem Sitz gehalten werden. Die benötigten Bohrungen für Höhenversteller, Gurtstraffer, Umlenker und Gurtpeitsche dürfen auch nicht in zu dünnem Blech ausreißen. Zudem müssen die Spannrollen bei (nachgerüsteten) Dreipunkt-Automatikgurten korrekt angebracht sein, denn sonst arretieren sie im Notfall nicht.

Je nach Bauart fallen bestimmte Konstruktionen aus. In einem Land Rover (Serie I bis III) muss man zum Beispiel einigen Aufwand betreiben, um Automatikgurte einbauen zu können, weil für die obere Umlenkung für den Gurtstraffer gar keine vernünftige Halterung in der B-Säule zu finden ist. Einfach zu installieren aber etwas umständlicher in der Handhabung ist jedoch ein normaler Dreipunktgurt. In noch älteren Fahrzeugen und dabei vor allem in Cabrios wird man möglicherweise nur die auch aus dem Flugzeug bekannten Zweipunktgurte anbringen können. Gleiches gilt bei alten Autos meist für die Rücksitze. Das ist immer noch besser als gar nichts, schützt aber bei einem Unfall mit Frontalaufprall nicht vor heftigen Kopfschmerzen.

Für PKW müssen in Deutschland seit 1974 (DDR seit 1978) , In Österreich seit 1976, in der Schweiz ab 1981 auf den Vordersitzen Dreipunktsicherheitsgurte eingebaut sein. Für die Rücksitze gelten die Jahre 1979 (Deutschland), 1984 (Österreich), 1994 (Schweiz). Warum ist das interessant? Weil die Gurtpflicht für Fahrzeuge immer abhängig von Baujahr und Ort der Erstzulassung ist. Soll heißen: Wenn ich ein Fahrzeug aus dem Ausland importiere, dann importiere ich damit auch die Gurtpflicht. Das baugleiche Modell mit Erstzulassung in der Schweiz muss zum Beispiel erst 15 Jahre später auf den Rücksitzen Sicherheitsgurte haben, auch wenn beide Fahrzeuge inzwischen in Deutschland zugelassen sind. Dies wird üblicherweise genau so im KFZ-Schein vermerkt. Sobald aber Gurte eingebaut sind – egal ob verpflichtend oder freiwillig – besteht auch Anschnallpflicht. Gemäß §21a StVO müssen Sicherheitsgurte während der Fahrt angelegt sein. Fahren ohne Gurt kostet 30 Euro, bei Kindern ohne Sicherung 40 Euro und einen Punkt in Flensburg. Verantwortlich für das korrekte Anlegen der Gurte ist immer der Fahrer.

Wer sich in einem Oldtimer ohne Sicherheitsgurte bewegt, setzt sich aber nicht schon allein dadurch schuldhaft einem höheren Verkehrsrisiko aus. So sieht es zumindest das Landesgericht Köln (Az. 2 O 497/06). Die Haftpflichtversicherung des Unfallverursachers wollte die Kosten für Personen- und Sachschäden nicht oder nur in geringem Anteil tragen, weil der OIdtimer keine Gurte eingebaut hatte. Dem Unfallopfer sei aber kein Verstoß gegen die Anschnallpflicht gemäß der StVO (siehe oben) zur Last zu legen, weil das historische Fahrzeug nicht über Anschnallgurte verfügte, die Sitze aber der zugelassenen Benutzung in diesem Sonderfall entsprachen.

Nachtrag: Bei Limora gibt es Anschnallgurte zum Nachrüsten. Durch die vielen unterschiedlichen verfügbaren Farben und Webmuster lassen sich besonders im offenen Klassiker sehr schöne Akzente setzen. Preis pro Paar ca. 250 EUR. Günstiger geht es bei Stevens. Die Preise rangieren hier je nach Bauart zwischen 30 und 70 Euro je Sitzplatz. Ansonsten gibt es auch immer noch ebay.

 

 

 

Pinstriping

Lust auf Farbe und Individualität?

Wem Airbrush zu 80er und 90er ist und wem Beklebungen zu billig erscheinen, wer auf echte Handarbeit mit sanftem Übergang zur Kunst steht und wer zudem auch noch möglicherweise einen Hot Rod oder Custom Car sein Eigen nennt, kommt am Pinstriping nicht vorbei. Eddie Torres zeigt in dem Video, was mit einem Pinsel und ruhig geführter Hand möglich ist. Gutes Pinstriping ist eben weit mehr als nur eine dünne Doppellinie zu ziehen.

Der Begriff Pinstriping leitet sich vom englischen Wort für Nadelstreifen ab und war in den 50er Jahren in den USA eher den Prolls vorbehalten. Inzwischen erlebt dieses Retro-Handwerk auch bei uns wieder ein Revival. Im Gegensatz zum sehr glatten Airbrush, lebt Pinstriping davon, dass eben nicht alles ganz perfekt ist und die aufgetragenen Lines gern eine Erhebung auf dem Lack erzeugen. Dennoch sind es hierzulande zumeist Airbrusher, die nebem ihrer Luftdüse auch mal gekonnt den Pinsel schwingen und ihre Dienste anbieten. Das Angebot ist gar nicht so klein und die Kosten sind überschaubar. Man sollte sich aber Fotos von bisherigen Arbeiten zeigen lassen, ob der persönliche Stil des Pinstripers gefällt.

Wer es selbst versuchen möchte, kann auch einen Kurs besuchen. Diese werden meistens tageweise zwischen 90 und 130 Euro angeboten. Das benötigte Material bekommt man günstig bei ebay: Pinsel um 10 Euro, die Dose Lack ab 15 Euro.

VW – Die dunkle Seite der Macht

Das Original (Volkswagen AG)

 

Die Fälschung (Greenpeace)

Nachtrag: Das Studio von Star-Wars-Erfinder George Lucas sieht seine Urheberrechte durch das Video von Greenpeace verletzt. Darum wurde der Clip bei Youtube gelöscht. Dabei geht es weniger um die verwendeten Charaktere als vielmehr um die unterlegte Musik. YouTube hat nun auf Antrag von Lucasfilm mal eben den gesamten Greenpeace Kanal deaktiviert. Die Kampagne samt Video ist aber weiterhin noch hier zu sehen: http://www.vwdarkside.com/

Im Gegensatz zu meinen alten Autos wird das Hosting der Youngtimer Garage übrigens nicht verbleit, sondern dank Goneo GoGreen mit Ökostrom betrieben. Und auch die Schrauberhalle der Youngtimer Garage in Köln wird mit gutem, sauberem Strom von Entega versorgt. Dennoch: Erst wenn das letzte Altmetall verrostet und die letzte Tankstelle geschlossen ist, werdet Ihr merken, dass man bei Greenpeace nachts kein Bier kaufen kann.

Alte Schätze gut gesichert gegen Autoklau

Ein Auto ist kein Tresor. Ein altes Auto schon gar nicht.
Moderne Fahrzeuge haben heute ab Werk diverse Technologien eingebaut, die Langfingern die Arbeit schwieriger machen sollen. Youngtimer oder gar Oldtimer lassen Diebe aber nur noch müde schmunzeln. Sämtliche VW aus den 80er und frühen 90er Jahren lassen sich zum Beispiel mühelos mit einem flachen Schraubenzieher öffnen, bei den anderen Herstellern sieht es nicht viel anders aus. Wegfahrsperren oder codierte Schlüssel waren damals noch nicht erfunden. Welche Maßnahmen bieten sich also an, um auch Autos älterer Baujahre sicherer zu machen?

 

Zum einen ist da die klassische Alarmanlage. Man kann sie im Elektronikmarkt kaufen und selbst einbauen oder – wozu ich in diesem Fall raten würde – beim Fachmann installieren lassen. Die billigen Varianten starten bei rund 30 Euro und verschrecken bestenfalls Betrunkene, die über die Motorhaube gestolpert sind. Mal im Ernst, wer dreht sich denn heute noch um, wenn mal wieder irgendwo eine Sirene pfeift? Gute Systeme kosten auch mal über 400 Euro und können dann weit mehr als nur mit einer nervigen Hupe den Nachbarn zur Verzweifelung treiben. Üblich ist dann GPS-Ortung: Ich kann also punktgenau nachvollziehen, wo mein Fahrzeug gerade steht oder fährt. Mit Unterstützung der Polizei oder wahlweise auch dem lokalen Mafiapaten können die Diebe dann sehr schnell aufgespürt werden. Carguard vertreibt zum Beispiel für rund 360 Euro ein Gerät etwa in der Größe einer Zigarettenschachtel, welches dem Besitzer per SMS Warnungen bei unbefugter Bewegung mit genauen Positions-Koordinaten sendet. Das Gerät kann auf aktiven und passiven Modus geschaltet werden. Also: Wer mal wieder nach durchzechter Nacht vergessen hat, wo sein Auto steht, hat damit ab sofort keine Sorgen mehr. Einfach eine Anfrage per SMS an das Steuergerät schicken, kurz warten, piep, Stellplatz lokalisiert. Das Steuergerät wird an beliebiger Stelle im Fahrzeug versteckt, so dass es nicht leicht gefunden werden kann.

 

Leider verbraucht solche Technik auch ständig Strom. Daher kommen sie für selten benutzte oder in der Wintersaison abgestellte Fahrzeuge nur eingeschränkt zum Einsatz. Ohne jeden Stromverbrauch kommt die klassische Lenkradsperre oder auch die Radkralle aus. Beide sind zwischen 20 und 50 Euro bei eBay oder bei Radkralle.de angeboten. Sie sind praktikabel, um schnell, billig und einfach den Gelegenheitsdieb zu verschrecken, da sie zugleich so offensichtlich angebracht sind. Profis fühlen sich im günstigen Fall nur noch beleidigt und verziehen sich in die Schmollecke. Und was für das einsame Winterlager des Youngtimers noch ganz sinnnvoll erscheint, wird schnell lästig, wenn man erst einmal unterwegs ist und dann die diversen Metallgestänge den Kofferraum okkupieren.

 

Seit einiger Zeit bieten daher verschiedene Hersteller sogenannte Mikro-DNA als ganz neue Form der Diebstahlsicherung an. Dabei wird eine bei normalem Licht unssichtbare Flüssigkeit auf verschiedene Teile des Fahrzeugs appliziert. Jede Flüssigkeit ist speziell codiert und enthält nur unter dem Mikroskop erkennbare Partikel mit eben dieser Codenummer. Die genaue Funktionsweise ist in diesem Video  ganz gut erklärt. Erhältlich sind solche Produkte für knapp unter 100 Euro je Dose bei SelectaDNA oder MicrodotDNA. Mit diesem Verfahren kann man den gemeinen Strauch- und Wiesen-Dieb zwar am wenigsten an seinem primären Wirken hindern, aber entsprechende mitgelieferte Aufkleber zur Abschreckung an der Seitenscheibe lassen die Profis in jedem Fall weiter ziehen. Je populärer dieses Verfahren wird, desto geringer sind die Chancen insbesondere für illegale Teileverwerter, die vom Oldtimer nur die Filetstücke verkaufen wollen. Außerdem lässt sich die Anwendung auf sämliches schützenswertes Eigentum ausweiten wie das nachfolgende Video zeigt:

 

eBay – Deutsch, Deutsch – eBay

Logo eBayUm den immer wiederkehrenden Missverständnissen bei Fahrzeuginseraten beim größten Online Auktionshaus vorzubeugen, habe ich die gängigen Formulierungen ins Deutsche übersetzt. Bei Bedarf werde ich die Liste erweitern. Vorschläge nehme ich gern entgegen.

Das Fahrzeug wurde in USA schon begonnen, zu restaurieren und neu lackiert Kaninchendraht, Kaugummi, Dosenbleche und Stuckgips günstig in einem Vorort von Tijuana (übrigens Mexiko und nicht USA) mit bunter Farbe übergossen. Sieht sogar aus 1,5m Entfernung noch super aus, bitte nicht anfassen!
Der VW ist einem restaurierungsbedürftigen Zustand Der Einzelteilspender ist in einem bedauernswerten Zustand
Ich hatte bereits begonnen, das Fahrzeug zu zerlegen. Nicht fahrbereit. Die wirklich guten und seltenen Teile fehlen jetzt.
Leider fehlt mir das Fachwissen, um den Opel fertig zu stellen. Manchen Rost soll man auch einfach nicht mehr reanimieren.
Laut Aussage des Vorbesitzers Ich selbst zweifele inzwischen auch an dieser frechdreisten Behauptung
Mindestpreis noch einmal gesenkt Trotzdem wird kein ernsthafter Bieter so dumm sein und meinen Verkaufspreis eintippen. Dies hier ist eher als Werbemaßnahme für mein Geschäft zu sehen. Schau doch mal vorbei.
Anders als auf den Fotos dargestellt, ist der Wagen im Moment total zerlegt. Sie kaufen ein unlösbares Puzzle mit über 2000 Teilen
Mit authentischer Patina. Verrostete Chromteile, verrottete Sitze, eingerissenes Armaturenbrett, Gammel und Siff
Scheunenfund Da gab es nicht viel zu finden, wir wissen, dass der Schrott schon seit Jahren gammelt, aber jetzt sind die Preise für die guten Stücke so in die Höhe geschossen, dass vielleicht ein Idiot etwas Unreparierbares und Unrestaurierbares kauft.
ungetestet ist kaputt.
kaum gebraucht Ist total verschmutzt, taugt auch nur noch bis zum Einbau und ist dann sofort kaputt
Versteigere hier für einen Freund Bitte keine Nachfragen, die beantworte ich nicht, denn das Teil hat im Text verschwiegene Fehler.
Sammlerstück Müll, aber ein kleiner Messie steckt doch auch in Dir.
kenne mich nicht so gut damit aus Ich weiß genau, das Teil ist Schrott. Lohnt auch nicht zu reparieren.
lag seit 15 Jahren im Lager Ist dabei mehrfach runter gefallen und einmal naß geworden. Ist rostig, versifft und die Gummis sind porös.
an Liebhaber abzugeben Der Mindestpreis ist viel zu hoch angesetzt
Originalware Sehr gut gefälscht oder vom Laster gefallen.
nach original Herstellerangaben gefertigt passt hinten und vorn nicht, sogar am Material wurde gespart
War stets damit zufrieden und trenne mich nur ungern aber nun ist es leider kaputt und ich kann damit nichts anfangen.
Nostalgisches Stück als Dekoration geeignet Technisch unvollständig und seit Jahren nicht mehr funktionstüchtig, aber schön sauber geputzt. Die benötigten Ersatzteile gibt es auch nicht mehr.
an Bastler abzugeben kann man Ausschlachten und in Einzelteilen verkaufen
wegen Familienzuwachs zu verkaufen Der Preis erscheint zuerst fair, weil Du die Mängel noch nicht kennst und ich liefere schnell mal eine Begründung, um Preisdrücker und blöde Fragen im Vorfeld abzublocken.
Wie auf den Bildern zu sehen Die Fotos sind unscharf und aus einer ungewöhnlichen Perspektive aufgenommen und dehalb erkennst Du den Defekt an beweglichen Teilen niemals. Zudem sind die wirklich schlimmen Mängel gar nicht erst dokumentiert.
nur für Export oder Gewerbe Die verpflichtende Garantie und Gewährleistung müsste ich als kommerzieller Händler bei Abgabe an Privatauktionen eigentlich anbieten, aber bei dem Teil müsste ich dann erheblich draufzahlen

 

Zulassung eines Importfahrzeugs als Oldtimer

Der Import eines Fahrzeugs aus England ist hier beschrieben. Nun folgt die Beschreibung des langen Wegs zur Zulassung.

Die benötigten Unterlagen und Dokumente

In Großbritannien wurde uns mit dem Auto auch ein halbes V5C Dokument übergeben. Die andere Hälfte hat der Verkäufer an das DLVA geschickt, um den Verkauf zu bestätigen. Da ich als Käufer meine vollständige Adresse in das Formblatt eingetragen hatte, kam nach etwa 6 Wochen auch die zweite Hälfte per Briefpost wieder zu mir zurück mit bestem Gruß des zuständigen Sachbearbeiters beim DLVA. Doch dies reicht allein noch nicht für eine Zulassung in Deutschland aus. Die Zeit konnte ich nutzen, um ein erforderliches Datenblatt zu besorgen. Für neuere Fahrzeuge ist dies ein COC, doch dieses gibt es nicht für Oldtimer. In wenigen Fälle soll es helfen, in User-Foren nach Fahrzeugbriefen des gleichen Typs zu Fragen. Die Vertragshändler bieten für Oldtimer eher weniger Unterstützung. Auf der ganz sicheren Seite ist, wer sich ein Datenblatt vom TÜV Süd anfordert, dies erleichtert dann die Vollabnahme. Der TÜV Süd hat eine umfassende Datenbank von Oldtimerdatenblättern zusammen gestellt und verschickt diese nach formloser Anfrage per Nachnahme.

 

Die Umbauten

Im Verlauf der benötigen Vollabnahme mit Oldtimergutachten (letzteres ist wichtig, um nicht nur eine Zulassung, sondern auch ein H-Kennzeichen zu erhalten) wird in jedem Fall auch eine HU durchgeführt. Wenn der Wagen also nicht vollkommen OK ist, kann man die Wartezeit damit verbringen, das Fahrzeug herzurichten. Im Fall eines Englandimports müssen schon mal die Scheinwerfer umgerüstet werden, damit diese nicht in den Gegenverkehr leuchten. Bei mir musste zudem auch noch eine Warnblinkanlage nachgerüstet werden, denn es war keine vorhanden. Darüber hinaus musste ich feststellen, dass mein Oldie zwar erst vor 2 Monaten in England neue MOT ohne Beanstandung erhalten hat, aber die Herren vom TÜV Rheinland sind weitaus weniger kulant als deren Kollegen auf der Insel. Daher musste auch noch die Bremsanlage, Radnaben, Achskugeln und ein Teil des Rahmens überarbeitet werden. Auch die prima Anhängerkupplung funktionerte zwar, hatte aber keine Nummer, mit der man eine Betriebserlaubnis bekommen hätte. Also wurde auch hier eine neue fällig.

 

Die Versicherung

Mit dem Datenblatt oder den Unterlagen der Vollabnahme sowie dem Oldtimergutachten geht man zur Versicherung und lässt sich dort bei Vertragsunterzeichnung die Versicherungsnummer für die Zulassung nennen. Die Versicherungen wollen einem immer auch eine Kasko andrehen, in meinem speziellen Fall halte ich das aber für unnötig und daher wird auch kein Wertguachten für den Oldtimer benötigt. Ich habe mich für die ADAC-ClassicCar-Versicherung entschieden, weil sie in meinem Fall am günstigsten erschien. In Abhängigkeit von Fahrzeugalter, -wert und sonstigem Versicherungspaket mag es andere Kombinationen geben, aber das kann ich ein andermal ausführlicher beschreiben.

 

Die Zulassungsbehörde

Wie schon weiter oben beschrieben, behandele ich hier als Beispiel die Zulassung eines selbst importierten Fahrzeugs als Oldtimer. Das bedeutet, man benötigt viiiieeel Zeit beim Amtsschimmel  (genau genommen waren es bei mir 5 Stunden verteilt auf zwei Tage) und viele Dokumente. Wer für sich selbst oder für die Komplettierung Fahrzeugunterlagen eine möglichst umfangreiche Dokumentensammlung anstrebt, sollte sich vor dem Weg zur Behörde Kopien erstellen, denn danach sind einige weg. Die bleiben im Amt. Dazu gehört zum Beispiel das Original der Zulassung aus dem Ausland, das Gutachten vom TÜV zur Erlangung der Betriebserlaubnis nach §21 StVZO sowie einzelne Gutachten zur Betriebserlaubnis, sofern diese im Fahrzeugschein eingetragen werden.
Sehr wichtig scheint auch das Vorhandensein eines Kaufvertrages in deutscher Sprache zu sein. Der Inhalt allerdings weniger. Es wurde bei mir nur festgestellt, dass der Verkäufer auch der Vorbesitzer war und ich der Käufer. Theoretisch hätte der Kaufvertrag auch gebrauchte Kodak-Farbfilme von 1987 zum Gegenstand machen können. Da mein Land Rover in England gekauft wurde, handelt es sich um einen EU-Import. Für Importe aus dem Nicht-EU-Ausland muss man noch die Zollbescheinigungen vorzeigen.
Selbstverständlich benötigt man darüber hinaus noch die Nachweise einer positiven HU (bei mir „ohne festgestellte Mängel“), Abgasprüfung (was prüft man bei einem Land Rover Diesel aus den 70ern? Ob da überhaupt etwas hinten raus kommt?), Oldtimerbegutachtung nach §23 StVZO und Versicherungsnachweis.

 

Das Nummernschild

Speziell Fahrzeuge aus dem Ausland haben oft Nummernschildhalterungen, die das Anbringen von normalen Kennzeichen schwer machen. Normal bedeutet in Köln übrigens ein vorgestelltes K, dann zwei Buchstaben gefolgt von einer vierstelligen Zahl plus H am Ende. Damit wird der Platz auf dem Schild ganz schön eng. Wer mit dem Auto nicht bei der Zulassungstelle persönlich vorfahren kann (und das wird der Normalfall sein, denn der Oldtimer ist ja eben noch nicht zugelassen), sollte den maximalen Platz vorher ausmessen und mit Foto dokumentieren. Noch besser ist ein entsprechendes Gutachten bezüglich der maximalen Kennzeichengröße vom TÜV. Sonst bekommt ihr trotz vehementer Hinweise und unterwürfigstem Bitten ein überdimensionales Kuchenblech als Nummernschild und dürft dann so wie ich noch einmal zur persönlichen Überprüfung durch den Diensstellenleiter vorfahren, um ein kleines und dann auch passendes Schild zu bekommen.

Neufassung der Regel zum Oldtimergutachten

Das Oldtimergutachten gemäß §23 StVZO

Der mitunter wichtigste Schritt zur Erlangung eines H-Kennzeichens ist das positive Gutachten des Prüfers, in dem bescheinigt wird, dass es sich um einen Oldtimer und nicht nur um ein altes Auto handelt. Der Anforderungskatalog für die Begutachtung von Oldtimern gemäß Fahrzeugzulassungsverordnung (FZV) trat erstmals 2007 in Kraft und wird nun zum 01.10.2011 in einer neuen Fassung gültig. Er unterscheidet sich inhaltlich vom Wertgutachten, das üblicherweise für die Versicherung oder Feststellung des Kaufpreises wichtig ist.

Was ändert sich?

  1. Neben dem Alter von 30 Jahren wird auch ein mindestens guter Erhaltungszustand gefordert. Es entfällt zukünftig die Zustandsnote. Ob der Zustand den Kriterien entspricht, ist binär festgelegt, also entweder erhält man diesen oder nicht. Für Fahrzeuge, die bereits ein H-Kennzeichen erhalten haben, gilt in jedem Fall Bestandsschutz.
  2. Alle Hauptbaugruppen müssen dem damaligen Originalzustand entsprechen oder zeitgenössisch ersetzt worden sein. Das ist eine weitere Änderung, denn bislang mussten Umbauten in 10 Jahren nach Erstzulassung erfolgt sein. Nun können die Umbauten auch erst kürzlich durchgeführt worden sein, wenn sie dabei genau dem technischen Stand von damals entsprechen. Das könnte neben Tuningmaßnahmen auch für den einen oder anderen Flüssiggasumbau am Oldtimer interessant sein.
  3. Außerdem können Fahrzeuge, die zwar vor über 30 Jahren gebaut, aber bislang noch nicht zugelassen waren, mit einer Sondergenehmigung auch ein H-Kennzeichen erhalten.

Der GTÜ hat hier die neue Richtlinie im Wortlaut als PDF veröffentlicht.

 

 

Classic Motorenöl für Oldtimer

Wie ich schon in der Motorölbibel ausführlich beschrieben habe, erfüllt Motoröl einige wichtige Funktionen im Motor. Nun sind aber Motoren in modernen Fahrzeugen anders aufgebaut als in Oldtimern. Folglich sind die Bedürfnisse und vor allem die herschenden Drücke und Temperaturen andere.

Motoren älterer Bauart wurden mit größeren Toleranzen gefertigt und die Bauteile bestehen zudem aus anderen Materialien als heutzutage. Zudem werden klassische Fahrzeuge meist in einem anderen Lastbereich gefahren. Dem trägt Liqui Moly Rechnung und hat eine spezielle Serie mit klassischen Motorölen aufgelegt.

Diese reichen vom Classic Motorenöl SAE 20 W-50 HD über Classic Motorenöl SAE 50 bis zum Classic Motorenöl SAE 30. Die 1 oder 5 Liter Gebinde kommen etwas sehr edel gestaltet daher und wollen wohl explizit die Premium-Kundschaft ansprechen. Die Kosten liegen bei ca. 15 EUR je Liter. Grundsätzlich handelt es sich aber um klassische Einbereichs- oder Mineralöle mit speziellen Additiven. Speziell geeignet sind die Öle für klassische Fahrzeuge mit Ölfilterelementen ab Baujahr 1950, in denen ein mild legierter Schmierstoff der oben genannten Spezifikationen gefordert wird. Die Herstellerhinweise und Freigaben des Motors sollten – sofern vorhanden – unbedingt beachtet werden.

 

Wolle Auto verkaufe?

Wer kennt sie nicht, die kleinen lustigen Kärtchen, die ein eifriger Händler für Exportfahrzeuge mal wieder zwischen Seitenscheibe und Dichtung geklemmt hat?
Der Blog Wolle Auto verkaufe nimmt sich ganz diesem Thema an und stellt mit bissigen Kommentaren die schönsten Exemplare vor.

Eingescannte Autokärtchen dürfen (mit Rückseite) an abwracker@googlemail.com geschickt werden.

Statische Aufladung im Auto

Wir beginnen diesen Artikel mit einer aktuellen Anekdote aus belauscht.de:

 

München. In einer Autowerkstatt.

Eine Frau, Mitte 40, diskutiert mit dem Chefmechaniker. Offenbar hat sie mehrmals beim Aussteigen aus ihrem Auto einen Stromschlag erhalten. Nun wurde dem Auto auf ihren Wunsch hin ein Erdungskabel hinzugefügt, welches deutlich zu sehen ist.

Frau: “Nein, Herr Graf, so kann ich doch nicht rumfahren! Wie sieht denn das aus?!”
Mechaniker: “Ja das tut mir leid, aber das muss so sein, sonst kann der Strom ja nicht in die Erde abgeleitet werden.”
Frau: “Nein, also nein! Und dann auch noch als Frau! Was sollen denn da die Leute denken? Da spricht mich ja jeder drauf an!”

Sie überlegt kurz, dann: “Und wenn man das oben festklebt, dann sieht’s ja keiner… Können Sie das festkleben?”
Mechaniker: “Nein, tut mir leid, das Kabel muss am Boden schleifen, sonst erfüllt es seinen Zweck nicht.”
Frau (überlegt nochmal): “Und wenn ich’s einfach in den Kofferraum lege…?”

Und jetzt noch einmal in schlau:

Die statische Aufladung im Auto entsteht in Abhängigkeit von Luftfeuchtigkeit, Kleidung und Bepolsterung.  Während des Fahrens reibt die Kleidung an den Polstern des Fahrzeugs und baut dadurch eine statische Ladung auf. Wenn man dann beim Aussteigen nicht aufpasst, wird der Überschuss an Ladung über die Karosserie mit einem kleinen Blitz abgeleitet.

Man kann diesen Effekt wesentlich entschärfen, indem man beim Aussteigen zuerst Kontakt mit dem Blech der Tür (also nicht mit dem Türgriff aus Kunststoff) aufnimmt und dann erst einen Fuß auf den Boden stellt. Deshalb bringt das Gummiseil oder der Kupferdraht unter dem Auto auch wenig bis gar nichts, weil sich ja üblicherweise nicht das Auto, sondern der Fahrer statisch auflädt. Alternativ könnte man Kleidung mit wenig Woll- oder Kunstfaseranteil tragen und sich zudem auf Lederpolster setzen. Nackt fahren wäre auch eine Möglichkeit, um die Aufladung zu vermeiden oder extrem zu reduzieren. In Abhängigkeit von eurem sonstigen Auftreten sowie Auslegung der Anklage verstößt letzteres aber eventuell gegen §183 StGB (öffentliches Ärgernis) oder §118 OWiG (Belästigung der Allgemeinheit).

Vergleich der Oldtimer Magazine

Wer sich heute in der Tankstelle oder im Kiosk vor das Zeitungsregal stellt, wird mindestens über eine Regalbreite Automagazine sehen. Nur Fernsehzeitschriften mit Blondine und blauem Hintergrund und selbstverständlich typische Frauenzeitschriften gibt es noch häufiger. Unter den Automagazinen nimmt das Thema Oldtimer immer breiteren Raum ein. Kein Wunder, die modernen Fahrmaschinen sind für den normalen Leser technisch viel zu komplex und aufgrund eines Wandels der Werte emotional auch nicht mehr fassbar. Sprich: Das eigene Auto wird im Alltag genutzt, geschätzt aber nicht mehr geliebt. In der Folge sinkt das Interesse am Thema.

Da wir uns hier aber auch nicht mit modernen rundgelutschten Hybridboliden mit Start-Stopp-Automatik befassen, sondern mit altem Eisen, möchte ich im Folgenen die wichtigsten Vertreter der deutschen Printmagazine für Youngtimer und Oldtimer vergleichen.

 

Titel Oldtimer Markt Oldtimer Praxis British Classic Cars
Weblink http://www.oldtimer-markt.de/ http://www.oldtimer-markt.de/ http://www.classic-verlag.de
Erscheinungsweise monatlich monatlich 2 monatlich
Preis

3,20 €

2,10 €

3,90 €
Oldtimer *** *** ***
Youngtimer

**

** *
Motorräder

*

*
US-Cars

*

*
britische Klassiker

*

* ***
asiatische Klassiker

*

*
Kleinanzeigen

***

** **
Bemerkung Von vielen als das beste Blatt für klassische Fahrzeuge genannt und zudem mit dem umfassensten Kleinanzeigenteil (50% des gesamten Heftes). Behandelt Themen sehr ausführlich und kompetent über teilweise mehr als 5 Seiten. Auch Zweiräder und Exoten finden Beachtung. Erscheint im 14 tägigen Wechsel mit der Oldtimer Praxis. Sehr ähnlich zum Oldtimer Markt aber wie der Titel schon erwarten lässt, geht es weniger um’s Handeln als vielmehr um’s Hand anlegen. Besonders zu empfehlen sind die Themensonderhefte aus dem gleichen Verlag. Der Preis hierfür ist dann zwar zweistellig vor dem Komma, aber jeden Euro wert. Ein spezialisiertes Heft mit geringer Auflage. Meist nur im gut sortierten Handel oder am Bahnhof- und Flughafenkiosk zu finden. Da die Leserschaft spezialisiert ist, lohnt sich ein Inserat im Anzeigenteil eher als im Massenblatt. Die Artikel decken die Bandbreite von Traumauto über Restaurierung und Techniktipps bis zum britischen Youngtimer ab.
Titel Motor Klassik Youngtimer Youngtimer Scene
Weblink http://www.motor-klassik.de/ http://www.motor-klassik.de/ http://youngtimerscene.de/
Erscheinungsweise monatlich 2 monatlich 6 Ausgaben im Jahr
Preis

4,80 €

3,00 €

3,90 €
Oldtimer *** *
Youngtimer * *** ***
Motorräder
US-Cars *
britische Klassiker * *
asiatische Klassiker * *
Kleinanzeigen * * *
Bemerkung Das Heft behandelt meist sogenannte Traumklassiker zu teilweise unerschwinglichen Preisen. Der typische Leser lässt eher Schrauben und kann sich dies auch leisten. Maybach, E-Type und Adenauer finden hier ihre Interessenten im Tweed Anzug vor imposanter Kulisse mit Schloss im Hintergrund. Die „Szene“ fährt zur Veterana oder Alpen Rally nach St. Moritz. Autos aus den 70er und 80er Jahren. Vereinzelt frühe 90er. Der inhaltliche Schwerpunkt liegt bei Brot und Butter Fahrzeugen. Der Verlag versucht hier offensichtlich eine Abgrenzung zur meist betuchteren Klientel der ‚echten‘ Oldtimer im Heft Motor Klassik und spricht das Hobby des Einsteigers an. Daher auch gerne Kaufhilfen und Anfängertipps im Angebot. Das Heft fühlt sich im Glossycover erst einmal recht hochwertig an. Der Anzeigenteil ist für private Angebote kostenlos, aber dennoch im Unfang sehr überschaubar. Zumeist werden europäische Autos im Alter um die 30 Jahre vorgestellt. Den Hauptteil machen die Reports mit großenformatigen Bildern aus, ein paar Veranstaltungshinweise und Produktvorstellungen runden den Inhalt ab. Keine aktiven Schraubertipps.
Titel Auto Bild Klassik Motor Maniacs Auto Classic
Weblink http://www.autobild.de/klassik/ http://www.motor-maniacs.de/ http://www.autoclassic.de
Erscheinungsweise monatlich 2 monatlich 2 monatlich
Preis

3,90 €

5,00 €

4,20 €

Oldtimer ** * **
Youngtimer *** *** **
Motorräder
US-Cars * ***
britische Klassiker * * *
asiatische Klassiker
Kleinanzeigen ** * *
Bemerkung Die Volkszeitung zum Volkswagen. Versucht alle Bereiche des alten Autos abzudecken, wobei die Verteilung der Artikel auch ziemlich genau den Zulassungszahlen in Deutschland entspricht: Viel Mercedes, VW, Ford, Opel. Wenn Oldtimer-Markt in dem Segment der „Spiegel“ ist, dann ist das Blatt aus dem Springer-Verlag der „Focus“: Schnelle Lektüre im Wartezimmer zum Ablenken. Der völlige Gegensatz zu Motor Klassik: Weniger Blitziblinki Oldtimer von Bugatti werden zu sehen sein als vielmehr der Old-School Hot Rod oder ein mattschwarzer Cadillac Eldorado. Der typische Fahrer trägt Jeans und T-Shirt über dem Oberarmtattoo. Journalistisch mit einigen Schwächen, aber mit Abstand das coolste Magazin im Zeitschriftenregal. Das schwächste und meiner Meinung nach überflüssigste Heft im Vergleich. Inhaltlich irgendwo zwischen Youngtimer und Autobild Klassik. Mit keinem Mehrwert für den etwas höheren Preis gegenüber der Konkurrenz.

 

Umrechnung von metrischen in UK oder US Maßeinheiten

Wer sich wie ich häufiger mit englischen Fahrzeugen auseinander setzen muss, wird nicht nur über zölliges Werkzeug verfügen. Darüber hinaus muss man auch immer wieder die Synapsen schalten, um ungewohnte Einheiten aus Handbüchern, Werksangaben und  Schrauberhilfen in für uns Mitteleuropäer gängige Größen zu übersetzen. Und zu allem Überfluss ist manchmal nicht ganz eindeutig, ob nun mit US oder UK Maß gemessen wird. Für meine eigenen Zwecke und für alle Leidensgenossen habe ich hier die am häufigsten benötigten Einheiten in einigen praktischen Umrechnern zusammen getragen.

Drehmoment
Newtonmeter (Nm)
Pound-force feet (lbs ft)

Pound-force inches (lbs in)



Volumen
Liter (dm³)

Kubikzentimeter (cm³) = Milliliter

Kubikzoll (Cubic inch)

US customary fluid ounce (US fl oz)

Imperial fluid ounce (Imp fl oz.)

US Gallone

UK Gallone



Leistung
Pferdestärken (PS)

Kilowatt (kW)

Horsepower (HP)


Verbrauch
Liter pro 100 km (l/100 km)

Meilen pro US-Gallone (mpg)

Meilen pro UK-Gallone (mpg)



Entfernung
Meter (m)

Zoll (Inch, „)

Fuß (Foot, ft)

Meilen (Miles)


Druck
bar

pound/square inch (psi)


 

Geld verdienen mit Youngtimer und Oldtimer (Teil 2)

Leute, zuerst ein paar erklärende und dann einige mahnende Worte: Natürlich kann ich unter anderem einsehen, mit welchen Suchbegriffen Euch Google, Yahoo und Co auf diese Seite geschickt haben. Fast ein Viertel aller Zugriffe  fragt nach dem Thema Reifen, Felgen Räder. Das ist gut so, Chris und ich haben viel Mühe in die Erklärung und in die Übersetzung gesteckt und ich kenne auch keine anderen Seiten im deutschesprachigen Internet, die so ausführlich und objektiv – weil ohne Verkaufshintergrund – die Grundlagen erklären.

Aaaaaber der zweithäufigste Suchbegriff ist mit rund 15% das Thema Geld und alte Autos. Daran bin ich nicht ganz unschuldig, denn ich hatte schon vor einiger Zeit einen ersten Artikel hierzu geschrieben. Gerade in den letzten Jahren hat zudem auch die Berichterstattung in den Printmedien einen ähnlichen Einschlag gefunden. Es wird immer wieder behauptet, man könne mit der richtigen Fahrzeugwahl und ein wenig Zeit satte Gewinne einfahren. Dann folgen meist Statistiken, welche Marke sich in den letzten Monaten am besten entwickelt hat. Das ganze gleicht dann schon einem Fondsranking bei der Financial Times. Und tatsächlich gibt es inzwischen schon einige geschlossene Fonds, die mit Oldtimern wirtschaften. Aber das sind dann echte Schätze im Bereich ab 50.000 EUR aufwärts, die nur auf speziellen Auktionen auftauchen.

Die Youngtimer Garage Köln beschäftigt sich mit dem Erhalt von Fahrzeugen ab 20 Jahren zum Erhalt im Sinne eines Hobbies. Ein Hobby hat meist die Eigenschaft, (etwas) mehr zu kosten als einzubringen. Neben der Muskelkraft und etwas Gehirnschmalz für Eigenleistungen benötigt man dabei vor allem Ersatzteile und Verbrauchsmaterial, um das alte Fahrzeug flott zu machen und fit zu halten. Auch die Kosten für einen Stellplatz mit Arbeitsecke sind nicht unerheblich und sollten von der potentiellen Wertsteigerung abgezogen werden. Ich komme Euch hier übrigens im Raum Köln mit einem entsprechenden Angebot für Oldtimerstellplätze einen großen Schritt entgegen.

Im günstigsten Fall kann man also als Privatmann ein Hobby betreiben, dass unterm Strich nichts kostet, weil eine Wertsteigerung den finanziellen Einsatz wieder auffängt. Das gilt aber nicht für alle Fahrzeuge, Marken und Modelle. Doch der echte Hobbyschrauber sollte sowieso vor allem Spaß an der Sache haben und nicht den finanziellen Aspekt in den Vordergrund Stellen, den Rest solltet ihr den Profis überlassen.

Wer sind die Profis? Das sind zum einen freie Werkstätten, die sich auf Oldtimer spezialisiert haben. Diese rechnen ganz normal auf Stundenbasis ab. Deren Risiko ist überschaubar und Handwerk hat goldenen Boden. Zum anderen sind da ganz normale Gebrauchtwagenhändler. Deren Geschäft ist in Deutschland durch (Zwangs-)Gebrauchtwagengarantie und Preisdruck schon schwierig genug. Dennoch packt es den einen oder andern, mal einen einzelnen Oldtimer oder Youngtimer auf den Hof zu stellen. Als Blickfang vielleicht noch geeignet, entpuppt sich der Verkauf mit Gewinn als äußerst schwierig. Warum? Weil beim normalen Händler Autos über den Preis und nicht über Emotionen verkauft verkauft werden. Diese versteht nur der Oldtimerspezialist genau dosiert an den Mann zu bringen. Wer ausschließlich mit Oldtimern handelt, sich dabei noch auf ein bestimmtes Segment beschränkt (zum Beispiel nur Mercedes, nur britische Klassiker, nur ehemalige Rennwagen, …), weiss nicht nur um die spezielle Technik des gehandelten Gutes, sondern kann seine Kunden auch gezielt ansprechen. Für den Hobbyschrauber ist es bis dorthin aber noch ein langer Weg mit eventuell vielen Fehlschlägen und verlorenen Investments. Kleiner Trost: An der Börse und an sonstigen Kapitalmärkten kann der Hobbyinvestor sein Geld ebenso sinnlos versenken, aber es macht dort weitaus weniger Spaß. Noch ein Trost: Euer Geld ist niemals wirklich weg, es hat dann nur jemand anderes.

Als Sticker noch Aufkleber hießen

In den 70er und 80er Jahren wurde es üblich, nicht nur Warnhinweise oder Urlaubserinnerungen, sondern auch plakative Werbung oder politische Meinung am Fahrzeug zu tragen. Das sicherte – ebenso wie das zugehörige Fahrzeug – durch einfaches Abziehen und Aufpappen schnell die Zugehörigkeit zu einer bestimmten mobilen Gruppe. Die Aufkleber wurden natürlich gern auch mal über eine nicht mehr ganz optimale Lackstelle am Heck geklebt oder sonst einfach am Scheibenrand positioniert. Bei manch einem Fahrer brach plötzlich die Sammelleidenschaft aus und man erkannte vor lauter Aufklebern die Fahrzeugfarbe kaum noch. Letzteres galt besonders für Wohnmobile.

Fast reflexartig denkt man bei den Stichworten 70er Jahre und Aufkleber sofort an die Prilblume, aber deren Trägermaterial war aus Papier sowie die Farben nicht UV-beständig und somit nicht für den Außeneinsatz geeignet.
Manches Motiv hat sich bis heute gehalten wie zum Beispiel der Sylt-Aufkleber (früher gern auf Golf GTI kombiniert mit paarungswilligen Rabbits) oder das unvermeidliche Baby-an-Board. Andere Motive waren fast ausgestorben und erleben jetzt aus aktuellem Anlass ein ungeahntes Revival wie Atomkraft? Nein Danke.
Einige Autos wie R4 oder 2CV-Ente eigneten sich aus Sicht der Besitzer eher zum Bekleben als andere.

In den späten 80er Jahren und danach prangte quer über die Heckscheibe des Opel der Kenwood Aufkleber: Die damals einfachste und billigste Form des Hinterhof-Tunings. Nach der Jahrtausenwende wurde dies durch Tribals auf tiefer gelegtem Audi abgelöst. Ich hätte hier auch gern entsprechende Motive aus der DDR präsentiert, aber dort waren besonders die licht- und wetterbeständigen Klebebildchen wohl Mangelware.