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Youngtimer Garage: Für Fahrer und Schrauber von Fahrzeugen aus den 60er, 70er und 80er Jahren
Bleche und Leitungen bördeln

Die meisten kennen das Bördeln von Blechen nur im Zusammenhang mit der Erweiterung des Radhauses (englisch: fender rolling). Eine typische Vorgehensweise, um mehr Platz für breitere Reifen zu schaffen. Hierbei wird nach Möglichkeit lackschonend gearbeitet, um Zeit und Kosten zu Sparen. Wie das geht, kann man ganz gut in diesem Video mit fürchterlicher Hintergrundmusik sehen.

Tatsächlich ist Bördeln aber allgemein eine Umformungstechnik bei der Blechbearbeitung. Jeder gezielte Knick und jede gewünschte Biegung im Metall ist damit gebördelt. Dies erfolgt üblicherweise unter Kaltverformung. Nur im Ausnahmefall wird das Blech vorher mit dem Brenner erwärmt, um Risse zu vermeiden. Eine Extremform des Bördelns ist das Falzen von Blech. Letzteres ist eine Biegetechnik, bei der zwei Bleche durch Abkanten und Ineinanderschieben verbunden werden.

Im Idealfall kann der Bördelvorgang durch eine Sickenmaschine oder eine Dreiwalzenbiegemaschine (auch Rundbiegemaschine) unterstützt werden. In einem Kurzvideo zeigen die Leute von Oldtimer.tv, wie man sich mit einem billigen Trick recht komplexe Blechteile selbst zurechtbördeln kann.

Zuletzt sei für den KFZ-Bereich noch das Bördeln von Bremsleitungen genannt, wobei die Metallröhrchen am Ende jeweils so erweitert werden, dass man sie mit einem anderen Endstück dicht verbinden kann. Wie dies mit ein paar Handgriffen und dem richtigen Werkzeug geht, zeigt dieses Video.

 

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