Youngtimer Garage dust in the wind Sandstrahlen Köln
Youngtimer Garage: Für Fahrer und Schrauber von Fahrzeugen aus den 60er, 70er und 80er Jahren
Arbeiten am Jaguar Teil1
Categories: Jaguar

Der XJ12 steht nun schon wieder viel zu lange unbearbeitet rum. Ich hatte den Wagen Ende 2009 im Winter gekauft und auf eigenen Rädern nach Köln gebracht. Eine kurze Zeit hatte er noch Saisonkennzeichen, aber auch für diese sind wegen des großen Hubraums (Fünfkommadreiliter) und den schlechten Abgaswerten (Euro1) enorme Steurn zu zahlen. Dann kam auch noch der Auszug aus der alten Halle in Pulheim, der Bezug der Youngtimer Garage in Weidenpesch, der Audi90 und diverse andere Dinge dazwischen.

Was steht also in den nächsten Tagen an?

Der Jaguar möchte gern wieder ein ansprechendes Blechkleid tragen. Leider hat er über die Jahre an den üblichen Stellen Rost angesetzt. Nichts schlimmes, muss aber gemacht werden: Türkanten unten und diverse Minidellen in der Tür, die üblicherweise vom Parken und unachtsamen Aussteigen kommen. Die äußeren Radläufe vorn und hinten sind verdächtig. Die  vordere Schwellerpartie lässt nichts Gutes vermuten und auch das Emblem des Leapers an den Kotflügeln hat unten drunter Wellen provoziert.

Ich habe überall, wo ich Rost vermutet habe, den Excenterschleifer oder die Schruppscheibe sprechen lassen, um den Lack und die Grundierung zum Blech zu durchdringen. Wenn ich fündig wurde, musste noch die Drahtkopfbürste ran, bis nur noch blankes Metall zu sehen war. Wie beim Zahnarzt: Der Karies ist erst weg, wenn man im gesunden Zahn angekommen ist. Zur Sicherheit habe ich alle blanken Stellen anschließend mit dem Rostumwandler Fertan bestrichen.

Beginn der Arbeiten am vorderen Schweller

Der vordere Schwellerbereich ist leider nicht mehr zu retten. Ich hatte sowas schon befürchtet, aber erst abgeschliffen zeigte sich im Blech das volle Ausmaß der Zerstörung. Ich werde hier ein etwa 20cm langes Reparaturblech einsetzen müssen. Die äußeren Radläufe hingegen waren zumindest vorn ein Fehlalarm. Bis auf ganz wenig Rostpickel und eine kleine Verformung, die wohl von einem größeren Stein oder Holz stammt, ist hier kein weiterer Handlungsbedarf. Das nun blanke Metall bekam aber auch hier den Fertanüberzugund mit etwas Füller und Farbe ist an diesem Teil die Arbeit abgeschlossen.

Alle Flächen blank geschliffen, vordere Schwellerpartie aufgegeben

Außerdem eine ganz übliche Jaguar-Krankheit: Der Himmel hängt durch.

Bei fast allen Modellen des Jahrgangs hat sich mittlerweile der Kleber gelöst. Ich habe den alten Himmel raus genommen, die Pappe vorsichtig mit einem Plastikschaber vom gammeligen Schaumstoff der 80er befreit, an den nötigen Stellen einige Kanten mit Glasfaser und Kunstharz ausgebessert und anschließend wieder neu bezogen. Dazu verwendete ich Sprühkleber, Dämmwolle aus dem Sattlerbedarf und – jetzt wird es nicht ganz original, sieht aber besser aus – helles Alacantara als Bezugsstoff. Leider kann man den Himmel nicht ungeknickt aus- und einbauen, da die Türen zu klein sind. Bei Kombis kann man den fertigen Himmel meist durch die Heckklappe reinreichen, beim XJ12 muss für den Einbau die Front- oder Heckscheibe raus.




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